Zahnfüllung © Fabio Balbi/shutterstock.com

Zahnfüllungen bei Karies – welche Möglichkeiten gibt es?

Die wahrscheinlich älteste Zahnfüllung der Welt haben Forscher bei einem archäologischen Fund in Norditalien entdeckt: eine Mischung aus Erdharz, Pflanzenfasern und menschlichen Haaren. Damit hat ein „Steinzeit-Zahnarzt“ vor rund 13.000 Jahren kariesdurchlöcherte Zähne verschlossen. Heute steht uns zum Glück ein ganzes Arsenal modernster Materialien zur Verfügung. Lesen Sie hier, welche Arten von Zahnfüllungen es gibt und wie der Zahnarzt für jeden Patienten die passende Lösung findet.

Wann braucht man eine Zahnfüllung?

Mit einer Zahnfüllung kann der Zahnarzt „Löcher“ im Zahn versiegeln oder andere Defekte an der Zahnsubstanz beheben. Das ist wichtig, um weiteren Schäden vorzubeugen und die normale Kaufunktion sicherzustellen. Umgangssprachlich nennt man Zahnfüllungen auch Plomben. Für eine Füllungstherapie muss noch ausreichend gesunde Zahnsubstanz vorhanden sein. Sind große Bereiche des Zahnes zerstört, wird der Zahnarzt eher eine Krone anbringen.

Verantwortlich für die zu behandelnden Zahn-Defekte ist in den meisten Fällen Karies. Haben Karies-Bakterien ein Loch in den Zahn gefressen, dann muss der Zahnarzt die befallene Stelle zunächst akribisch sauber bohren. Erst wenn das erkrankte Zahnmaterial restlos entfernt ist, wird das entstandene Loch mit einer Zahnfüllung verschlossen.

Zahnfüllungen: Welche Arten gibt es?

Grundsätzlich hat der Zahnarzt bei Zahnfüllungen zwei Möglichkeiten: Er kann weiche, formbare Füllmaterialien in das Loch einbringen, die erst danach aushärten – man spricht auch von plastischen Füllungen. Oder er fertigt eine feste Füllung im Labor an und passt sie anschließend in den Zahn ein. Das sind die sogenannten Einlagefüllungen oder Inlays.

Plastische Füllungen sind kostengünstiger und haben den Vorteil, dass weniger Zahnsubstanz abgetragen werden muss. Sie können sich aber mit der Zeit abnutzen und kaputt gehen oder herausfallen. Einlagefüllungen sind aufwendiger und teurer in der Herstellung, dafür aber meist länger haltbar.

Plastische Füllmaterialien

Amalgam: Der kostengünstige Klassiker

Amalgam zählt zu den ältesten zahnärztlichen Werkstoffen. Es handelt sich um eine Mischung aus den Metallen Silber, Quecksilber, Kupfer und Zinn. Amalgam lässt sich im weichen Zustand unkompliziert verarbeiten. Einmal ausgehärtet, ist es robust und langlebig und daher auch für größere Defekte an den Kauflächen geeignet. Die silber-schwarze Farbe wirkt allerdings nicht sehr ästhetisch. Weil Amalgam kostengünstig ist, zählt es in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Regelversorgung für Backenzähne.

Viele Patienten sorgen sich wegen des enthaltenen Quecksilbers. Eine Gesundheitsgefährdung durch Amalgam-Zahnfüllungen konnte bis jetzt zwar nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Trotzdem hat die Europäische Union die Verwendung von Amalgam nun per Verordnung eingeschränkt. Seit Juli 2018 sollen Amalgam-Füllungen bei Kindern, schwangeren und stillenden Patientinnen vorsichtshalber nicht mehr verwendet werden.

Komposit: Die diskrete Lösung

Komposit-Füllungen sind besser bekannt als Kunststoff-Füllungen. Dabei bestehen sie nur zu etwa 20 Prozent aus Kunststoff, 80 Prozent des Materials machen feinst vermahlene Quarz- und Glaspartikel aus. Sie bewirken, dass Komposit-Füllungen im ausgehärteten Zustand vergleichsweise formstabil und langlebig sind. Ihr großer Vorteil ist, dass sie zahnfarben und damit wesentlich diskreter als Amalgam-Füllungen sind. Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt Komposit-Füllungen für Behandlungen im Frontzahnbereich.

Bei kleinen Defekten kann der Zahnarzt das weiche Füllmaterial in nur einem Arbeitsschritt in den Zahn einbringen und anschließend mit einem speziellen Licht behandeln, damit es aushärtet. Bei etwas größeren Defekten wendet er das sogenannte Mehrschichtverfahren an. Dabei trägt er Schritt für Schritt mehrere dünne Schichten des Füllmaterials auf, die nacheinander fest werden müssen. Das soll verhindern, dass das Material beim Aushärten schrumpft und zwischen Zahn und Zahnfüllung ein kleiner Spalt entsteht, in dem sich später wieder Karies bilden könnte.

