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Zahnverfärbung nach Wurzelbehandlung: So wird der Zahn wieder strahlend weiß

Nichts geht über den Erhalt der eigenen Zähne. Bei tiefgehenden Entzündungen ist eine Wurzelbehandlung häufig das letzte Mittel, um den erkrankten Zahn zu retten. Zu den unerwünschten Nebenwirkungen zählt eine dunkle Zahnverfärbung nach der Wurzelbehandlung. Wie es dazu kommt und warum sich niemand mit unschön verfärbten Zähnen abfinden muss, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was passiert bei einer Wurzelbehandlung?

Eine Wurzelbehandlung ist immer dann erforderlich, wenn sich das empfindliche Gewebe im Inneren des Zahnes, die sogenannte Pulpa, entzündet hat oder abgestorben ist. Die Ursache ist meist eine fortgeschrittene Karies, die bewirkt, dass Bakterien bis in die Spitzen der Wurzelkanäle vordringen können. Bemerkbar macht sich die Entzündung durch einen heftigen, pochenden Zahnschmerz.

Um den von innen her erkrankten Zahn zu retten, entfernt der Zahnarzt zunächst das befallene Gewebe und spült die Wurzelkanäle gründlich mit einer desinfizierenden Lösung. Durch ein spezielles Füllmaterial werden die Wurzelkanäle anschließend hermetisch verschlossen, damit keine Bakterien mehr eindringen können.

Durch die Wurzelbehandlung kann der Zahnarzt in vielen Fällen verhindern, dass der entzündete Zahn gezogen werden muss und somit eine Zahnlücke entsteht. Wird die Prozedur mit großer Sorgfalt durchgeführt, dann kann der Zahn noch jahrzehntelang gute Dienste leisten und ist seinen nicht wurzelbehandelten Nachbarn in Aussehen und Funktion nahezu ebenbürtig.

Zahnverfärbung nach Wurzelbehandlung: Die Ursachen

Manchmal kommt es im Verlauf von Jahren jedoch zu einer grauen Zahnverfärbung nach der Wurzelbehandlung. Diese für den Patienten sehr lästige Nebenwirkung kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Manchmal verbleiben Blutreste im Zahnwurzelkanal, die aus dem Pulpa-Gewebe ausgetreten sind. Mit der Zeit zersetzt sich der eisenhaltige Blutfarbstoff Hämoglobin, die Abbauprodukte dringen in das Zahnbein (Dentin) ein und färben es schwarz.
  • Übersieht der Zahnarzt Teile des entzündeten oder abgestorbenen Pulpa-Gewebes, dann zerfällt das darin enthaltene Eiweiß, wobei ebenfalls dunkle Abbauprodukte entstehen. Darüber hinaus besteht in solchen Fällen die Gefahr, dass sich der Zahn erneut entzündet.
  • Eine Zahnverfärbung nach einer Wurzelbehandlung wurde in der Vergangenheit häufig auch durch die dabei verwendeten Medikamente, Spüllösungen oder Füllungsmaterialien verursacht. Heute achtet man darauf nur solche Produkte zu verwenden, die keine Verfärbungen hervorrufen.

Lässt sich eine Zahnverfärbung nach der Wurzelbehandlung verhindern?

Leider ist eine unschöne Zahnverfärbung nach der Wurzelbehandlung nicht zu 100 Prozent vermeidbar. Durch besondere Sorgfalt und viel Fingerspitzengefühl kann der Zahnarzt aber das Risiko dafür minimieren. Wichtig ist, dass der Zahnwurzelkanal absolut frei von Bakterien, Blut oder Gewebsresten ist, bevor er durch das Füllmaterial verschlossen wird. Keine einfache Aufgabe für den Zahnarzt, denn die Enden der Wurzelkanäle haben bisweilen einen Durchmesser von nur 0,1 mm und sind dabei auch noch gekrümmt! Doch penibles Arbeiten zahlt sich aus, denn ein fachgerecht wurzelbehandelter Zahn kann über Jahre bis Jahrzehnte seine Funktion und sein ästhetisches Aussehen bewahren.

