Ein strahlendes und gesundes Lächeln kommt nicht von alleine. Nur wer seine Zähne richtig pflegt, kann sich langfristig über ein Lächeln freuen, das begeistert. Doch wie pflegen Sie Ihre Zähne richtig? Und weshalb hat die Wahl der Zahnpasta so eine große Bedeutung für Ihre Zahngesundheit? Antworten auf Fragen wie diese finden Sie in diesem Beitrag.

Die Qual der Wahl beim Zahnpasta-Kauf

Ob extrem weiß, besonders schonend oder außergewöhnlich frisch im Geschmack: Beim Blick auf die Zahnpasta-Regale deutscher Drogeriemärkte fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Zu groß ist die Auswahl und zu vollmundig sind die Produktversprechen, als dass sich Kunden guten Gewissens für eine Zahnpasta entscheiden könnten. Welche Zahnpasta ist die richtige? Und worauf kommt es bei der Auswahl überhaupt an?

Statt Antworten zu liefern, stiftet das vielfältige Angebot schnell Verwirrung, und leicht passiert es, dass ein Kunde nach langem Überlegen resigniert: Statt eine bewusste Auswahl zu treffen, greift er am Ende einfach zu derjenigen Zahnpasta, die gerade auf Augenhöhe liegt und deren Verpackung die meiste Aufmerksamkeit erzeugt. Das ist verständlich, doch wer auf seine Zahngesundheit Wert legt, sollte dem Thema Zahnpasta informierter begegnen, um vor dem Kauf handfeste Vergleichswerte parat zu haben.


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Wie eine Zahnpasta wirkt

Die grundsätzliche Aufgabe einer jeden Zahnpasta ist es, die Zähne gründlich zu reinigen und sie von Plaque zu befreien. Aus diesem Grund enthält sie neben sogenannten Putz- oder Schleifkörpern, die Ablagerungen entfernen, auch Tenside, die für den berühmten Schaum verantwortlich sind, der beim Zähneputzen entsteht und dazu dient, Speisereste oder Beläge zu lockern und auszuschwemmen. Darüber hinaus sind neben Wasser, Binde- und Konservierungsmitteln sowie Geschmacks- und Farbstoffen in jeder Zahnpasta auch verschiedene therapeutisch wirksame Substanzen zu finden, die von Produkt zu Produkt unterschiedlich ausgeprägt sind und beispielsweise entzündungshemmend, antimikrobiell, oder remineralisierend wirken können.

Der Preis ist kein Kriterium

Was ist Ihnen besonders wichtig? Wünschen Sie sich besonders weiße Zähne oder lockt Sie doch eher das versprochene Frischeerlebnis einer Zahnpasta? Verschiedene Produkte bedienen verschiedene Vorlieben, und so manche Zahnpasta präsentiert sich als wahres Wundermittel, das alle nur denkbaren Vorteile in sich vereint. Doch was ist an diesen Versprechen dran? Und sind die teuren Produkte tatsächlich die besten? Nicht unbedingt.

Tatsächlich hat die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden, dass sich hinter so mancher vermeintlich hochwertigen Zahnpasta ein minderwertiges Produkt verbirgt. Konkret untersuchten die Tester die Versprechen sogenannter Sensitiv-Zahnpasten und fanden dabei heraus: Nur weil ein Produkt teuer ist, muss es noch lange nicht gut sein. Ganz im Gegenteil: So manche Zahnpasta aus dem Discounter ist der hochpreisigen Konkurrenz um Längen voraus.

Was bei einer Zahnpasta wirklich wichtig ist

Flouride

Eine gute Zahnpasta verfügt über einen hohen Fluoridgehalt, um die Zähne bestmöglich schützen zu können und sie widerstandsfähiger gegen Bakterien und Säuren zu machen. Wie wichtig das für Ihre Zahngesundheit ist, haben wir in diesem Beitrag bereits besprochen. Wenn Sie in Sachen Fluorid auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie Ihre Zähne zusätzlich zur normalen Zahnpflege auch noch regelmäßig mit einem Fluoridgel behandeln, das den natürlichen Schutz Ihrer Zähne verstärkt.

Die einzige Ausnahme von der Regel: Wenn Sie nach der passenden Zahnpasta für Ihren Nachwuchs suchen, sollten Sie auf spezielle Kinderzahnpasten zurückgreifen. Sie verfügen nicht nur über einen besonders angenehmen Geschmack, sondern haben auch einen äußerst geringen Fluoridgehalt. Gemessen wird dieser Gehalt in „ppm“, was für „parts per million“ oder „Teile pro Million“ steht. Zahnpasten für Kleinkinder enthalten in der Regel einen Fluoridgehalt von etwa 500 ppm, und zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensjahr sollte der Wert zwischen 1000 und 1450 ppm betragen. Danach können Sie Ihre Kinder auch bedenkenlos höherdosierte Zahnpasten für Erwachsene verwenden lassen.

Schleifkörper

Ein weiterer Punkt, auf den Sie bei der Wahl Ihrer Zahnpasta achten sollten: Wählen Sie ein Produkt aus, das eine bestimmte Menge an Schleifkörpern (wie beispielsweise Kreide oder Kieselsäure) nicht überschreitet.
Grundsätzlich sind diese Schleifkörper zwar äußerst sinnvoll – ohne sie könnten Ablagerungen nicht gründlich genug entfernt werden –, doch ihr Einsatz hat Grenzen. Sind zu viele Schleifkörper in einer Zahnpasta enthalten, greifen sie den Zahnschmelz an und nehmen den Zähnen somit ihr natürliches Schutzschild. Einen guten Anhaltspunkt, ob Ihre Zahnpasta noch säubert oder schon schadet, bietet der sogenannte Relativ Dentin Abrasion (RDA) Wert. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist auch der Abrieb und desto eher schädigt die Zahnpasta den Zahnschmelz.

Wollen Sie auf der sicheren Seite sein, empfiehlt sich ein Wert zwischen 35 und 80 – bei empfindlichen Zähnen sogar nur ein Wert zwischen 35 und 50. Manche Zahnpasten übersteigen diese Empfehlung um ein vielfaches. So können etwa spezielle Zahncremes, die besonders weiße Zähne versprechen, Werte um 200 aufweisen – und damit großen Schaden anrichten. Welche Optionen besser geeignet sind, um strahlend weiße Zähne zu bekommen, können Sie hier nachlesen.

Fazit

Wenn Sie bei Ihrem nächsten Einkauf auf den RDA-Wert und den Fluoridgehalt der gewählten Zahnpasta achten, kann nicht mehr viel schief gehen – vorausgesetzt natürlich, dass Sie sich nicht nur auf die Zahnpasta alleine verlassen, sondern zudem auch noch die richtige Putztechnik anwenden. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie in Sachen Zahngesundheit alles richtig machen, wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt. Er kann Ihnen genau sagen, wie es um Ihre Zähne bestellt ist und welche Zahnpasta für Ihre individuellen Bedürfnisse am besten geeignet ist.

 

Fotoquelle Titelbild: © fotolia / bernardbodo