Glasionomer-Zement: Das Provisorium

Glasionomer-Zement wurde speziell für zahnärztliche Behandlungen entwickelt. Es enthält Fluorid, welches nach und nach aus der Zahnfüllung freigesetzt wird. Das schützt vor einer neuerlichen Karies-Entwicklung an den Füllungsrändern.

Zementfüllungen brechen allerdings leicht und sind daher nicht als Dauerlösung gedacht. Der Zahnarzt verwendet sie hauptsächlich als Übergangslösung für Patienten, die eine Einlagefüllung bekommen sollen, oder bei Kindern im Milchgebiss.

Einlagefüllungen (Inlays)

Gold: Unübertroffen in Sachen Haltbarkeit

Zahnfüllungen aus Gold sind jahrzehntelang haltbar und sehr gut verträglich, Allergien gegen das Edelmetall sind nicht bekannt. Das Material lässt sich gut verarbeiten und schmiegt sich lückenlos an die Zahnoberfläche an, was wichtig ist, damit sich in der Randspalte nicht neuerlich Karies bildet. Der Zahnarzt setzt die Goldfüllung übrigens nicht in einem Stück ein, sondern trägt Schicht um Schicht eine hauchdünne Goldfolie auf.

Trotz seiner ausgezeichneten Materialeigenschaften kommt Gold als Zahnfüllung eher selten zum Einsatz. Der Grund dafür ist neben dem stolzen Preis vor allem die unübersehbar metallische Farbe.

Keramik: Für höchste ästhetische Ansprüche

Der Rolls Royce unter den Füllmaterialien ist derzeit Keramik. Das Material besticht durch sein absolut natürliches Aussehen, man kann es farblich exakt an die Zähne des Patienten anpassen. Keramik eignet sich daher auch für Füllungen im Frontzahnbereich. Darüber hinaus sind Keramik-Inlays bestens bioverträglich, beeinträchtigen den Geschmackssinn nicht und leiten Temperaturreize nicht an den Zahnnerv weiter.

Allerdings ist die Herstellung eines Keramik-Inlays relativ aufwendig, was sich auch im Preis niederschlägt. Die Behandlung erfordert normalerweise zwei Termine. Beim ersten Termin nimmt der Zahnarzt einen Abdruck und verschließt das Loch mit einer provisorischen Füllung. Der Abdruck dient anschließend als Vorlage für den Zahntechniker, der die Zahnfüllung im Labor in einem aufwendigen Verfahren anfertigt. Beim zweiten Termin setzt der Zahnarzt die Keramikfüllung ein und passt sie gegebenenfalls noch an.

Dank neuester Digitaltechnik ist es seit einiger Zeit möglich, Keramikfüllungen zeitsparend in nur einem Behandlungstermin einzusetzen. Dabei nimmt eine computergestützte Messkamera einen „digitalen Abdruck“ des Zahnes und leitet die Daten an ein Computerprogramm weiter. Der Computer berechnet die exakte Form der Zahnfüllung, anschließend wird das Inlay vollautomatisch aus einem Keramikblock herausgefräst.

Welche Zahnfüllung für welchen Zweck?

Welches Füllmaterial das beste ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, denn das hängt vor allem vom Einsatzzweck ab:

  • Bei größeren Defekten im Backenzahnbereich muss das Füllmaterial besonders stabil und belastbar sein, damit es den hohen Kaukräften standhält. Geeignet sind in erster Linie Amalgam-Füllungen und Einlagefüllungen aus Gold oder Keramik.
  • Für kleinere Defekte im Backenzahnbereich kann der Zahnarzt auch die im Vergleich etwas weniger robusten Komposit-Füllungen verwenden.
  • Im Frontzahnbereich muss eine Zahnfüllung neben medizinischen vor allem ästhetische Ansprüche erfüllen. Gut geeignet sind Komposit-Füllungen sowie Füllungen aus Keramik oder Glasionomer-Zement.Die Haltbarkeit einer Zahnfüllung hängt übrigens auch von der Pflege ab. Penible Zahnhygiene ist der beste Schutz davor, dass die Plombe schon nach wenigen Jahren herausfällt oder ausgetauscht werden muss.

Die Haltbarkeit einer Zahnfüllung hängt übrigens auch von der Pflege ab. Penible Zahnhygiene ist der beste Schutz davor, dass die Plombe schon nach wenigen Jahren herausfällt oder ausgetauscht werden muss.

 

Fotoquelle Titelbild: © Fabio Balbi/shutterstock


Zahnschiene © fotolia / RioPatuca Images

Eine Zahnschiene für schöne Zähne oder gegen Verspannungen – die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten im Überblick

Zahnschienen sind Allround-Talente. Die dünnen Kunststoff-Schienen werden über die Zähne gelegt und helfen ihren Trägern auf diese Weise bei unterschiedlichen Problemen. Die verschiedenen Zahnschienen-Typen ähneln sich in ihrer Herstellungsweise und Materialbeschaffenheit, variieren aber bezüglich Tragedauer und Wirkweise. Bei welchen Therapien Zahnschienen zum Einsatz kommen, erfahren Sie im heutigen Beitrag.

