High Life dank High Tech: Modernste Technologien ermöglichen es, feste Zähne sofort und passgenau im Kiefer einzusetzen. Für Patienten, die von Zahnverlust betroffen sind, bedeutet das einen enormen Gewinn an Lebensqualität. Innovative Verfahren wie das 3D-Röntgen machen den Eingriff immer sanfter, effektiver und sicherer. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Technologien derzeit für Aufsehen sorgen – und wohin die Reise in naher Zukunft gehen könnte.

Vor der Zahnimplantation: Mit Laser auf Bakterienjagd

Häufig tragen Bakterien Schuld daran, wenn Zähne im Erwachsenenalter verloren gehen. Die von ihnen verursachten Erkrankungen wie Karies und Parodontitis können Zähne und Kiefer unwiderruflich schädigen. Damit eine Zahnimplantation in solchen Fällen Erfolg haben und der Patient sofort feste Zähne erhalten kann, muss der Zahnarzt zuerst die Grunderkrankung in den Griff bekommen. Leider sind Bakterien und die von ihnen verursachten Entzündungen oft hartnäckig. Selbst starke Antibiotika bringen in manchen Fällen keinen lang anhaltenden Erfolg – dafür aber unangenehme Nebenwirkungen und das Risiko, dass sich Resistenzen bilden.


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​Die häufigsten Fragen zu festem Zahnersatz mit den wichtigsten Antworten.


Eine neuartige Laser-Behandlung, auch Photodynamische Therapie (PDT) genannt, ermöglicht es, krankmachenden Bakterien sanft und zugleich höchst effektiv zu Leibe zu rücken. Der Zahnarzt färbt das entzündete Gewebe zunächst mit einer Farbstofflösung an und behandelt es anschließend mit einem Soft-Laser. Durch die Reaktion zwischen dem Farbstoff und dem Laserlicht bildet sich Singulett-Sauerstoff, ein aggressives Sauerstoff-Molekül. Dieses Teilchen zerstört die Zellwand der Bakterien und bringt sie so zum Platzen. Die Bakterienzahl wird in der Folge deutlich reduziert, die Entzündung kann abheilen. Für den Patienten ist die Behandlung ungefährlich und völlig schmerzfrei, der Laser hat im Gegenteil sogar einen gewissen schmerzlindernden Effekt.

Feste Zähne sofort – mit 3D-Röntgen Maß nehmen

Jeder Mensch ist einzigartig, und das ist auch gut so. Den Zahnarzt und den Zahntechniker stellt die individuelle Beschaffenheit jedes Kiefers aber vor erhebliche Herausforderungen. Denn damit der Zahnersatz später perfekt sitzt, muss er mit mikroskopischer Genauigkeit an die anatomischen Gegebenheiten des Patienten angepasst werden.

Ein erster Schritt auf dem Weg zu festen Zähnen, die sofort passgenau sitzen, ist daher eine hoch präzise Diagnostik. Normale Röntgen-Aufnahmen, wie sie in der Zahnarztpraxis üblicherweise zum Einsatz kommen, eignen sich dazu nur bedingt. Denn sie liefern nur eine flache, zweidimensionale Ansicht des Kiefers, was für eine exakte Anpassung von Zahnimplantaten zu ungenau ist.

Deshalb kommt in der Implantationsmedizin neben Abdrücken zunehmend die 3D-Röntgen-Technik zum Einsatz. In der Fachsprache heißt sie auch „digitale Volumen-Tomographie“ (DVT), es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Computer-Tomographie (CT). Bei einem 3D-Röntgen tastet eine Kamera den Kiefer des Patienten in einem einzigen Scan-Durchlauf ab, zeichnet dabei alle nötigen Daten auf und überträgt sie an eine Computer-Software. Auf diese Weise wird ein dreidimensionaler, „digitaler Abdruck“ genommen, der auch feinste Strukturen und Details wie Nerven und Blutgefäße enthält. Diese räumliche Darstellung des Kiefers kann der Zahnarzt am Computer betrachten, in allen Ebenen drehen und weiter bearbeiten. Sie stellt die Basis dar, um die Form des Zahnersatzes zu planen und die festen Zähne sofort im Zahnlabor herzustellen. Für den Patienten hat das 3D-Röntgen den Vorteil, dass auf einen Kieferabdruck verzichtet werden kann.