So werden verfärbte Zähne wieder strahlend weiß

Doch selbst wenn es nach der Wurzelbehandlung zu einer Zahnverfärbung kommt, bedeutet das nicht, auf gepflegt aussehende, weiße Zähne künftig verzichten zu müssen: Es gibt wirkungsvolle und sichere Methoden, um Patienten mit verfärbten Zähnen wieder zu einem gewinnenden Lächeln zu verhelfen. Eine Variante ist es, den verfärbten Zahn zu überkronen. Möglich ist aber auch eine Aufhellung der Zahnsubstanz durch chemische Bleichmittel (Bleaching).

Zahnverfärbung nach Wurzelbehandlung: Zähne überkronen

Eine Krone ist ein dauerhafter Zahnersatz aus Keramik oder Kunststoff, der den wurzelbehandelten Zahn überdeckt und so die unansehnliche Verfärbung kaschiert. Um die Krone anzubringen, muss der Zahn jedoch etwas beschliffen werden, wodurch Zahnsubstanz verloren geht. Etwas schonender sind sogenannte Veneers, das sind Keramikschalen, die auf die Vorderfront des Zahnes aufgeklebt werden. Sowohl Kronen als auch Veneers sind von echten Zähnen optisch nicht zu unterscheiden und ermöglichen es, den dunklen Zahn farblich an seine Nachbarn anzugleichen.

Verfärbte Zähne bleichen: Die Walking Bleach Technik

Unter einem Bleaching versteht man die Aufhellung der Zahnsubstanz mithilfe verschiedener chemischer Wirkstoffe. Ein professionell durchgeführtes Bleaching ist effektiv, schonend und risikoarm. Deshalb entscheiden sich heute immer mehr Patienten, bei denen es zu einer Zahnverfärbung nach der Wurzelbehandlung gekommen ist, für eine Bleaching-Behandlung in der Zahnarztpraxis.

Die Methode der Wahl bei einzelnen verfärbten Zähnen nennt sich „Walking Bleach“. Dabei eröffnet der Zahnarzt die Zahnkrone und injiziert ein spezielles Bleichmittel in Form eines Gels in den Kanal, der früher das Zahnmark enthielt. Die meisten Bleichmittel enthalten Wasserstoffperoxid, das die Zahnsubstanz aufhellt – ganz ähnlich wie beim Blondieren von Haaren. Da das Bleichmittel etwas zeitverzögert wirkt, muss es mehrere Tage im Zahn verbleiben, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Anschließend entfernt der Zahnarzt das übrige Bleichmittel und verschließt das Loch wieder durch eine Füllung – der Patient ist die unansehnliche Verfärbung los und verlässt die Praxis mit einem gewinnenden Lächeln. Die „Walking Bleach“-Behandlung erfordert wenig Zeit, ist risikoarm und wirkt auch dann, wenn die Verfärbung bereits seit Jahren besteht.

Zahnverfärbung nach Wurzelbehandlung: Keine Behandlung in Eigenregie!

Der Wunsch nach helleren Zähnen ist weit verbreitet. Davon zeugen die Regale der Drogeriemärkte, die voll von Produkten sind, die eine einfache und kostengünstige Zahnaufhellung im eigenen Badezimmer versprechen. Auch Hausmittel wie Backpulver werden in diversen Ratgebern als wirkungsvolle Mittel angepriesen, um unschöne Verfärbungen zu beseitigen. Doch Vorsicht: Im besten Fall sind diese Mittel wirkungslos und vergeuden damit Zeit und Geld. Manche Produkte, vor allem solche aus dem Ausland, können den Zahnschmelz angreifen und so Ihre Zahngesundheit gefährden.

Hinzu kommt: Aufhellende Zahnpasten und andere Mittel für den Eigengebrauch enthalten meist Schleifkörper oder chemische Substanzen, welche die auf den Zähnen haftenden dunklen Beläge entfernen sollen. Bei einer Zahnverfärbung nach einer Wurzelbehandlung ist ein oberflächliches „Abschmirgeln“ des Zahnes jedoch völlig wirkungslos, denn der wurzelbehandelte Zahn ist von innen her verfärbt! Äußerlich wirksame Bleaching-Methoden sind nur dann sinnvoll, wenn die Zähne durch oberflächliche Ablagerungen dunkler geworden sind, wie sie etwa durch Genussmittel wie Kaffee, Tee und Nikotin entstehen.