Zahnschienen als Schutz bei Risikosportarten

40% der Zahn- und Mundverletzungen passieren beim Sport. In 80% der Fälle sind dabei die vorderen Schneidezähne betroffen. Sobald eine Sportart geprägt ist von Körperkontakt, Sturzgefahr oder einer Gefahr durch verwendete Sportgeräte, ist das Tragen einer Zahnschiene als Mundschutz sinnvoll, insbesondere für Kinder aufgrund ihres geringeren Risikobewusstseins. Eine Sportler-Zahnschutzschiene minimiert das Risiko, das ein oder mehrere Zähne beschädigt oder sogar ausgeschlagen werden. Somit erspart sich der Träger auch eine kostspielige und teilweise schmerzhafte Behandlung nach einem Zahnunfall.

Zahnschienen angepasst an Sportler und Sportart

Zahnschienen schützen nicht nur die Zähne des Sportlers, sondern auch die Mundschleimhaut, die Zunge, die Lippen, den knöchernen Kiefer und die Kiefergelenke. Außerdem reduziert sich die Gefahr einer Gehirnerschütterung, da dank der Zahnschiene Kräfte, die auf den Kopf wirken, gleichmäßiger verteilt werden. Der Mundschutz variiert je nach Sportart in Festigkeit und Dicke. Zahnschienen beim American Football sind beispielsweise wesentlich fester als Zahnschienen beim Baseball.

Zusätzlich gibt es verschiedene Typen von Sport-Zahnschienen, die sich im Wesentlichen in ihrer Herstellung und individuellen Anpassung unterscheiden.

  • Typ A: Hierbei handelt es sich um eine Gummischiene, die lediglich durch das Zusammenbeißen der Zähne in Position gehalten wird. Daher bietet sie auch keinen optimalen Schutz.
  • Typ B: Diese Zahnschiene besteht aus thermoplastischem Material, das durch kochendes Wasser verformbar gemacht wird. Diese weiche, vorgeformte Schiene wird dann an den Kiefer des Sportlers angepasst. Allerdings garantiert sie keine dauerhaft optimale Passform.
  • Typ C: Den bestmöglichen Schutz bietet ein individuell hergestellter Mundschutz aus dem zahntechnischen Labor. Anhand eines Gipsmodells, das durch eine Abformung des Kiefers hergestellt wurde, wird die Zahnschiene angefertigt, sitzt dauerhaft passend auf den Zähnen und bedeckt teilweise auch das Zahnfleisch.

Zahnschiene als Ersatz zur Zahnspange

Etwa 60% der Kinder und Jugendlichen tragen eine Zahnspange. Engstände, Rotationen und Lücken führen dazu, dass auch im Erwachsenenalter eine Kieferkorrektur notwendig werden kann. Mittlerweile bieten Zahnschienen aber einen Ersatz für die bisher übliche Plättchen-Draht-Kombination. Sie kommen bei leichten bis mittelschweren Korrekturen zum Einsatz und sind nicht nur nahezu unsichtbar, sondern schränken ihre Träger im Alltag auch kaum ein. Die Zahnschienen müssen rund um die Uhr getragen werden. Nur zum Essen, beim Sport oder zum Zähneputzen sowie zur Reinigung der Schiene sollen sie herausgenommen werden. Bei einer geringen Fehlstellung sind die gewünschten Ergebnisse bereits nach drei Monaten erreicht.

Abhängig von Anbieter und Material werden die Zahnschienen während der Behandlung alle ein bis zwei Wochen ausgetauscht. Somit ist gewährleistet, dass die Schienen kaum verfärben und somit relativ unsichtbar bleiben. Neben diesem ästhetischen Grund wird durch den häufigen Austausch auch eine Korrektur in kleinen Schritten ermöglicht. Dennoch üben die frisch gewechselten Zahnschienen Druckschmerzen aus, da sie die Zähne in eine neue Position schieben. Diese Schmerzen lassen aber nach ein bis zwei Tagen nach. Ist der Druckschmerz vollständig abgeklungen und befindet sich kein Spalt mehr zwischen Zähnen und Schiene, wird in der Regel die nächste Zahnschiene eingesetzt. Während der Behandlung ist es wichtig, dass der Zahnarzt den Fortschritt alle vier bis sechs Wochen kontrolliert und neue Schienen zum Wechseln mitgibt. Die Druckintensität ist davon abhängig, wie stark die Zähne verschoben werden und wie dick die Zahnschiene ist.

