Zahnschmuck ist die Möglichkeit, Ihre Zähne auf individuelle Weise noch mehr zum Strahlen zu bringen. Die kleinen Hingucker liegen wieder im Trend und es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen. Wie genau der Zahnschmuck auf Ihren Zähnen befestigt wird und ob dabei wirklich keine Gefahr für Ihr gesundes Lächeln besteht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zahnschmuck – Ein weiteres 90er It-Piece kehrt zurück

Bereits in den 90er Jahren war Zahnschmuck insbesondere bei Teenagern beliebt. Was damals nicht hochwertig aussah und selbst aufgeklebt wurde, gibt es mittlerweile in durchaus ästhetischer und professioneller Ausführung. Stars wie Katy Perry zeigen den wieder aufgekommenen Trend auf Instagram, der jetzt vor allem durch das Präsentieren von funkelndem Zahnschmuck in Form von bekannten Markenlogos, wie z.B. Nike oder Chanel, besticht.

Unter Zahnschmuck versteht man allgemein Accessoires, die auf den Zähnen getragen werden. Meist befinden sich die Schmuckstücke auf Eck- oder Schneidezahn, um zwar zur Geltung zu kommen, aber Ihrem natürlichen Lächeln dennoch nicht die Show zu stehlen. Als Material kommen Kristallglas, wie z.B. Swarovski, Edelstein, Metall oder Kunststoff zum Einsatz. Diese sind so bearbeitet, dass sie gut anzubringen sind und im Mund nicht stören. Der dezente Blickfang hält in der Regel zwischen einem halben und mehreren Jahren, kann aber auch jederzeit rückstandslos von Ihrem Zahnarzt entfernt werden.


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Zahnverschönerung auf dem Behandlungsstuhl

Zahnschmuck sollten Sie immer von Ihrem Zahnarzt anbringen lassen. Nur er kann die notwendige Diagnose erbringen, ob Ihre Zähne geeignet sind, und die entsprechende Vorbehandlung ausführen. Außerdem können Sie sich sicher sein, dass Ihr Zahnarzt nur professionelle Materialien verwendet, die Ihren Zähnen nicht schaden. Deshalb Finger weg von Zahnschmuck-Sets zum Selbstaufkleben aus dem Internet!

Wie bei jeder kosmetischen Zahnbehandlung beginnt der Prozess beim Anbringen des Zahnschmucks mit einer professionellen Zahnreinigung. Anschließend muss die ausgewählte Stelle poliert werden. Dann wird ein lichthärtender Spezialklebestoff aufgetragen, der in dieser Form auch beim Einsetzen von Zahnspangen und Vollkeramik-Zahnkronen verwendet wird. Nun folgt der große Moment: Der Zahnschmuck wird eingesetzt und kann noch minimal verschoben werden, bevor der Kleber mithilfe der Lichthärtelampe ausgehärtet wird. Dies dauert nur 15 Minuten und dann sitzt Ihr Zahnschmuck fest.

Es gibt nur wenige Gründe, warum Ihnen Ihr Zahnarzt keinen Zahnschmuck empfehlen wird. Sollte eine Allergie gegen den verwendeten Kleber oder die Materialien, aus denen das Schmuckstück angefertigt wurde, bekannt sein, sollten Sie Ihre Zähne besser durch ein Bleaching noch mehr zum Strahlen bringen. Weitere Gründe, die gegen Zahnschmuck sprechen, sind Kariesbefall an mehreren Zähnen sowie Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis. Menschen mit Immunabwehr-Erkrankungen sollten sich zudem keinen Zahnschmuck aussuchen, der komplette Zähne überdeckt wie beispielsweise sogenannte Grillz.

Entfernung von Zahnschmuck und Nebenwirkungen

Ihr Zahnarzt kann den Zahnschmuck jederzeit problemlos entfernen, falls er Ihnen nicht mehr gefällt oder er sich nicht von selbst ablöst. Dazu verwendet Ihr Zahnarzt ein Spezialinstrument, um das Schmuckstück vom Zahn zu lösen. Anschließend werden Kleberückstände wegpoliert. Um dem Zahnschmelz bei seiner vollständigen Regeneration zu helfen, wird zusätzlich noch ein Fluoridgel auf die Stelle aufgetragen. Ihr Zahn bleibt somit ohne Rückstände oder Beschädigungen.