Zahnverfärbungen vom Profi behandeln lassen

Doch eines können wir Ihnen versichern: Mit unschön verfärbten Zähnen muss sich heute niemand abfinden. Egal ob die Zahnverfärbung durch eine Wurzelbehandlung entstanden ist oder ob Genussmittel und der natürliche Alterungsprozess dazu beigetragen haben, dass die Zähne nicht mehr strahlend weiß sind: Ihr Zahnarzt kennt wirkungsvolle Methoden, um den Zähnen ihren begehrten hellen Farbton zurückzugeben. Eine Bleaching-Behandlung beim Zahnarzt ist daher uneingeschränkt zu empfehlen, wenn Sie den Wunsch nach ästhetisch aussehenden Zähnen haben, dabei aber Ihre Zahngesundheit nicht gefährden wollen.

 

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Zahnschmuck – ein optisches Highlight für Ihre Zähne

Zahnschmuck ist die Möglichkeit, Ihre Zähne auf individuelle Weise noch mehr zum Strahlen zu bringen. Die kleinen Hingucker liegen wieder im Trend und es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen. Wie genau der Zahnschmuck auf Ihren Zähnen befestigt wird und ob dabei wirklich keine Gefahr für Ihr gesundes Lächeln besteht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zahnschmuck – Ein weiteres 90er It-Piece kehrt zurück

Bereits in den 90er Jahren war Zahnschmuck insbesondere bei Teenagern beliebt. Was damals nicht hochwertig aussah und selbst aufgeklebt wurde, gibt es mittlerweile in durchaus ästhetischer und professioneller Ausführung. Stars wie Katy Perry zeigen den wieder aufgekommenen Trend auf Instagram, der jetzt vor allem durch das Präsentieren von funkelndem Zahnschmuck in Form von bekannten Markenlogos, wie z.B. Nike oder Chanel, besticht.

Unter Zahnschmuck versteht man allgemein Accessoires, die auf den Zähnen getragen werden. Meist befinden sich die Schmuckstücke auf Eck- oder Schneidezahn, um zwar zur Geltung zu kommen, aber Ihrem natürlichen Lächeln dennoch nicht die Show zu stehlen. Als Material kommen Kristallglas, wie z.B. Swarovski, Edelstein, Metall oder Kunststoff zum Einsatz. Diese sind so bearbeitet, dass sie gut anzubringen sind und im Mund nicht stören. Der dezente Blickfang hält in der Regel zwischen einem halben und mehreren Jahren, kann aber auch jederzeit rückstandslos von Ihrem Zahnarzt entfernt werden.

Zahnverschönerung auf dem Behandlungsstuhl

Zahnschmuck sollten Sie immer von Ihrem Zahnarzt anbringen lassen. Nur er kann die notwendige Diagnose erbringen, ob Ihre Zähne geeignet sind, und die entsprechende Vorbehandlung ausführen. Außerdem können Sie sich sicher sein, dass Ihr Zahnarzt nur professionelle Materialien verwendet, die Ihren Zähnen nicht schaden. Deshalb Finger weg von Zahnschmuck-Sets zum Selbstaufkleben aus dem Internet!

Wie bei jeder kosmetischen Zahnbehandlung beginnt der Prozess beim Anbringen des Zahnschmucks mit einer professionellen Zahnreinigung. Anschließend muss die ausgewählte Stelle poliert werden. Dann wird ein lichthärtender Spezialklebestoff aufgetragen, der in dieser Form auch beim Einsetzen von Zahnspangen und Vollkeramik-Zahnkronen verwendet wird. Nun folgt der große Moment: Der Zahnschmuck wird eingesetzt und kann noch minimal verschoben werden, bevor der Kleber mithilfe der Lichthärtelampe ausgehärtet wird. Dies dauert nur 15 Minuten und dann sitzt Ihr Zahnschmuck fest.

Es gibt nur wenige Gründe, warum Ihnen Ihr Zahnarzt keinen Zahnschmuck empfehlen wird. Sollte eine Allergie gegen den verwendeten Kleber oder die Materialien, aus denen das Schmuckstück angefertigt wurde, bekannt sein, sollten Sie Ihre Zähne besser durch ein Bleaching noch mehr zum Strahlen bringen. Weitere Gründe, die gegen Zahnschmuck sprechen, sind Kariesbefall an mehreren Zähnen sowie Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis. Menschen mit Immunabwehr-Erkrankungen sollten sich zudem keinen Zahnschmuck aussuchen, der komplette Zähne überdeckt wie beispielsweise sogenannte Grillz.