Anti-Schnarch-Schienen für ruhige Nächte

Bei 80% der Schnarcher ist die Ursache eine Engstelle in den oberen Atemwegen. Der Unterkiefer rutscht während des Schlafs zu weit nach hinten, wodurch das hintere Ende der Zunge den Rachenraum verengt. Sogenannte Prostrusionsschienen schieben den Unterkiefer wieder nach vorne, sodass der Rachenraum geöffnet bleibt. Daher müssen diese Schienen auch die komplette Nacht getragen werden, was zu Beginn der Therapie zu gesteigertem Speichelfluss und Druckgefühl an den Zähnen führen kann. Erhältlich sind Anti-Schnarch-Schienen in der Apotheke und im Internet. Allerdings sind individuell angepasste Prostrusionsschienen vom Zahnarzt den selbst anzupassenden Schienen vorzuziehen, da so keine Zahn- und Kieferfehlstellungen auftreten können. Der Zahnarzt kontrolliert zudem die Passform der Zahnschiene mindestens einmal jährlich, um ihre optimale Funktionsweise sicherzustellen. Ursachen für Schnarchen können auch Schnupfen, Allergien, Nasennebenhöhlenentzündungen, verengte Luftwege im vorderen Nasenbereich, Verkrümmung der Nasenscheidewand und vergrößerte Gaumen- und Rachenmandeln sein. Daher führen Anti-Schnarch-Schienen nicht immer zur Besserung. Auch dies spricht dafür, zunächst einen Arzt zu konsultieren, der dir beste Therapieform mit Ihnen bespricht.

Zahnschienen gegen Zähneknirschen

Zähneknirschen ist eine Art von Stressbewältigung, bei der bis zu 100 Kilogramm Druck auf die Zähne wirken können. Dadurch können die Zähne abgeschliffen werden, teilweise oder ganz herausbrechen oder sich verschieben. Des Weiteren können auch Tinnitus und Schäden am gesamten Kauapparat die Folge sein. Da die Ursache für Zähneknirschen innere Anspannung durch Sorgen und Stress ist, kann eine Zahnschiene lediglich die Symptome behandeln. Eine sogenannte Knirscher- oder Aufbiss-Schiene verhindert den direkten Kontakt zwischen oberer und unterer Zahnreihe und schont somit die Zahnsubstanz. In der Regel wird die Zahnschiene nur nachts auf der unteren Zahnreihe getragen, bei Bedarf kann sie aber auch tagsüber eingesetzt werden.

Es gibt weiche und harte Schienen, die an die Stärke des Knirschens angepasst werden. Bei regelmäßiger gründlicher Pflege und wenig Abnutzung halten Knirscher-Schienen bis zu fünf Jahre, bei starken Knirschern muss die Schiene aber manchmal schon nach einem halben Jahr aufgrund der Abnutzung ausgetauscht werden.

Weiße Zähne dank Zahnschiene

Beim Bleaching wird die individuell angefertigten Zahnschiene mit Bleichmittel gefüllt und auf die Zahnreihe gesetzt. Diese Variante ist kostengünstiger als andere Bleaching-Methoden und eignet sich besonders für die Aufhellung des gesamten Zahnbogens. Die Zahnschiene darf nur die Zähne bedecken, damit kein Bleichmittel an das Zahnfleisch gelangt und dieses schädigt. Wird zu viel Bleichmittel eingefüllt, kann dieses austreten und zu Schäden an den Schleimhäuten im Mund und, durch Verschlucken, in der Speiseröhre und im Verdauungstrakt führen. Daher ist es sinnvoll, die Schiene ein bis zwei Stunden beim Zahnarzt unter regelmäßiger Kontrolle zu tragen. Eine vorangehende professionelle Zahnreinigung beugt zudem einem fleckigen Ergebnis vor.

Zuhause kann die Schiene nachts bis zu acht Stunden getragen werden. Je nach Stärke der Verfärbung können aber auch wenige Stunden über Tag ausreichend sein. Die Behandlung muss bis zu 15 Mal wiederholt werden, wobei zwischen dem Tragen immer mindestens eine eintägige Pause liegen sollte, da die Zähne noch nachhellen. Nach dem Bleichen können die Zähne etwas empfindlicher als sonst sein, da in unbedenklichem Maße der Zahnschmelz angegriffen wird. Sind die Zähne von Karies befallen oder liegt eine Paradontitis-Erkrankung vor, können die Zähne nicht gebleicht werden, da Schmerzen oder noch gravierendere Schäden durch eindringendes Bleichmittel die Folge wären. Das finale Ergebnis des Bleachings hält etwa ein Jahr. Die Zahnschiene kann allerdings mehrere Jahre in Folge verwendet werden, lediglich das Bleichmittel muss beim Zahnarzt nachgekauft werden.

Zahnschienen bei Verspannungen durch Kieferfehlstellungen

Schiefe und engstehende Zähne, Muskelverspannungen im Kiefergelenk oder Schulterbereich, Kopfschmerzen, Kiefergelenkschmerzen, Konzentrationsprobleme, Rückenschmerzen, Sprachstörungen und Tinnitus können alles Anzeichen einer Kieferfehlstellung sein. Diese Fehlstellung kann bereits im Kindesalter erkannt und durch eine kieferorthopädische Behandlung behoben werden. Bei einer absteigenden craniomandibulären Dysfunktion (CMD) liegt die Ursache der Symptome im Kiefer in Form von Zahnfehlstellungen, zu hohen Kronen, verlagerten Weisheitszähnen oder einem falschen Biss. Eine speziell angefertigte Zahnschiene kann hier helfen: Die Aufbissschiene aus Kunststoff korrigiert das Auftreffen der Kiefer und verbessert die Zahnstellung. Dadurch werden nicht nur die Symptome gelindert, sondern der Kiefer und die Kaumuskulatur können ausheilen. Falls Sie die Vermutung haben, unter CMD zu leiden, machen Sie den Selbsttest.

