Ist ein Zahn nicht mehr zu retten, dann muss Ersatz her. Doch viele Patienten sorgen sich, dass die Zahnlücke zugleich ein tiefes Loch in das Haushaltsbudget schlägt. Was darf guter Zahnersatz kosten, und wovon hängt die Höhe der Zahnarzt-Rechnung konkret ab? Erfahren Sie hier, welche Faktoren die Preise für Zahnersatz beeinflussen und warum ein attraktives Lächeln für jeden bezahlbar ist.

Preise für Zahnersatz berechnen sich individuell

„Wie viel kostet ein Zahnimplantat?“ – Eine häufige und berechtigte Patientenfrage, die wir in diesem Artikel leider nicht konkret beantworten werden. Aus zwei Gründen: erstens weil wir es nicht dürfen, und zweitens weil wir es nicht können.

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet es Ärzten in Deutschland, pauschale Preise für Zahnersatz zu nennen. Und das wäre auch nicht sinnvoll, denn die Kosten können sich von Patient zu Patient stark unterscheiden. Sie erhalten in der Zahnarzt-Praxis immer eine individuell auf Sie zugeschnittene Behandlung, einen Standard-Ablauf gibt es nicht. Erst nach einer persönlichen Untersuchung kann der Zahnarzt daher einen konkreten Kostenvoranschlag machen.

Selbstverständlich ist uns Kostentransparenz wichtig. Daher möchten wir Sie hier informieren, wie sich die Preise für Zahnersatz genau zusammensetzen und welche Faktoren Einfluss auf die Kosten haben.

Preise für Zahnersatz: Diese Komponenten sind entscheidend

1. Individueller Gebisszustand

Auch einen völlig zahnlosen Kiefer kann der Zahnarzt heute problemlos mit Zahnersatz versorgen, der den eigenen Zähnen in nichts nachsteht! Doch natürlich wird die Behandlung umso teurer, je mehr Zähne bereits fehlen.

2. Vorbehandlungen

Zahnersatz rein und fertig – das spielt es in vielen Fällen leider nicht. Oft muss der Zahnarzt zuerst Vorerkrankungen wie eine Parodontitis in den Griff bekommen, bevor der Patient mit neuen Zähnen versorgt werden kann. Die Kosten dafür trägt im Normalfall die Krankenkasse.

Werden Zahnimplantate („künstliche Zahnwurzeln“) gesetzt, dann braucht es einen ausreichend starken Kieferknochen, damit der Zahnersatz festen Halt findet. Eine zu schlechte Knochenqualität macht manchmal einen Knochenaufbau erforderlich, was Arzt und Patient etwas Geduld abverlangt. Durch moderne Implantationsmethoden ist dieser zeit- und kostenintensive Schritt aber häufig vermeidbar!

3. Art des Zahnersatzes

Zahnlücken lassen sich auf verschiedene Art und Weise schließen: durch herausnehmbare Prothesen, Einzelkronen, Brückenversorgungen oder festsitzenden Zahnersatz auf Implantat-Basis.

Herausnehmbare Voll- oder Teilprothesen sind vergleichsweise kostengünstig, bei Patienten aber nicht sonderlich beliebt. Implantatgestützte feste Zähne stellen die derzeit funktionell und ästhetisch hochwertigste Variante dar, sind aber auch entsprechend teurer.

4. Material

Die Preise für Zahnersatz hängen auch vom verwendeten Material ab. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten bedeutsame Fortschritte erzielt! Heute stehen uns High-Tech-Werkstoffe mit ausgezeichneten Materialeigenschaften zur Verfügung, wie beispielsweise Zirkonium-Oxid („keramischer Stahl“) oder Titan. Für Zahnersatz aus solchen hochwertigen Materialien greifen Sie etwas tiefer in die Tasche.

5. Diagnose- und Untersuchungsmethoden

Um Ihren Zahnersatz zu planen und optimal anzupassen, muss sich der Zahnarzt im wörtlichen Sinn ein exaktes Bild von ihrem Gebisszustand machen. Anstatt herkömmlicher Röntgen-Aufnahmen fertigt man heute oft 3D-Scans an. Die digitale 3D-Röntgen-Technologie liefert absolut präzise Bilder und ermöglicht dadurch eine besonders sichere und schonende Behandlung. Allerdings ist sie mit etwas höheren Kosten verbunden.