Entfernung von Zahnschmuck und Nebenwirkungen

Ihr Zahnarzt kann den Zahnschmuck jederzeit problemlos entfernen, falls er Ihnen nicht mehr gefällt oder er sich nicht von selbst ablöst. Dazu verwendet Ihr Zahnarzt ein Spezialinstrument, um das Schmuckstück vom Zahn zu lösen. Anschließend werden Kleberückstände wegpoliert. Um dem Zahnschmelz bei seiner vollständigen Regeneration zu helfen, wird zusätzlich noch ein Fluoridgel auf die Stelle aufgetragen. Ihr Zahn bleibt somit ohne Rückstände oder Beschädigungen.

Auch während der Zahnschmuck sich noch in Ihrem Mund befindet, stellt er für Sie und Ihre Zähne keine Gefahr dar. Sie müssen lediglich weiterhin sehr sorgfältig auf Ihre Mundhygiene achten, da sich auf der durch den Zahnschmuck geschaffenen unregelmäßigen Oberfläche leichter bakterielle Zahnbeläge bilden. Sollten Sie sich nicht gut genug um Ihre Zähne kümmern, kann es zu Karies, Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis kommen. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig, ob der Zahnschmuck noch gut hält, insbesondere wenn Sie ihn schon länger tragen. Sollte er sich unbemerkt ablösen, kann es sein, dass er verschluckt wird oder Sie darauf beißen. Der Zahnschmuck ist allerdings so klein, dass er in der Regel von Ihrem Körper ohne Schäden zu hinterlassen wieder ausgeschieden wird. Ansonsten besteht die einzige Gefahr darin, den Schmuck einzuatmen, sodass er von einem Arzt entfernt werden muss, falls er nicht abgehustet werden kann.

Viele Möglichkeiten für Zahnschmuck

Neben den zur Verfügung stehenden Materialien, können Sie auch zwischen verschiedenen Arten des Zahnschmucks wählen, um Ihrem Accessoire eine ganz persönliche Note zu verleihen. Der Preis ist dementsprechend auch abhängig von Material und Form des Zahnschmucks. Zwischen folgenden Ausführungen können Sie wählen:

  • Skyce: Hierbei handelt es sich um eine besonders beliebte und glitzernde Form des Zahnschmucks. Verwendet werden glänzende Schmucksteine aus hochwertigem Kristallglas, z.B. von Swarovski. Ihr Durchmesser beträgt 1,8-2,6mm und ist somit nicht störend im Mund. Die Rückseite ist verspiegelt, sodass der Zahnschmuck schöne Lichtreflexe macht. Skyce werden von Ihrem Zahnarzt so verklebt, dass Sie für eine lange Zeit Ihre Zähne verschönern.
  • Dazzler: Diese Variante ist relativ klein und unauffällig. Sie besteht aus einer dünnen Goldfolie mit Spezialbeschichtung, die dauerhaft auf die Zähne aufgeklebt wird.
  • Twinkles: Wer insbesondere Wert legt auf eine große Formauswahl, wird sich vermutlich für Twinkles entscheiden. Besonders beliebt sind Sterne, Herzen, Tiere und inzwischen auch Markenlogos. Der Schmuck besteht aus dünnen Halbreliefs aus Gold oder Weißgold. Zusätzlich kann das Accessoire mit einem eingefassten Kristall, Halbedel- oder Edelstein verziert werden. Auch diese Variante verbleibt dauerhaft im Mund.
  • Zahn-Tattoos: Noch unsicher, ob Zahnschmuck auch etwas für Sie ist, oder wollen Sie das Accessoire nur für einen besonderen Anlass tragen? Dann sind Zahn-Tattoos das Richtige für Sie. Die kleinen farbigen Miniaturbildchen werden ebenfalls aufgeklebt. Das Besondere ist allerdings, dass sich die Folie nach einiger Zeit von selbst ablöst, ohne dass Sie nochmals Ihren Zahnarzt aufsuchen müssen.
  • Grillz: Diese massive Variante ist zugegeben definitiv nichts für jeden. Ähnlich einem Mundschutz beim Sport werden Metallklappen über die Zähne gestülpt. Verdeckt werden somit die gesamten oberen und unteren Schneidezähne. Erhältlich ist diese Form entweder als One Size, die mit Silikon angepasst wird, oder als speziell für Sie im zahntechnischen Labor an Ihren Kiefer angepasste Ausführung. Grundmaterial sind Gold, Silber oder Platin, welches dann mit Schmucksteinen oder Schriftzügen weiter verziert werden kann.