Zahnschienen sollten nach jedem Tragen unter fließendem, lauwarmem Wasser gereinigt werden. Die optimale Pflege sprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Zahnarzt ab, um Abreibungen oder Schädigungen der Zahnschiene zu verhindern. Nach der Reinigung sollten die Schienen trocken, bei Zimmertemperatur und geschützt durch eine Box aufbewahrt werden bis zum nächsten Gebrauch. Falls eine der Zahnschienen-Formen für Sie in Frage kommt, können Sie sich unverbindlich bei Ihrem Zahnarzt beraten lassen. Professionell angefertigte Zahnschienen aus dem Dentallabor zeichnen sich zudem durch hochwertiges Material und eine individuelle Passform aus, sodass eine optimale Behandlung gewährleistet wird.


Zahnschmerzen mit sanften Methoden bekämpfen © fotolia / Viacheslav Iakobchuk

Zahnschmerzen mit sanften Methoden effektiv bekämpfen

Ein pochendes oder ziehendes Gefühl am Zahn, Druck auf dem Kiefer, in manchen Fällen einhergehend mit Kopfschmerzen: Fast jeder hat das schon mindestens einmal erlebt und kennt das Gefühl von Zahnschmerzen. Die Stärke variiert dabei je nach Ursache und subjektiver Schmerzempfindlichkeit. Häufig sind Zahnschmerzen das einzig erkennbare Symptom für eine zahnmedizinische Erkrankung wie z.B. Karies und deshalb sollten sie unbedingt ernst genommen werden. Hält der Schmerz länger als ein bis zwei Tage an, ist ein Besuch beim Zahnarzt unausweichlich, da nur er die richtige Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie durchführen kann. Bis dahin gibt es aber verschiedene Methoden, die Zahnschmerzen mit sanften Methoden zu lindern.

Zahnschmerzen richtig einordnen

Wenn Sie aufgrund von Zahnschmerzen Ihren Zahnarzt besuchen, wird dieser Ihnen zu Beginn der Behandlung einige Fragen stellen. Diese helfen ihm, den Schmerz einzuordnen und mögliche Ursachen zu identifizieren. Damit Sie selbst Ihre Zahnschmerzen besser einschätzen und beschreiben können und leichter eine Methode zur Schmerzlinderung finden, können Sie die folgenden Fragen für sich selbst vorab schon beantworten:

  • Wann und wo sind die Zahnschmerzen zum ersten Mal aufgetreten?
  • Wie lange dauern einzelne Schmerzattacken?
  • Wodurch wird der Schmerz ausgelöst?
  • Welcher Zahn war als erstes betroffen?
  • Wie beschreiben Sie den Schmerz (dumpfer Druck, klopfend)?
  • Treten die Zahnschmerzen zyklisch auf?

Mittels dieser Fragen können Sie die Auslöser Ihrer Zahnschmerzen, beispielsweise bestimmte Nahrungsmittel, identifizieren und dadurch als erste Maßnahme zur Schmerzlinderung bis zum Zahnarztbesuch gezielt darauf verzichten. Außerdem geben Ihre Antworten einen Hinweis darauf, um welche Zahnkrankheiten es sich handeln könnte: Zyklisch auftretende Zahnschmerzen könnten auf eine chronische Zahnfleischerkrankung hindeuten, Spontanschmerzen nach dem Essen hingegen sind typisch für Karies.

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen

Zahnschmerzen werden vor allem durch Erkrankungen an den Zähnen, am Zahnfleisch oder im Kieferbereich ausgelöst. Anhand der Symptome lässt sich dabei gut erkennen, welche Erkrankung vorliegt. Bekommen Sie Zahnschmerzen bei heißen oder kalten Nahrungsmitteln, so liegen vermutlich die Zahnhälse frei. Ursache hierfür könnten genetische Disposition, eine falsche Putztechnik oder Parodontitis sein. Diese Erkrankung führt dazu, dass das Zahnfleisch zurückgeht und die Zähne locker werden.

Karies hingegen löst vor allem beim Verzehr von Süßigkeiten Zahnschmerzen aus. Durch den Zucker tritt ein sogenannter Spontanschmerz auf. Dieser kann auch durch heiße oder kalte Speisen oder saure Lebensmittel ausgelöst werden. Ursache für Zahnschmerzen können außerdem Zahnfleischentzündungen oder eine Überempfindlichkeit der Zähne sein.

