Mythen über Zahngesundheit gibt es viele. Während einige unbedenklich sind, können andere Ihrer Zahngesundheit enormen Schaden zufügen. Lesen Sie deshalb in diesem Beitrag, welche 13 Mythen tatsächlich falsch sind – und was eher der Wahrheit entspricht!

Es war einmal vor langer Zeit in einem fernen Land, da lebte ein Zahn. Um diesen Zahn stand es sehr schlecht. Das lag jedoch nicht an bösen Drachen, tyrannischen Königinnen oder schlechten Ernten – sondern vielmehr an Werbeversprechen, Bequemlichkeit und Falschmeldungen auf Social Media. „Ach“, sprach der Zahn, „hätte ich doch nicht alles hingenommen, was ich gehört habe. Dann ginge es mir jetzt deutlich besser.“ Doch wie so oft im Leben half alles Weinen und Greinen nichts. Nach einigen Tagen sank der Zahn auf dem Weg zum Brunnen darnieder und hauchte seinen letzten Atemzug aus.

Mythen der Zahngesundheit auf den Zahn gefühlt: Das stimmt wirklich!

Alle Märchen haben einen wahren Kern – so auch das, was Sie eben gelesen haben. Denn immer noch gibt es zahlreiche Mythen der Zahngesundheit, die sich nicht unbedingt positiv auswirken. Wagen Sie deshalb mit uns eine Reise ins Land der Märchen. Hier kommen 13 Mythen der Zahngesundheit, über die Sie genauer Bescheid wissen sollten!

Die Abenteuer des starken Wanja – oder: Starkes Schrubben reinigt besser

Einer der am weitesten verbreiteten Mythen der Zahngesundheit ist wohl, dass feste aufdrücken besser fürs Putzen ist. Fakt ist, dass das Ihre Zähne auf lange Sicht schädigt. Wie das kleine Wasser-Rinnsal, das den Stein aushöhlt, tragen Sie so nach und nach Ihren Zahnschmelz ab. Die Folge: Bakterien haben bessere Chancen und empfindliche Zähne sind vorprogrammiert.

Nummer Zwei unserer Mythen der Zahngesundheit entsteht aus einem Missverständnis. Es ist tatsächlich ratsam, sich nach dem Essen die Zähne zu putzen. Doch bitte erst frühestens eine halbe Stunde später! Das liegt daran, dass der Zahnschmelz beim Essen mitunter leicht aufgeweicht wird. Putzen Sie zu früh die Zähne, können Sie ihn dadurch ebenfalls beschädigen. Warten Sie also lieber noch ein Weilchen, bis der Schmelz wieder erhärtet ist.

Märchenzeit ist Teezeit. Den Zähnen zuliebe aber bitte kein schwarzer Tee.

Dass schwarzer Tee schlecht für die Zähne ist, zählt ebenfalls zu den Mythen der Zahngesundheit. Das Gegenteil ist nämlich der Fall! Schwarzer Tee enthält Bitterstoffe, die Kariesbakterien das Leben schwer machen und so Zahnkrankheiten und Mundgeruch vorbeugen. Der wahre Kern dieses Märchens: schwarzer Tee kann bei regelmäßigem Konsum die Zähne verfärben. Und damit kommen wir schon zur nächsten Wundergeschichte.

Es ist nicht alles, wie es scheint – oder: Rauchen verfärbt nur oberflächlich

Auch Rauchen verfärbt bekanntlich die Zähne in einen unschönen Gelbton. Viele Raucher nehmen fälschlicherweise an, dass sich das nur auf die Zahnoberfläche bezieht. Fakt ist aber: Nach gewisser Zeit zieht die Verfärbung bis ins Dentin durch. Dann hilft auch keine Whitening-Zahnpasta, sondern nur eine professionelle Zahnreinigung.

Zähne so weiß wie Schnee … mit Whitening-Zahnpasta kein Problem

Generell ist Whitening-Zahnpasta übrigens nicht das, was Sie sich vielleicht darunter vorstellen. Zu einem der großen Mythen der Zahngesundheit zählt nämlich auch, dass man aufhellende Zahnpasta bedenkenlos nutzen kann. Um zu verstehen, warum Sie hier die Augen offen halten sollten, müssen wir uns die Wirkweise anschauen. Whitening-Zahnpasta basiert auf Schleifpartikeln, die Verfärbungen abtragen. Im Grunde kein Problem, denn die sind in allen Zahnpasten – jedoch in einer viel geringeren Anzahl. Und hier liegt der Knackpunkt: Nutzen Sie die aufhellende Zahnpasta mit der hohen Anzahl an Schleifpartikeln über lange Zeit täglich, tragen Sie auch hier wieder den Zahnschmelz ab. Was das zur Folge hat, wissen Sie aus Mythos 1.