Zahnschmuck ist also keineswegs mehr schädlich für Ihre Zähne, sondern feiert jetzt sein Comeback als strahlender Hingucker. Bei richtiger Pflege kann es für lange Zeit Ihre Zähne schmücken und kann dabei jederzeit von Ihrem Zahnarzt rückstandslos entfernt werden. Falls Sie noch unschlüssig sind, ob Sie sich für einen Zahnschmuck entscheiden möchten und welche Ausführung für Sie die richtige ist, berät Sie Ihr Zahnarzt gerne.


Ursachen von Zahnverfärbungen © fotolia / StudioLaMagica

Zahnverfärbung: So holen Sie sich Ihr strahlendes Lächeln zurück

Von Natur aus hat kaum ein Mensch ein so strahlend weißes Lächeln wie die Hollywoodstars. Selbst ohne eine Zahnverfärbung sind die natürlichen Schattierungen menschlicher Zähne von Fall zu Fall zu unterschiedlich. Was Sie tun können, um mit schönen weißen Zähnen durchs Leben zu gehen und wie Sie hartnäckige Verfärbungen loswerden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Jeder kann weiße Zähne haben – auch Sie!

Manche Menschen haben von Geburt an dunklere Zähne als andere. An dieser Tatsache lässt sich nichts ändern, doch leiden muss darunter schon lange niemand mehr. Egal ob Ihre verfärbten Zähne durch die Genetik oder Ihren Lebensstil bedingt sind: Es gibt immer Möglichkeiten, um zu einem strahlend weißen Lächeln zurückzufinden.
Lassen Sie uns nun zunächst klären, was die häufigsten Gründe für eine Zahnverfärbung sind, ehe wir uns damit beschäftigen, wie Sie von Fall zu Fall Abhilfe schaffen können.

Wie entsteht eine Zahnverfärbung?

Sprechen Zahnärzte von einer Verfärbung des Zahnes, unterscheiden sie in der Regel zwischen der extrinsischen Zahnverfärbung, die durch Ablagerungen auf der Zahnoberfläche verursacht wird, und der intrinsischen Zahnverfärbung, die im Zahninneren ihre Ursache hat.

Beginnen wir mit der extrinsischen Zahnverfärbung, um zu klären, wie es zu dunklen Zähnen kommen kann: In den meisten Fällen ist es der Lebensstil eines Menschen, der dazu führt, dass Zähne ihre natürliche Farbe verlieren. Sei es Kaffee, Tee, Tabak oder Rotwein – all diese farbstoffhaltigen Produkte dringen in den Biofilm ein, der auf Ihren Zähnen haftet, und setzen sich leicht im Zahnschmelz fest. Wenn Sie nicht auf den Konsum derartiger Produkte verzichten möchten, ist es besonders wichtig, auf eine gründliche Zahnreinigung zu achten. Lassen Sie die Zahnpflege schleifen, entstehen sonst innerhalb kürzester Zeit hartnäckige Ablagerungen, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch Ihrer Zahngesundheit schaden können und sich nur noch mit professioneller Hilfe entfernen lassen.

Etwas anders gelagert ist die Situation, wenn intrinsische Faktoren für eine Zahnverfärbung verantwortlich sind. Neben genetischen Veranlagungen können etwa auch das Alter, die Einnahme von Medikamenten oder bestimmte Zahnerkrankungen dazu führen, dass ein Zahn von innen geschädigt wird und sich in der Folge verfärbt. In diesen Fällen werden Sie selbst mit einer gründlichen Zahnpflege nicht mehr viel erreichen können. Hier ist die Expertise Ihres Zahnarztes gefragt.

Hände weg von Hausmitteln!

Bemerken Patienten eine Zahnverfärbung, ist ihr erster Instinkt häufig, sich mit speziellen Zahnweißpasten oder gar mit Bleichmitteln aus dem Ausland einzudecken. Auch Hausmittel wie Backpulver stehen hoch im Kurs, wenn es darum geht, sich das gewünschte strahlende Lächeln zurückzuholen. Weshalb Sie von derartigen Maßnahmen unbedingt Abstand nehmen sollten, haben wir in diesem Beitrag bereits ausführlich geklärt. Nehmen Sie sich die darin enthaltenen Tipps zu Herzen, um zu verhindern, dass Ihre Zähne nachhaltig Schaden nehmen!