Veränderungen im Kiefer als Ursache für Zahnschmerzen

Nicht nur Zahnerkrankungen sind mögliche Ursachen für Zahnschmerzen. Bei Kindern werden während des Zahnens ebenfalls Schmerzen ausgelöst, die in ähnlicher Form erneut auftreten, wenn die Weisheitszähne durchbrechen. Schmerzen können auch dadurch versucht werden, dass Zähne sich verschieben. Wer einmal eine Zahnspange getragen hat, wird sich an diese Erfahrung vermutlich noch erinnern. Aber Zähne können sich aufgrund der ständigen Belastung und Bewegung des Kiefers auch im fortgeschrittenen Alter noch verschieben, insbesondere wenn Sie mit den Zähnen knirschen. Die hohe Belastung des Kiefers beim Zähne knirschen kann auch für sich genommen schon Ursache für Zahnschmerzen sein.

Zahnprothesen oder Zahnimplantate können für den Träger ebenfalls vorerst schmerzhafte Folgen haben, da der Fremdkörper in Kiefer und Umgebungsgewebe einheilen muss. Außerdem können auch Entzündungen in Folge bakterieller Beläge auftreten, selbst wenn das Implantat oder die Prothese sich schon länger im Kiefer befinden.

Bricht ein Stück Zahn ab, wird gelockert, verschoben oder komplett herausgeschlagen, so spricht man von einem Zahnunfall. Neben ästhetischen Beeinträchtigungen sind auch Folgeschmerzen möglich.

Zahnschmerzen trotz gesunder Zähne

Eine Erkältung kann ebenfalls Auslöser für Zahnschmerzen sein. Die gereizten Nerven ziehen vom Kopfbereich bis in die Zähne, was für den Betroffenen schmerzhaft ist. Insbesondere Kopfschmerzen- und Migräneattacken sowie Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen führen zu einem dumpfen Ziehen und Drücken im Gebiss. Sind die gesundheitlichen Beschwerden vorbei, sollten auch die Zahnschmerzen wieder abklingen.

Eine weitere Ursache für Zahnschmerzen ist Stress. Betroffene pressen unbewusst die Zähne fest zusammen, wodurch Zahnschmerzen ausgelöst werden. Das Immunsystem des Körpers, also auch im Mund, wird durch Stress geschwächt, weshalb sich Bakterien leichter ausbreiten können. Das kann zu schweren Entzündungen des Zahnfleischs führen. Außerdem tritt bei gestressten Personen häufiger Zähneknirschen auf. Gibt es für chronische Zahnschmerzen keine zahnmedizinische Erklärung, sollte der eigene Lebensstil hinterfragt und belastende Situationen vermieden werden.

Was hilft gegen Zahnschmerzen?

  • Kühlen
    Kalte Auflagen sowie eingewickelte Eisbeutel lindern Schwellungen oder Entzündungen, da durch die Kälte die Durchblutung verlangsamt wird. Wer nicht empfindlich ist, kann auch einen Eiswürfel lutschen oder immer wieder auf die betroffene Stelle drücken. Außerdem gibt es kühlende Gels und Sprays, die Kamille, Myrrhe oder Echinacea als Wirkstoff enthalten. Mit ihrer Hilfe beruhigt sich beispielsweise entzündetes Zahnfleisch.
  • Gewürznelke
    Die schmerzlindernde Wirkung von Gewürznelken ist seit Jahrtausenden im Orient bekannt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanze auch bei Zahnschmerzen hilft. Sie betäubt den Schmerz und wirkt zugleich entzündungshemmend. Zur Behandlung kann man die getrocknete Gewürznelke kauen oder zwei Nelken neben oder auf den erkrankten Zahn legen und anschließend die Zähne schließen, bis die Gewürznelke sich aufgelöst hat. Alternativ kann man auch Nelkenöl direkt auf die schmerzende Stelle auftragen.
  • Salbei und Kamille
    Die Kräuter haben beide eine antibakterielle Wirkung und eignen sich deshalb besonders gut für die Behandlung von Zahnschmerzen. Sie helfen bei Parodontitis oder beim Zahnen. Verwendet werden sie als ungesüßter, lauwarmer Tee, den man direkt trinken kann oder als Mundspülung. Mithilfe eines Wattestäbchens kann die Flüssigkeit aber auch auf die betroffene Stelle getupft werden.
  • Teebaumöl
    Teebaumöl wird durch Destillation aus den Blättern und Zweigen des australischen Teebaums gewonnen und ist in Deutschland in Apotheken erhältlich. Es wirkt entzündungshemmend und wundheilend und kann in verdünnter Form zum Gurgeln oder Spülen verwendet werden.
  • Pasten
    Pasten mit Kalium-Nitrat, Fluorid-Mischungen oder Strontium-Chlorid helfen bei empfindlichen Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen. Sie versiegeln die Nerven, sodass diese nicht mehr auf heiße, kalte oder süße Speisen mit Schmerz reagieren. Einige Zahnpasten aus der Drogerie enthalten diese Wirkstoffe, aber man findet spezielle Pasten auch in Apotheken.
  • Ernährung
    Verzichten Sie auf heiße Speisen, Nikotin, Alkohol und Koffein, da diese Nahrungsmittel die Schmerzen verstärken können. Lesen Sie mehr über die richtige Ernährung bei Zahnschmerzen. 

Welche Schmerzmittel bei Zahnschmerzen?