6. Labor und Fertigung

Den Zahnersatz selbst fertigt nicht der Zahnarzt, sondern das Dentallabor an. Auf diesen Kostenfaktor hat der Zahnarzt somit keinen unmittelbaren Einfluss. Die Laborkosten können aber einen erheblichen Anteil an den Preisen für Zahnersatz ausmachen! Denn auch in den Zahnlaboren haben mittlerweile High-Tech-Verfahren Einzug gehalten.

Auf Basis digitaler Scan-Daten lässt sich Zahnersatz heute computergestützt bis ins kleinste Detail planen. Das ermöglicht absolut präzise, zuverlässige und passgenaue Ergebnisse.

7. Behandlungs- bzw. Operationsmethode

Das Einsetzen einer Einzelkrone ist vergleichsweise wenig aufwendig. Bei komplizierten Brückenkonstruktionen oder Zahnimplantaten sitzen Sie dagegen etwas länger am Behandlungsstuhl. Implantate („künstliche Zahnwurzeln“) verlangen einen kleinen operativen Eingriff. Der Zahnarzt muss den Kieferknochen freilegen und ein passgenaues Loch für jedes Zahnimplantat bohren.

Neuartige Verfahren haben den Aufwand aber erheblich reduziert. Heute stehen uns wesentlich kleinere und schlankere Implantatschrauben zur Verfügung, die durch ihr spezielles Design dennoch hoch belastbar sind. So kommt man mit insgesamt weniger Implantaten aus. Dadurch haben sich auch die Preise für den Zahnersatz deutlich verringert – oft auf ein Drittel der früher üblichen Implantatkonstruktionen!

8. Dienstleistung des Zahnarztes

Auch das Zahnarzthonorar beeinflusst die Preise für Zahnersatz. Prinzipiell ist der Zahnarzt bei seiner Preisgestaltung nicht völlig frei, sondern muss sich an der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) orientieren. Dabei bleibt ihm aber ein gewisser Spielraum offen. Von seinen Einnahmen bezahlt der Zahnarzt unter anderem die Gehälter seiner Mitarbeiter und die Praxismiete. Da das Lohnniveau und die Mietpreise von Bundesland zu Bundesland etwas variieren, sind auch die Zahnarzthonorare nicht völlig einheitlich.

9. Medikamente

In den Preisen für Zahnersatz sind auch die Medikamente eingeschlossen, die der Zahnarzt bei der Behandlung verwendet. Dabei handelt es sich in erster Linie um Schmerz- und Betäubungsmittel. Meist ist die Versorgung mit Zahnersatz unter örtlicher Betäubung möglich. In komplizierten Fällen oder bei Angst-Patienten finden Eingriffe manchmal auch unter Vollnarkose statt. Das verursacht etwas höhere Kosten.

10. Garantie

Oft bieten Zahnärzte Garantieleistungen an: Sie verpflichten sich, Nachbesserungen, Neuanfertigungen oder Reparaturen innerhalb eines bestimmten Zeitraums kostenlos durchzuführen. Die Gewährleistung bedeutet für Sie als Patient erhebliche Kostensicherheit!

Zahnersatz: Das zahlt die Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) leistet bei Zahnersatz einen Festzuschuss. Dieser orientiert sich an der sogenannten Regelversorgung, also an der günstigsten Behandlungsmethode. 50 bis maximal 80 Prozent der Kosten für die Regelversorgung übernimmt die Krankenkasse, den Rest bezahlen Sie aus eigener Tasche. Wer auf hochwertigen Zahnersatz Wert legt, sollte daher über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken.

Jetzt persönlich beraten lassen!

Wenn Sie sich für Zahnersatz interessieren, bieten wir Ihnen gerne ein persönliches Beratungsgespräch inklusive Erstuntersuchung an. Im Rahmen dieser Beratung können wir auch konkretere Aussagen zu den Preisen für Zahnersatz treffen.

Eine Erstberatung in unserer Praxis kostet Sie pauschal 150 Euro. Dieser Betrag wird Ihnen auf eine Folgebehandlung zu 100 Prozent gutgeschrieben.