An dieser Stelle nur so viel: Das Zahnbein, also das Innere Ihres Zahnes, ist naturgemäß deutlich dunkler als der weiße Zahnschmelz, welcher das Zahnbein umgibt und es vor schädlichen Einflüssen bewahrt. Spielen Sie mit dem Gedanken Produkte zu verwenden, die damit werben, im heimischen Bad dunkle Ablagerungen zu beseitigen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese Produkte ein hohes Maß an sogenannten Schleifkörpern enthalten. Die Idee, die dahintersteckt, ist klar: Die Zahnverfärbungen sollen „abgeschmirgelt“ werden, um den Zähnen ihre natürliche Farbe zurückzugeben.

Der Haken an der Sache: In Deutschland freiverkäufliche Produkte sind in der Regel kaum wirksam, und viele Produkte aus dem Ausland enthalten ebenso wie die besagten Hausmittel viel zu viele Schleifkörper. Sie wirken letztlich wie Schmirgelpapier und greifen damit nicht nur die Ablagerungen an, sondern auch den Zahnschmelz, wodurch Ihre Zähne massiv beschädigt werden. Dem Weiß Ihrer Zähne erweisen Sie mit derartigen Maßnahmen keinen Gefallen: Je dünner der Zahnschmelz, desto mehr scheint das dunkle Zahnbein durch und desto unästhetischer wird Ihr Lächeln.

So beseitigen Sie Zahnverfärbungen sicher und professionell

Wie geht es also besser? Wie verhindern Sie eine Zahnverfärbung beziehungsweise wie werden Sie sie auf schonende Weise wieder los?

Die wichtigste Voraussetzung, um mit strahlend weißen Zähnen durchs Leben gehen zu können, ist eine gründliche und regelmäßige Zahnreinigung. Putzen Sie sich deshalb regelmäßig die Zähne, achten Sie auf die richtige Technik und greifen Sie sowohl auf eine fluoridhaltige Zahnpasta als auch auf Zahnseide zurück. Wenn Sie zudem nach dem Putzen mit Mundwasser zurückgebliebene Speisereste beseitigen, haben Sie schon viel für Ihre Zahngesundheit getan.

Aber Achtung: Manche Mundspülungen enthalten Chlorhexin oder Zinnfluorid, also Stoffe, die ebenfalls für Verfärbungen verantwortlich gemacht werden. Werfen Sie deshalb einen genauen Blick auf die Bestandteile Ihres Mundwassers und wählen Sie ein Produkt, mit dem Sie nichts falsch machen können.

Sie putzen sich gründlich die Zähne und leiden trotzdem unter einer Zahnverfärbung? Dann ist Ihr Zahnarzt der beste Ansprechpartner, denn er hat mehrere Möglichkeiten, Verfärbungen auf sichere Art und Weise zu entfernen. Häufig reicht bereits eine professionelle Zahnreinigung, damit Sie wieder mit weißen Zähnen durchs Leben gehen können. Die dunklen Beläge werden bei dieser Gelegenheit schonend beseitigt und Ihre Zähne werden anschließend mit einer speziellen Fluoridlösung versiegelt, um sie widerstandsfähiger gegen neue Ablagerungen zu machen.

Je nach Ursache der Zahnverfärbung kann es auch sein, dass Ihr Zahnarzt Ihnen dazu rät, die Zähne zu bleichen. Insbesondere dann, wenn die Nerven eines einzelnen Zahnes zum Beispiel in Folge einer Wurzelbehandlung abgestorben sind, ist dieses Vorgehen häufig die beste Lösung, um einer Zahnverfärbung Herr zu werden. Konkret wird der abgestorbene (und damit schmerzfreie) Zahn in diesem Fall aufgebohrt, um ein Bleichmittel in den oberen Teil des Wurzelkanals einbringen zu können. Dieses Mittel verbleibt dann so lange im Zahn, bis der gewünschte Helligkeitsgrad erreicht ist.

Sind die Wurzeln Ihrer Zähne intakt, gibt es natürlich auch deutlich schonendere Vorgehensweisen, mit denen Sie Ihre Zähne völlig schmerzfrei entweder direkt im Zahnarztstuhl oder auch bei sich zuhause bleichen lassen können. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema und Sie erfahren, worauf Sie beim Bleichen Ihrer Zähne in jedem Fall achten sollten.