Wenn Hausmittel nicht mehr helfen, sind Schmerzmittel häufig die einzige Möglichkeit, die Zahnschmerzen zu lindern. Dabei sollten sich Betroffene aber stets bewusst sein, dass Schmerzmittel nur die Zeit bis zur Behandlung überbrücken sollten und keine dauerhafte Lösung darstellen.

Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) wie bspw. Aspirin sind gut verträglich, schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend. Allerdings wirken sie auch blutverdünnend. Steht Ihnen eine Wurzelbehandlung bevor, besteht durch Einnahme dieser Schmerzmittel die Möglichkeit einer verstärkten Blutung, weshalb Sie eher darauf verzichten sollten. Paracetamol hingegen ist eher ungeeignet zur Behandlung von Zahnschmerzen aufgrund seiner geringen entzündungshemmenden Wirkung.

Ibuprofen stillt den Schmerz, dämpft Entzündungen und wirkt fiebersenkend. Daher eignet sich dieses Schmerzmittel besonders zur Linderung von Zahnschmerzen. Es sollte jedoch nicht dauerhaft und nur in der empfohlenen Dosis eingenommen werden, da sonst die Gefahr eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts steigt. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie am besten bei Ihrem Zahnarzt nach, welches Schmerzmittel Sie einnehmen können. Er kann Ihnen auch stärkere Präparate mit den Wirkstoffen Tramadol oder Diclofenac sowie Kombinationspräparate verschreiben.

Es gibt zahlreiche Methoden, um Zahnschmerzen zu lindern. Dennoch sollten Sie bedenken, dass keine davon den Besuch beim Zahnarzt ersetzen kann. Außerdem sollten Sie stets auf eine gute Mundhygiene achten, um Zahnschmerzen vorzubeugen. Dazu gehören neben richtigem Zähneputzen auch die halbjährliche professionelle Zahnreinigung mit Prophylaxe-Untersuchung bei Ihrem Zahnarzt.


Dental-Laser © fotolia / romanets_v

Mit Licht gegen Karies: Dental-Laser sind präzise, sicher und ersetzen den Bohrer

Sicher, präzise und effektiv: Eigenschaften wie diesen ist es zu verdanken, dass Dental-Laser in Zahnarztpraxen immer größere Verbreitung finden. Was es mit dieser Technik genau auf sich hat und weshalb Sie als Patient von dem Einsatz professioneller Dental-Laser nur profitieren können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Dank Dental-Laser: Der Bohrer ist fast Geschichte

Dental-Laser werden bereits seit den 1990er-Jahren eingesetzt und funktionieren wie jeder andere Laser auf der Basis von gebündeltem Licht. Dieses Licht – das je nach Art des Lasers eine andere Wellenlänge und damit andere Spezialisierungsmöglichkeiten aufweist – kann nicht nur als hochpräzises Schneideinstrument genutzt werden, sondern auch, um erkranktes oder überschüssiges Gewebe zu verdampfen. Durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wird der Dental-Laser zum perfekten Instrument für Zahnbehandlungen, die mithilfe des gebündelten Lichts selektiv, minimal-invasiv und völlig kontaktlos erfolgen können.

Sie denken bei dem Begriff Zahnarzt sofort an unangenehme Bohrgeräusche? Der Dental-Laser macht sowohl das Bohren als auch den Gebrauch eines Skalpells in vielen Fällen überflüssig und beschleunigt darüber hinaus noch die Heilung. Überflüssige Schmerzen werden somit vermieden, und selbst Stellen, die sich in schwer erreichbaren Bereichen des Mundes befinden, können mittels moderner Technik präzise erfasst werden, ohne umliegendes Gewebe zu beschädigen.

Dental-Laser gibt es für Weichgewebe und für Hartgewebe

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Lasertypen in zwei Gruppen einteilen: Dental-Laser für Weichgewebe und Dental-Laser, die bei der Behandlung von Hartgewebe eingesetzt werden.

Hartgewebe-Laser sind in der Lage, nicht nur durch die Zahnstruktur, sondern auch durch Knochen zu schneiden – und das mit höchster Präzision. Sollen beispielsweise Zähne für eine anschließende Überkronung in Form gebracht werden, sind Hartgewebe-Laser ebenso das Mittel der Wahl, wie wenn beabsichtigt wird, Zahnkanäle zu versiegeln oder den Verbund bestimmter Füllungen mit dem Zahn zu verbessern. (Für das Ersetzen von Amalganfüllungen, Onlays oder Kronen sind Hartgewebe-Laser allerdings nicht geeignet.)

Im Unterschied zu Hartgewebe-Lasern werden Weichgewebe-Laser vor allem für Zahnfleischbehandlungen eingesetzt. Sie entfernen überschüssiges oder erkranktes Gewebe schneller und sicherer als alle anderen Behandlungsarten und fördern bereits während der Prozedur die Heilung. Eigenschaften wie diese sind beispielsweise dann gewünscht, wenn Zahnfleischwucherungen entfernt werden sollen, das Zungenbändchen festgewachsen ist oder wenn der Wurzelkanal von Bakterien gereinigt werden muss. Auch chronische Implantat-Entzündungen lassen sich per Dental-Laser effektiv beheben.

