Vor dem Weg ins Büro und vor dem Zubettgehen noch einmal schnell mit der Zahnbürste durch den Mund gehen, ausspülen, fertig – so sieht bei vielen Menschen die Zahnpflege-Routine aus. Mit echter Zahnpflege hat das aber kaum etwas zu tun. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche fünf Produkte für strahlende Zähne unverzichtbar sind!

Hand aufs Herz: Wieviel Zeit investieren Sie täglich in Ihre Zahnpflege? Für viele ist es schon damit getan, kurz die Zähne zu schrubben. Ob sie dabei die richtige Putztechnik und Zahnbürste nutzen wird völlig außer Acht gelassen – von ergänzenden Zahnpflege-Produkten ganz zu schweigen. Zahnkrankheiten wie Karies und Parodontitis sind da vorprogrammiert, obwohl sie leicht zu vermeiden wären. Schauen wir uns deshalb an, wie Ihre Zahnpflege ab heute aussehen sollte!

Zahnbürste – Ihr wichtigstes Werkzeug für die Zahnpflege

Die gute alte Zahnbürste – manchmal schon so gut und alt, dass sie viel zu lange nicht gewechselt wurde. Ihre Zahnbürste kommt täglich mit Bakterien und Speiseresten in Kontakt und sollte deshalb spätestens nach drei Monaten gewechselt werden. Ob es sich dabei um eine elektrische oder eine Handzahnbürste handelt, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist für Ihre Zahnpflege vor allem die richtige Putztechnik: In kleinen, rüttelnden oder kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch weg und dabei die Innen- und Außenseiten nicht vergessen.

Für gründliches Zähneputzen sollten Sie mindestens zweimal täglich drei Minuten einplanen. Setzen Sie dazu auf eine mittelharte Zahnbürste mit einem nicht zu großen Bürstenkopf und achten Sie darauf, nicht zu viel Druck auszuüben. Denn was vielleicht beim Töpfe schrubben effektiver ist, schädigt Ihren Zahnschmelz und bietet Karies und Co. somit bessere Chancen auf ein neues Eigenheim. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Zahnbürste nach dem Zähneputzen zu reinigen und so aufzubewahren, dass sie leicht trocknen kann.

Zahnpasta – aber welche ist die richtige?

Zahnpasta mit Fluorid, ohne Fluorid, mit Minze, Kräutermix oder pur, mit Aktivkohle, in Tablettenform für die Umwelt – oder einfach komplett drauf verzichten und einfach eine Backpulvermischung anrühren? Das Zahnpasta-Sortiment kann schnell zur ungeahnten Herausforderung werden und dann ist die Versuchung groß, sich einfach die erstbeste in den Wagen zu legen. Was soll schon groß passieren? Wenn Sie nicht die richtige nehmen, wird vor allem eins nicht passieren: gesunde Zähne.

Zahnpasta ist ein wichtiger Faktor in Sachen Zahnpflege. Und auch wenn die grundlegenden Inhaltsstoffe im Wesentlichen gleich sind, sollten Sie hier nicht wahllos zugreifen. Diese Punkte helfen Ihnen bei der Auswahl:

  • Achten Sie darauf, dass die Zahnpasta Fluorid enthält; bestenfalls 1000-1500 ppm. Entgegen vieler Posts in sozialen Netzwerken und „Studien“ aller Art ist Fluorid in diesen Mengen ganz und gar nicht schädlich für Ihre Gesundheit. Im Gegenteil: Ihre Zähne brauchen Fluorid, um den Zahnschmelz zu stärken und zu reparieren – und so die natürliche Barriere gegen Karies aufrecht zu erhalten.
  • Verzichten Sie auf Zahncreme mit Aufhell-Effekt. Die darin enthaltenen Schleifkörper schaden Ihrem Zahnschmelz auf Dauer und sind für die tägliche Zahnpflege nicht notwendig. Unerwünschte Verfärbungen lassen Sie am besten durch Ihren Zahnarzt entfernen. Oder Sie beugen ihnen durch weniger Kaffee, Tee und Tabak selbst vor.
  • Schauen Sie nach, ob auf der Zahnpasta Ihrer Wahl ein RDA-Wert angegeben ist. Dieser zeigt, wie abrasiv das Produkt ist. Für freiliegende Zahnhälse oder bei der Nutzung elektrischer Zahnbürsten sollte dieser Wert unter 50 liegen. Ansonsten ist ein Wert bis 80 vertretbar.

Zahnseide und Interdentalbürsten – sauber bis in den letzten Winkel

Egal, wie gründlich Sie mit der Zahnbürste vorgehen: Damit erreichen Sie nur 70 % der Zahnoberflächen. Für wirklich gute Zahnpflege kommen Sie also um Zahnseide nicht herum – vor allem, wenn es in Ihrem Mund sehr eng ist. Verwenden Sie einmal täglich (am besten vor dem abendlichen Zähneputzen) Zahnseide oder Interdentalbürsten, um auch die Zwischenräume und engen Stellen von Belägen zu befreien. Als Technik empfehlen sich dabei Auf- und Ab-Bewegungen. Achten Sie aber darauf, Ihr Zahnfleisch nicht zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen.

Mundspülung – für den letzten Schliff

Abgerundet wird Ihr Zahnpflege-Ritual durch antibakterielle Mundspülung. Die sorgt nicht nur für ein extra sauberes Gefühl, sondern eliminiert auch die letzten Bakterien auf Zunge, Zähnen und im Rachenbereich. Bei diesem Produkt sollten Sie nur im Blick behalten, ob es zur täglichen Anwendung geeignet ist.

Zahngesunde Ernährung – ein wesentlicher Faktor für Zahnpflege

Ja, auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Zahnpflege. Wir alle wissen, dass unsere Zähne mit Zucker und Säure auf Kriegsfuß stehen. Komplett darauf verzichten möchten wir aber trotzdem nicht. Ein guter erster Schritt in Richtung zahngesunde Ernährung ist es daher schon, den Konsum solcher Lebensmittel zu beschränken. Am besten auf einen möglichst kleinen Zeitraum pro Tag. Für Ihre Zähne macht es zum Beispiel einen großen Unterschied, ob Sie das Glas Orangensaft in einigen Minuten austrinken oder über das gesamte Frühstück hinweg – denn je mehr Kontakt der Zahnschmelz mit Säure hat, desto stärker wird er angegriffen.

Verzichten Sie also weitgehend auf zuckerreiche und saure Lebensmittel und Getränke und putzen Sie sich etwa 30-60 Minuten nach dem Verzehr gründlich die Zähne. So nehmen Sie schädlichen Bakterien einerseits die Nahrung, geben Ihrem Zahnschmelz aber andererseits noch etwas Zeit, sich vor dem Zähneputzen wieder zu festigen. Ein weiterer Faktor, der in diesem Zusammenhang in Ihre Zahnpflege spielt, sind außerdem antibakterielle Lebensmittel wie Ingwer, Knoblauch oder Minze. Denn auch die helfen dabei, die Bakterienzahl in Ihrem Mund zu verringern und schützen so vor Karies und anderen Zahnkrankheiten.

Den Schlüssel zu gesunden Zähnen halten Sie selbst in der Hand! Mit der richtigen Zahnbürste, passender Zahncreme und ergänzenden Produkten steht guter Zahnpflege nichts mehr im Weg. Die Ernährung rundet das Ganze ab. Auf regelmäßige Zahnarztbesuche sollten Sie deshalb natürlich trotzdem nicht verzichten – aber mit den Tipps aus diesem Beitrag können Sie sich beim nächsten Mal ohne schlechtes Gewissen auf den Stuhl legen.