Da sowohl die Ursachen für eine Zahnverfärbung als auch die Behandlungsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch unterschiedlich und damit äußerst vielfältig sind, empfehlen wir Ihnen, Ihren Zahnarzt auf die individuell beste Lösung anzusprechen. Er wird Sie gerne unverbindlich beraten!

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Zähne bleichen: Das sollten Sie beachten © fotolia / ryanking999

Zähne bleichen: So wird der Traum von einem strahlenden Lächeln wahr

Ein strahlend weißes Lächeln wünschen sich viele Menschen – und ein Bleaching kann diesen Traum erfüllen. Welche Methode am besten wirkt und worauf Sie beim Zähne bleichen unbedingt achten sollten, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Hollywood hat es vorgemacht, und der Rest der Welt zieht nach: Wer heute mit einem attraktiven Äußeren glänzen will, setzt nicht nur auf Anti-Faltencremes, sondern vor allem auch auf ein strahlend weißes Lächeln. Die Werbeindustrie hat diesen Trend längst erkannt und lockt mit ständig neuen Angeboten, welche die Zähne bleichen sollen. Doch längst nicht alle Mittel halten, was sie versprechen, und so mancher Geheimtipp schadet Ihrer Zahngesundheit mehr als er nützt. Weshalb insbesondere das Zurückgreifen auf günstige Hausmittel so gefährlich ist und welche Methode wirklich hilft, möchten wir nun klären.

Was bedeutet Bleaching?

Der Begriff Bleaching steht für eine Vielzahl von Methoden, die es erlauben, verfärbte Zähne zu bleichen. Für den professionellen Einsatz wird in der Regel Carbamidperoxid verwendet, welches Wasserstoffperoxid enthält und in der Lage ist, die Farbstoffe in Ihren Zähnen chemisch zu verändern. Je nach gewählter Methode, Lebensumständen und Zahnbeschaffenheit können die erzielten Ergebnisse zwischen drei und fünf Jahre lang anhalten.

Selbst die Zähne bleichen? Hände weg von Hausmitteln!

Ob Kaffee, Wein, Zigaretten oder Medikamente: Neben biologischen Faktoren spielt vor allem die Lebensweise bei der Entstehung unästhetischer Zahnverfärbungen eine Rolle. Unabhängig davon, was in Ihrem Fall die Gründe für verfärbte Zähne sind – abfinden müssen Sie sich mit dem Verlust Ihres strahlenden Lächelns nicht. Vorausgesetzt, es wird die passende Methode gewählt, schafft ein Bleaching zuverlässig und sicher Abhilfe.

Viele Menschen handeln in diesem Punkt allerdings grob fahrlässig, denn anstatt sich in professionelle Hände zu begeben, schreiten sie mit Hausmitteln aus der heimischen Küche selbst zur Tat.
Produkte wie Backpulver, Salz und Zitronen gelten im Internet als Geheimtipp für das Zähne bleichen – doch wie gesundheitsschädlich diese vermeintlichen Wundermittel sind, weiß kaum jemand.

In diesem Beitrag haben Sie bereits erfahren, dass der menschliche Mund von unzähligen Mikroorganismen besiedelt ist, die Ihren Körper im besten Fall vor Krankheiten schützen. Ist die Mundflora allerdings aus dem Gleichgewicht geraten, haben schädliche Bakterien leichtes Spiel. Was passiert also nun, wenn Sie versuchen, ein professionelles Bleaching durch den Gebrauch von Backpulver oder Salz zu ersetzen? Sie schmirgeln sich den Zahnschmelz ab und entfernen damit das natürliche Schutzschild Ihrer Zähne!

Die Konsequenzen haben es in sich: Bakterien können sich leichter festsetzen und Ihr Gebiss wird besonders anfällig für gesundheitsschädliche Ablagerungen. Selbst wenn Ihre Zähne nach einer solchen Behandlung auf den ersten Blick weißer erscheinen mögen, erreichen Sie damit also innerhalb kürzester Zeit genau das Gegenteil: Ihre Zähne verfärben sich schneller wieder, und Zahnkrankheiten wie Karies sind Tür und Tor geöffnet. Ähnliches gilt übrigens auch für Zitronensaft. Die Säure greift den Zahnschmelz an, und Sie nehmen Ihren Zähnen den natürlichen Schutz!