Auch während der Zahnschmuck sich noch in Ihrem Mund befindet, stellt er für Sie und Ihre Zähne keine Gefahr dar. Sie müssen lediglich weiterhin sehr sorgfältig auf Ihre Mundhygiene achten, da sich auf der durch den Zahnschmuck geschaffenen unregelmäßigen Oberfläche leichter bakterielle Zahnbeläge bilden. Sollten Sie sich nicht gut genug um Ihre Zähne kümmern, kann es zu Karies, Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis kommen. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig, ob der Zahnschmuck noch gut hält, insbesondere wenn Sie ihn schon länger tragen. Sollte er sich unbemerkt ablösen, kann es sein, dass er verschluckt wird oder Sie darauf beißen. Der Zahnschmuck ist allerdings so klein, dass er in der Regel von Ihrem Körper ohne Schäden zu hinterlassen wieder ausgeschieden wird. Ansonsten besteht die einzige Gefahr darin, den Schmuck einzuatmen, sodass er von einem Arzt entfernt werden muss, falls er nicht abgehustet werden kann.

Viele Möglichkeiten für Zahnschmuck

Neben den zur Verfügung stehenden Materialien, können Sie auch zwischen verschiedenen Arten des Zahnschmucks wählen, um Ihrem Accessoire eine ganz persönliche Note zu verleihen. Der Preis ist dementsprechend auch abhängig von Material und Form des Zahnschmucks. Zwischen folgenden Ausführungen können Sie wählen:

  • Skyce: Hierbei handelt es sich um eine besonders beliebte und glitzernde Form des Zahnschmucks. Verwendet werden glänzende Schmucksteine aus hochwertigem Kristallglas, z.B. von Swarovski. Ihr Durchmesser beträgt 1,8-2,6mm und ist somit nicht störend im Mund. Die Rückseite ist verspiegelt, sodass der Zahnschmuck schöne Lichtreflexe macht. Skyce werden von Ihrem Zahnarzt so verklebt, dass Sie für eine lange Zeit Ihre Zähne verschönern.
  • Dazzler: Diese Variante ist relativ klein und unauffällig. Sie besteht aus einer dünnen Goldfolie mit Spezialbeschichtung, die dauerhaft auf die Zähne aufgeklebt wird.
  • Twinkles: Wer insbesondere Wert legt auf eine große Formauswahl, wird sich vermutlich für Twinkles entscheiden. Besonders beliebt sind Sterne, Herzen, Tiere und inzwischen auch Markenlogos. Der Schmuck besteht aus dünnen Halbreliefs aus Gold oder Weißgold. Zusätzlich kann das Accessoire mit einem eingefassten Kristall, Halbedel- oder Edelstein verziert werden. Auch diese Variante verbleibt dauerhaft im Mund.
  • Zahn-Tattoos: Noch unsicher, ob Zahnschmuck auch etwas für Sie ist, oder wollen Sie das Accessoire nur für einen besonderen Anlass tragen? Dann sind Zahn-Tattoos das Richtige für Sie. Die kleinen farbigen Miniaturbildchen werden ebenfalls aufgeklebt. Das Besondere ist allerdings, dass sich die Folie nach einiger Zeit von selbst ablöst, ohne dass Sie nochmals Ihren Zahnarzt aufsuchen müssen.
  • Grillz: Diese massive Variante ist zugegeben definitiv nichts für jeden. Ähnlich einem Mundschutz beim Sport werden Metallklappen über die Zähne gestülpt. Verdeckt werden somit die gesamten oberen und unteren Schneidezähne. Erhältlich ist diese Form entweder als One Size, die mit Silikon angepasst wird, oder als speziell für Sie im zahntechnischen Labor an Ihren Kiefer angepasste Ausführung. Grundmaterial sind Gold, Silber oder Platin, welches dann mit Schmucksteinen oder Schriftzügen weiter verziert werden kann.

Zahnschmuck ist also keineswegs mehr schädlich für Ihre Zähne, sondern feiert jetzt sein Comeback als strahlender Hingucker. Bei richtiger Pflege kann es für lange Zeit Ihre Zähne schmücken und kann dabei jederzeit von Ihrem Zahnarzt rückstandslos entfernt werden. Falls Sie noch unschlüssig sind, ob Sie sich für einen Zahnschmuck entscheiden möchten und welche Ausführung für Sie die richtige ist, berät Sie Ihr Zahnarzt gerne.