Einige Tassen Kaffee über den Tag verteilt, dazwischen etwas Obst, abends ein Glas Wein und danach die Zähne schrubben: Im Laufe Ihres Lebens macht der Zahnschmelz ganz schön viel mit – und das kann schnell zur Belastung werden. Wie Sie Ihren Zahnschmelz stärken und so für ein strahlendes Lächeln sorgen, lesen Sie hier.

Eins vorab: Der Zahnschmelz ist zwar die härteste Substanz des Körpers – doch ist er einmal weg, ist eine Regeneration entgegen vieler Versprechungen kaum noch möglich. Starke Abnutzung, beispielsweise durch Zähneknirschen, Zahnfehlstellungen oder zu hartes Putzen können schneller zu einem vorzeitigen Abbau führen, als manch einem lieb ist. Aber auch eine falsche Ernährung oder Refluxkrankheiten greifen Ihren Zahnschmelz an und sorgen dafür, dass er dünn und weich wird.

Daran erkennen Sie beschädigten Zahnschmelz

Zahnschmelzabbau ist ein natürlicher Prozess, der mit dem Alter kommt. Doch durch die eben genannten Einflüsse kann er auch frühzeitig abgebaut werden. Wer die Symptome rechtzeitig erkennt, kann die Schäden in Grenzen halten – denn letztendlich verursacht zu stark abgenutzter Zahnschmelz nicht nur brüchige Zähne, sondern erhöht auch das Risiko für Karies.

Die Kanten Ihrer Schneidezähne erscheinen durchsichtiger als sonst und kalte oder saure Lebensmittel bereiten Ihnen Beschwerden? Dann wird es höchste Zeit, etwas zu unternehmen. Zum Glück geht Zahnschmelz stärken ganz einfach – und in diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie es richtig machen.

Wie Ihnen die richtige Ernährung hilft, Ihren Zahnschmelz zu stärken

Zahlreiche Lebensmittel enthalten Stoffe, die grundsätzlich der Abwehr von Bakterien dienen und Ihnen nebenbei dabei helfen, Ihren Zahnschmelz zu stärken. Dazu zählen neben Zwiebeln, Käse und grünem Tee auch Birkenzucker (Xylit) oder fluoridiertes Speisesalz.
Doch zur zahngesunden Ernährung zählt nicht nur, was man isst, sondern vor allem auch, wie man isst.

Dass Säure und Zucker der Gesundheit Ihres Zahnschmelzes nicht unbedingt förderlich sind, wissen Sie sicher schon längst. Ein einfaches Glas Milch oder Wasser nach einer Mahlzeit helfen zum Glück schon, die Säure zu neutralisieren. Ebenso hilfreich ist es, den Verzehr säurehaltiger Lebensmittel nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Für Ihren Zahnschmelz macht es einen großen Unterschied, ob Sie den Genuss Ihres Fruchtsafts über ein langes Gespräch mit Kollegen ausdehnen, oder ob Sie es zügig trinken und mit einem Glas Wasser nachspülen.

Natürlich sollten Sie jetzt nicht zum Schutz Ihrer Zähne grundsätzlich alle zucker- und säurehaltigen Lebensmittel streichen – denn: Auch gesunde Lebensmittel wie Obst enthalten viel davon, sind aber als Teil einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung wichtig für Ihr Wohlbefinden. Es gilt: Die Menge macht´s.

Möchten Sie Ihren Zahnschmelz stärken, sollten Sie nach dem Essen außerdem mindestens eine halbe Stunde warten, bevor Sie sich die Zähne putzen. Warum? Ihr Zahnschmelz wird während des Essens angegriffen und braucht eine Weile zur Erholung. Putzen Sie hingegen direkt nach dem Essen, laufen Sie Gefahr, den Zahnschmelz nach und nach einfach wegzuputzen. Daraus folgt auch schon der nächste Tipp zum Zahnschmelz stärken.

Achten Sie auf eine angemessene Zahnpflege

Was gut gemeint ist, kann leider auch zum genauen Gegenteil führen. Durch die falsche Zahnpflege schaden Sie Ihren Zähnen mehr, als dass Sie Ihnen helfen und den Zahnschmelz stärken. Achten Sie daher auf:

  • Die richtige Zahnputztechnik
    Putzen Sie in kreisenden Bewegungen oder nach der sogenannten Bass-Methode, bei der Sie die Zahnbürste im 45°-Winkel am Zahnfleischrand ansetzen und rüttelnd nach unten bewegen. Achten Sie beim Zähneputzen darauf, nicht zu viel Druck auszuüben – schließlich wollen Sie den Zahnschmelz stärken und nicht wegschrubben.
  • Die richtige Zahnpasta
    Auch wenn Fluorid in den letzten Jahren immer wieder in Verruf geraten ist, stärkt es den Zahnschmelz, unterstützt die Remineralisierung und hilft effektiv, Karies vorzubeugen. Solange Sie nicht zweimal täglich eine ganze Zahnpasta-Tube essen, müssen Sie als Erwachsener auch keine Überdosierung oder Vergiftung befürchten. Achten Sie also neben einer fluoridhaltigen Zahnpasta auch darauf, dass das Produkt nicht zu viele Schleifkörper enthält. Sonst entfernen diese nicht nur Ablagerungen, sondern greifen auch den Zahnschmelz an und nehmen Ihren Zähnen somit ihren natürlichen Schutzschild.

Ist Ihr Zahnschmelz schon so beschädigt, dass Ihre Zähne schmerzempfindlich sind, kann in Absprache mit Ihrem Zahnarzt auch ein Fluoridgel helfen.

Nicht vergessen: Der regelmäßige Zahnarztbesuch

Auch wenn Sie zu Hause bereits eine Menge tun können, um Ihren Zahnschmelz zu stärken, sind regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt natürlich unumgänglich. So können Sie nicht nur sicherstellen, dass mit Ihren Zähnen alles im Lot ist, sondern auch eine professionelle Reinigung in Anspruch nehmen. Eine solche Reinigung ist besonders wichtig, denn auch bei der gründlichsten Zahnpflege erreichen Sie nicht alle Stellen. Die Folge: Bakterien aller Art setzen sich dort ab und zersetzen Ihren Zahnschmelz – wer will das schon?

Fazit

Auch mit dem heutigen medizinischen Stand lässt sich ein einmal zerstörter Zahnschmelz nicht wieder aufbauen. Möchten Sie unnötige und teure Behandlungen in Zukunft vermeiden, empfiehlt es sich also, Ihren Zahnschmelz zu stärken. Achten Sie deshalb auf eine zahnfreundliche Ernährung, die richtige Zahnpflege und schieben Sie Zahnarzttermine nicht auf die lange Bank – Ihr Zahnschmelz wird es Ihnen danken!

Auch wenn Zahnarztbesuche selten ein Vergnügen sind: Warten Sie bei Beschwerden trotzdem nicht zu lange. Je früher Zahnerkrankungen erkannt und behandelt werden, desto eher lassen sich die entstandenen Schäden in Grenzen halten.