Wie sicher sind Dental-Laser?

Sie fragen sich, ob Dental-Laser sicher sind? Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten – und zwar selbst dann, wenn es sich bei den Patienten um Schwangere oder andere Risikogruppen handelt. Durch die Präzision des Lasers können selbst kleinste Gebiete im Mundraum zuverlässig behandelt werden, ohne umliegende Bereiche zu schädigen, und Bakterien haben aufgrund der desinfizierenden Wirkung des Lasers keine Chance. Zudem bekommen Sie als Patient eine spezielle Brille aufgesetzt, die Ihre Augen vor der potenten Lichtquelle schützt.

Kribbeln statt Schmerzen bei der Wurzelbehandlung

Dental-Laser sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden können – und das deutlich effektiver und schonender als es mit herkömmlichen Methoden der Fall wäre. Ein klassisches Beispiel ist die von vielen Menschen gefürchtete Weisheitszahnentfernung, die mit dem Dental-Laser besonders gründlich und effizient erfolgen kann. Durch die bereits angesprochene Präzision des Lasers lassen sich selbst Areale in unmittelbarer Nervennähe so gezielt behandeln, dass das Schmerzzentrum unangetastet bleibt. Die meisten Patienten nehmen die Laserbehandlung lediglich als leichtes Kribbeln wahr. Ein weiterer Vorteil des Dental-Lasers: Die Heilung verläuft besonders schnell, Schwellungen oder Blutungen werden deutlich reduziert und der Einsatz von Antibiotika lässt sich aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften des Lasers in vielen Fällen vermeiden.

Auch die von zahlreichen Patienten gefürchtete Wurzelbehandlung verliert mit dem Einsatz eines Dental-Lasers ihren Schrecken. Und zwar nicht nur, weil mit dem Laser selbst tiefverzweigte Wurzelkanäle sicher erreicht werden können, sondern auch weil das Laserlicht, wie bereits erwähnt, keimtötend wirkt. Dank dieser Eigenschaften können die Wurzeln völlig kontaktlos gründlich behandelt werden, was spätere Operationen in vielen Fällen überflüssig macht.

Natürlich gelten die angesprochenen Vorzüge nicht nur für derart sensible Eingriffe, sondern auch für alle anderen Fälle, in denen Laserlicht zum Einsatz kommt. So können etwa Entzündungen der Mundschleimhaut mit einem Dental-Laser genauso effektiv und unkompliziert behandelt werden wie ein festgewachsenes Lippenbändchen oder überschüssiges Zahnfleisch, das aus kosmetischen oder medizinischen Gründen entfernt werden muss. Und auch in der Diagnostik spielt der Dental-Laser eine Rolle, beispielsweise wenn versteckte Karies mithilfe des gebündelten Lichts entdeckt und entfernt werden soll. Denken wir an kosmetische Behandlungen, ist der Laser vor allem dann gefragt, wenn ein Patient vorhat, sich seine Zähne bleichen zu lassen. Die starke Lichtquelle unterstützt die Aktivierung des Bleichmittels, wodurch ein besonders überzeugendes Ergebnis zu erwarten ist.

Die wichtigsten Vorteile von Dental-Lasern im Überblick

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Dental-Laser sowohl die Effizienz als auch die Sicherheit und den Komfort von Zahnbehandlungen erhöhen. Im Folgenden eine kurze Auflistung der wichtigsten Vorteile, die eine Laserbehandlung konkret mit sich bringt.

  • Dental-Laser verursachen weniger Schmerzen als herkömmliche Behandlungsmethoden und reduzieren damit auch die Notwendigkeit schmerzstillender Mittel.
  • Dental-Laser arbeiten extrem präzise und können selbst an schwer zugänglichen Stellen eingesetzt werden.
  • Dental-Laser sind in der Lage, Bakterien effizient abzutöten, wodurch die Gefahr von Infektionen sinkt und die Einnahme von Antibiotika oft überflüssig wird.
  • Nicht nur das Weichgewebe, sondern auch Zähne und Knochen können mit Hilfe des Dental-Lasers weit schonender behandelt werden als bei klassischen Behandlungsmöglichkeiten.
  • Der Einsatz von Dental-Lasern beschleunigt die Heilung vieler Zahnbehandlungen enorm.
  • Dental-Laser verursachen weniger Blutungen und Schwellungen als andere Behandlungsmethoden.
  • Die Wahrscheinlichkeit der Narbenbildung sinkt durch Dental-Laser wesentlich.
  • In vielen Fällen ersetzt der Dental-Laser Bohrer und Skalpell.

Sie möchten erfahren, ob der Einsatz eines Dental-Lasers in Ihrem Fall sinnvoll ist? Dann sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin und lassen Sie sich in der Praxis Ihres Vertrauens genauer über die jeweiligen Vor- und Nachteile einer Laserbehandlung informieren.