Da sprach die Fee: „Hier sind 300 Sorten Zahnpasta. Finde die Wahre!“

Weiter geht’s mit Mythen der Zahngesundheit, die sich auf unsere Putzgewohnheiten beziehen. Einer der schwersten Entscheidungen ist wohl, eine Zahnpasta auszuwählen. Das Angebot ist riesig, die Versprechen groß und die Zeit vorm Regal nur begrenzt. Eine weit verbreitete Fehlannahme ist: Es ist egal, welche wir nehmen. Und das ist falsch. Denn nicht überall ist dasselbe enthalten und nicht jedes Produkt ist auch gut für gesunde Zähne. In diesem Beitrag haben wir Ihnen die wichtigsten Fakten zur Auswahl zusammengestellt.

Bis ans Ende ihrer Tage – meine Zahnbürste kann ich ewig nutzen

Nein, bitte nicht! Das ist einer der schlimmsten Mythen der Zahngesundheit. Allein schon aus Hygienegründen sollten Sie Ihre Zahnbürste etwa alle zwei Monate wechseln, nach einer Krankheit direkt. Das gilt für alle Infektionen von einer einfachen Erkältung über Herpes bis zur Zahnfleischentzündung. Nutzen Sie eine elektrische Zahnbürste, sollte da natürlich auch der Bürstenkopf regelmäßig getauscht werden.

Und es geschah, dass sie krank lag, denn sie hatte die Zahnfleischentzündung nicht ernst genommen

Zahnfleischentzündungen sind in den Augen vieler nur eine Lappalie, wegen der man nichts unternehmen muss. Das mag vielleicht stimmen, wenn die Entzündung nur kurz auftritt – wie zum Beispiel bei einer Menstruations-Gingivitis, die hormonell bedingt auftaucht und nach der Periode von selbst abklingt. Leiden Sie jedoch schon länger unter entzündetem Zahnfleisch, sollten Sie das unbedingt abklären lassen. Denn weitet sich die Entzündung aus, kann das böse Folgen für den gesamten Körper haben. Dieses Thema geht übrigens Hand in Hand mit einem weiteren von vielen Mythen der Zahngesundheit.

Blut ist im Schuh – und im Waschbecken. Aber das ist ja nicht schlimm.

Genau wie andere Veränderungen im Mund sollten Sie auch Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmen und damit lieber zum Zahnarzt gehen. Ausnahme: Sie benutzen nach längerer Zeit mal wieder Zahnseide und es blutet, weil Ihr Zahnfleisch diese Belastung nicht mehr gewöhnt ist. Das sollte sich jedoch schnell legen – andernfalls besteht Anlass zur Kontrolle.

Milchzähne müssen nicht gründlich gepflegt werden, die Zahnfee holt sie doch sowieso bald

Diesmal ein Mythos der Zahngesundheit, auf den Eltern besonders aufpassen sollten. Natürlich müssen Milchzähne genauso sorgsam gepflegt werden wie „richtige“ Zähne. Auch hier kann schon Karies auftreten, der nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch auf die bleibenden Zähne gefährdet. Außerdem legen Sie mit einer gründlichen Zahnpflege im Kindesalter schon die Grundlagen dafür, dass auch später noch ordentlich die Zähne geputzt werden.

Da hörte der Königssohn, dass es krachte, als wäre etwas zerbrochen – Zähneknirschen ist nicht schlimm

Ist es wohl! Nicht nur, dass durch den hohen Druck irgendwann auch die stabilsten Zähne zerbrechen können. Zähneknirschen ist meist ein Anzeichen für erhöhten Stress – und das sollten Sie ernst nehmen und etwas unternehmen. So schützen Sie nicht nur Ihre Zähne, sondern auch Ihre psychische und damit Ihre allgemeine Gesundheit. Gehen Sie nächtlichem Zähneknirschen deshalb bitte auf den Grund, wenn es länger anhält oder vermehrt auftritt.

Das Gift der Königin – Fluorid schadet uns

Nein, tut es nicht. Besonders nicht in den Mengen, die wir täglich zu uns nehmen. Zu den Mythen der Zahngesundheit zählt leider immer noch, dass Fluorid giftig ist. Das liegt an einer Verwechslung mit Fluor, verbunden mit Falschmeldungen auf Social Media. Genauere Infos haben wir Ihnen in diesem Beitrag über Fluorid zusammengestellt.

 

Ende gut, alles gut. Viele Mythen über Zahngesundheit sind tatsächlich nur das: Mythen. Lassen Sie sich davon nicht hinters Licht führen und sorgen Sie mit den Fakten aus diesem Beitrag dafür, dass Ihr Lächeln noch für lange Zeit strahlend bleibt.