Zähne bleichen mit Mitteln aus dem Drogeriemarkt

Ob Gels, Pasten oder Strips zum Aufkleben: Die Regale der Drogerieabteilungen sind voll mit vermeintlichen Wundermitteln, die ein strahlend weißes Hollywoodlächeln versprechen. Doch ist an diesen Versprechungen auch etwas dran? Nein, ist es nicht. Diverse Studien haben zweifelsfrei belegt, dass die Wirkung frei verkäuflicher Bleaching Produkte bestenfalls minimal ist. Immer mehr Verbraucher wissen um diese Tatsache, weswegen einige sogar versuchen, Produkte aus dem Ausland zu importieren, deren Inhaltsstoffe besonders hoch konzentriert sind. Ein riskantes Vorhaben, denn je aggressiver die Bestandteile eines Produkts für den Hausgebrauch, desto negativer sind auch seine Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Gehen Sie dieses Risiko nicht ein, sondern wenden Sie sich an einen Experten, der weiß, was er tut, und Ihnen mit sicheren Methoden die Zähne bleichen kann.

Zähne bleichen beim Experten: Weshalb Ihr Zahnarzt der richtige Ansprechpartner ist.

Die sicherste Methode, um verfärbte Zähne wieder weiß zu bekommen, ist ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt Ihres Vertrauens. Er bietet in der Regel drei verschiedene Methoden an: das In-Office-Bleaching, das Home Bleaching und die Walking Bleach Technik.

In-Office-Bleaching:

Diese Methode garantiert schnelle Ergebnisse und gilt als ausgesprochen sicher. Nach einer professionellen Zahnreinigung, bei der sämtliche Beläge entfernt werden, deckt Ihr Zahnarzt zunächst das Zahnfleisch ab, bevor er ein hochkonzentriertes Bleichmittel auf Ihre Zähne aufträgt. Dieses Mittel, das bereits erwähnte Carbamidperoxid, wird mit einer speziellen UV-Lampe erwärmt und eine knappe Viertelstunde lang auf den Zähnen belassen. Im Anschluss wird dieser völlig ungefährliche Vorgang – unterbrochen von gründlichen Mundspülungen – noch zwei weitere Male wiederholt, ehe die Zähne abschließend mit einem Fluorid-Calcium-Gel behandelt werden. Als Patient sind Sie während der Behandlung völlig schmerzfrei und Sie können sich innerhalb kürzester Zeit wieder über ein gesundes und strahlendes Lächeln freuen.

Home Bleaching:

Alternativ zu der Behandlung im Zahnarztstuhl können Sie sich auch für das besonders beliebte Home Bleaching entscheiden. Hierfür nimmt Ihr Zahnarzt zunächst Abdrücke von Ihren Zähnen, um passgenaue Schienen für Ober- und Unterkiefer zu erstellen. Zuhause werden diese Schienen dann mit einem speziellen Bleichgel gefüllt und über einen von Ihrem Zahnarzt definierten Zeitraum hinweg getragen. Wenn Sie darauf achten, Ihre Zähne im Anschluss an die jeweilige Behandlungsprozedur vor neuerlichen Verfärbungen zu schützen, ist das gewünschte Endergebnis in der Regel nach etwa zwei Wochen erreicht.

Die Walking Bleach Technik:

Diese Methode wird nur in Einzelfällen zum Zähne bleichen genutzt – zum Beispiel, wenn ein einzelner abgestorbener Zahn aufgehellt werden soll. In diesem Fall wird ein Bleichmittel in den aufgebohrten Zahn eingebracht, welches den Zahn von innen aufhellt und dort für einige Tage verbleibt. Im Anschluss an die Behandlung wird das entstandene Loch mit einer Füllung wieder sicher verschlossen.

Nutzen Sie die hier vorgestellten professionellen Möglichkeiten, um wieder mit strahlend weißen Zähnen durch die Welt gehen zu können! Auch wenn die Kosten für das Zähne bleichen in der Regel nicht von den Krankenkassen getragen werden, ist der Gang zum Zahnarzt die beste Wahl, wenn Sie Ihr Umfeld nicht nur mit einem weißen, sondern auch mit einem gesunden Lächeln begeistern möchten.

 

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