Feste Zähne sofort – nach digitalem Entwurf

Wird der Zahnersatz mithilfe einer Computer-Software geplant oder auch hergestellt, so spricht der Fachmann von einer CAD/CAM-Technologie. Die Abkürzung CAD heißt „Computer-Aided Design“ und steht für die computerunterstützte Planung oder Konstruktion von Objekten. CAM heißt „Computer-Aided Manufacturing“ und bedeutet, dass die entsprechenden Objekte mithilfe einer Computer-Software angefertigt werden.

In der Zahnmedizin wird die CAD/CAM-Methode beispielsweise eingesetzt, um exakte Bohrschablonen zu konstruieren. Diese Schablonen benötigt der Zahnarzt, um die Bohrungen für die Zahnimplantate im Kiefer des Patienten passgenau zu setzen. Zwar lassen sich Bohrschablonen auch auf Basis eines Kiefer-Abdrucks anfertigen, der digitalisierte Weg verspricht aber noch exaktere Ergebnisse und damit eine optimierte Behandlung.

Auch die Form der Implantate und des Zahnersatzes lässt sich heute mithilfe einer Computer-Software berechnen. Das heißt: Der Zahnarzt kann einen „virtuellen Entwurf“ Ihrer festen Zähne sofort am Computer anfertigen und anhand dieses Modells beispielsweise beurteilen, wie sich die Kaukräfte verteilen und wie passgenau der Zahnersatz Ihrer Kieferform entspricht. Auch vom Aussehen Ihrer neuen Zähne können Sie sich durch die computerunterstützte Darstellung bereits vorab im wörtlichen Sinn ein Bild machen. Funktion und Ästhetik des Zahnersatzes lassen sich durch die CAD/CAM-Technologie somit noch besser den Bedürfnissen des Patienten anpassen.

Um die neuen festen Zähne sofort in der Zahnarztpraxis herzustellen, lassen sich die digitalen Daten anschließend direkt an eine Fräsmaschine übermitteln. Die Maschine schneidet die Zahnkrone aus einem Keramikblock heraus und modelliert so einen perfekt sitzenden Zahnersatz.

Feste Zähne sofort – aus innovativen Materialien nach dem Vorbild der Natur

Auch im Bereich der Werkstoffe beschreitet die Zahnmedizin laufend neue Wege. Die jüngste Errungenschaft in der Implantationsmedizin sind sogenannte bionische Werkstoffe, die in ihren Materialeigenschaften körpereigene Strukturen nachahmen. Ein Beispiel dafür ist das Hochleistungs-Polymer BioHPP, das in seinen Eigenschaften menschlichen Knochen sehr nahe kommt. BioHPP ist leicht, stabil und elastisch und eignet sich daher optimal als Gerüstmaterial für einen bleibenden Zahnersatz. Durch die hervorragenden Dämpfungseigenschaften des Werkstoffs verringert sich beim Kauen die Krafteinwirkung auf das Implantat und damit auch die Belastung des Kieferknochens. Ein weiterer Vorteil ist die äußerst glatte Oberfläche, an der sich Bakterien weniger leicht anlagern können. Nicht zuletzt überzeugt BioHPP auch in ästhetischer Hinsicht durch seine weiße Farbe und sein absolut natürliches Erscheinungsbild.

Feste Zähne sofort – zukünftig auch aus dem 3D-Drucker?

Und wohin wird die Reise in Zukunft gehen? Zu erwarten ist, dass sowohl Bohrschablonen als auch der eigentliche Zahnersatz künftig mithilfe eines 3D-Druckers anstatt einer Fräsmaschine hergestellt werden könnten. Ein 3D-Drucker konstruiert Objekte, indem er hauchdünne Lagen des Ausgangsmaterials übereinander legt. So lässt sich eine nahezu unendliche Vielfalt an Formen und Farbvariationen realisieren, der Zahnersatz gleicht sich in Funktion und Aussehen immer mehr „echten“ Zähnen an.

Digitale Revolution schafft neue Möglichkeiten

Eines steht fest: Die Implantologie ist im digitalen Zeitalter angekommen. Das wiederum eröffnet dem Zahnarzt Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschienen. Im Moment sind viele der hier beschriebenen Verfahren allerdings noch sehr teuer und kommen daher nicht standardmäßig zum Einsatz. Es ist aber zu erwarten, dass sich die Kosten in den nächsten Jahren deutlich reduzieren werden. Dadurch könnte der Traum von „festen Zähnen sofort“ für noch mehr Patienten immer rascher und einfacher Wirklichkeit werden.