Temperaturempfindliche Zähne

Temperaturempfindliche Zähne: Mögliche Ursachen und was Sie dagegen tun können

Temperaturempfindliche Zähne: Mögliche Ursachen und 5 Tipps für Betroffene

Ein leckeres Eis vom Italiener oder eine Tasse Tee an Frosttagen: Für viele Menschen bedeutet das nicht Wohlbehagen, sondern Schmerz. Schuld sind temperaturempfindliche Zähne, die übersensibel auf jeden plötzlichen Kälte- oder Wärmereiz reagieren. Was dahintersteckt und wie Sie die Beschwerden wieder los werden, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Temperaturempfindliche Zähne: Jeder Dritte ist betroffen

Schätzungen zufolge leiden mindestens 30 Prozent der Bevölkerung zeitweilig unter temperaturempfindlichen Zähnen. In Fachkreisen nennt man das Phänomen auch „dentine Hypersensitivität“, kurz DHS. Bei vielen Betroffenen löst nicht nur Heißes und Kaltes, sondern auch Süßes oder Saures blitzartig einschießende Schmerzen aus. Mitunter reicht bereits ein scharfer Luftzug.

Ursachen: Wie es zu temperaturempfindlichen Zähnen kommt

Manchmal führen eine undichte Füllung, eine schadhafte Krone oder Zahnkrankheiten wie Karies zu überempfindlichen Zähnen. In diesen Fällen verschwindet die Temperaturempfindlichkeit, sobald der Zahnarzt das Problem behoben hat.

Weitaus häufiger stecken aber keine akuten Zahnprobleme, sondern die folgenden beiden Ursachen dahinter:

  • freiliegende Zahnhälse durch Zahnfleischschwund
  • Zahnschmelzdefekte

In beiden Fällen kommt das empfindliche Zahnbein (Dentin) frei zu liegen, das sonst von Zahnfleisch oder Zahnschmelz bedeckt wird.

Zahnbein ist von mikroskopisch kleinen Kanälchen durchzogen, den sogenannten Dentin-Tubuli. Diese enthalten feinste Nervenfasern sowie Zellausläufer und schaffen eine Verbindung zwischen Zahnnerv und Außenwelt. Ist der Zahnschmelz defekt oder hat sich das Zahnfleisch im Bereich der Zahnhälse zurückgezogen, dann liegen die Enden der Dentin-Tubuli ungeschützt frei. Das Resultat ist in beiden Fällen dasselbe: Umweltreize können nun ungehindert zum inneren Zahnnerv durchdringen. Dadurch entstehen schmerzempfindliche oder temperaturempfindliche Zähne.

Risikofaktoren: Was temperaturempfindliche Zähne begünstigt

Wie kommt es nun zu Zahnfleischschwund oder Zahnschmelzschäden? Es gibt eine Reihe an Risikofaktoren, die solche Defekte begünstigen und dadurch zu temperaturempfindlichen Zähnen beitragen. Die wichtigsten sind:

  • Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder Zahnbettentzündung (Parodontitis): Auf bakterielle Angriffe reagiert unser Zahnfleisch mit einer Entzündungsreaktion. Bleibt diese unbehandelt, dann schwillt das Gewebe an und das Zahnfleisch beginnt sich vom Zahn zurückzuziehen. Die Bakterien rücken nach und befallen immer tiefer liegende Bereiche des Zahnbetts. Äußerlich erkennt man den Zahnfleischschwund daran, dass die Zähne optisch „länger“ aussehen.
  • Falsche Zahnputz-Technik: Zwar ist eine gründliche Zahnhygiene wichtig, um bakteriellen Entzündungen und Karies vorzubeugen. Doch eine falsche Zahnputztechnik kann Zahnschmelz und Zahnfleisch in Mitleidenschaft ziehen und so erst recht temperaturempfindliche Zähne fördern. Viele Menschen putzen zu kurz, dafür aber mit deutlich zu viel Druck. Vor allem am Zahnfleischrand wird so der Zahnschmelz abgetragen und das empfindliche Dentin kommt frei zu liegen. Dentin ist weicher als Zahnschmelz und lässt sich daher noch leichter „wegschrubben“. Nicht selten entstehen mit der Zeit Rillen oder Kerben, die der Zahnarzt bereits mit freiem Auge erkennen kann.
  • Zähneknirschen: Viele Menschen knirschen im Schlaf unwillkürlich mit den Zähnen. Beim nächtlichen Malmen entstehen starke Scherkräfte, denen selbst die kräftigsten Zähne auf Dauer nicht Stand halten. Oft wird der Zahnschmelz regelrecht abgesprengt oder es entstehen keilförmige Defekte im Bereich der Zahnhälse.
  • Säurehaltige Speisen und Getränke: Saures Obst, Essig, Limonaden oder Joghurt greifen die äußerste Schicht des Zahnschmelzes an und machen ihn vorübergehend weicher. Wer sich unmittelbar danach auch noch die Zähne putzt, potenziert die Schäden!
  • Bleaching: Temperaturempfindliche Zähne können manchmal auch unmittelbar nach einer Bleaching-Behandlung auftreten. Durch die Auswahl geeigneter Wirkstoffe und Techniken lassen sich die Beschwerden minimieren. Führen Sie Bleaching-Behandlungen daher besser nicht in Eigenregie durch, sondern wenden Sie sich an den Zahnarzt!
  • Zahnersatz: Beim Anbringen von Kronen oder Brücken muss der Zahnarzt häufig gesunde Zähne beschleifen, die als Träger für den Zahnersatz dienen. Auch dadurch kommt es zu lokal begrenzten Zahnschmelzschäden.

Temperaturempfindliche Zähne: 5 Tipps für Betroffene

Bei temperaturempfindlichen Zähnen ist es einerseits wichtig, Risikofaktoren zu vermeiden, die einen weiteren Zahnfleischrückgang oder Zahnschmelzdefekte begünstigen. Andererseits gehören natürlich auch die akuten Schmerzen behandelt, damit Sie wieder lustvoll essen und trinken können. Als Betroffener sollten Sie im Alltag auf Folgendes achten:

1. Verwenden Sie die richtige Zahnbürste

Bei temperaturempfindlichen Zähnen sollten Sie unbedingt zu einer Zahnbürste mit weichen Borsten greifen, um nicht noch mehr Zahnschmelz „wegzuschrubben“. Hilfreich können auch elektrische Zahnbürsten sein, die Sie durch akustische Signale warnen, wenn Sie zu viel Druck ausüben. Tauschen Sie Ihre Zahnbürste bzw. die Bürstenköpfe regelmäßig (spätestens alle 2 bis 3 Monate) aus. Denn beschädigte Borsten können Mikroverletzungen an Zahnfleisch oder Zahnschmelz hervorrufen.

Stehen bei Ihrer Zahnbürste schon nach kurzer Zeit die Borsten ab? Das kann ein Hinweis sein, dass Sie zu kräftig aufdrücken!

2. Putzen Sie Ihre Zähne gründlich und schonend

Putzen Sie sorgfältig, aber mit sanftem Druck und bewegen Sie die Bürste von „Rot“ (Zahnfleisch) in Richtung „Weiß“ (Zahn) – nicht umgekehrt. Falls Sie sich unsicher sind, ob Sie es richtig machen, dann lassen Sie sich die korrekte Putztechnik einmal vom Zahnarzt oder der Zahnprophylaxe-Fachkraft zeigen. Wenn Sie saure Getränke oder Speisen zu sich genommen haben, sollten Sie sich danach nur den Mund ausspülen und mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde warten.

3. Vermeiden Sie Weißmacher-Zahncremes

Aufhellende Zahncremes sind bei temperaturempfindlichen Zähnen ungeeignet. Sie enthalten aggressive Schleifkörper, die nicht nur Verfärbungen abtragen, sondern auch den Zahnschmelz selbst aufrauen und beschädigen können.

4. Benutzen Sie spezielle Pflegeprodukte für temperaturempfindliche Zähne

Frei verkäufliche Zahncremes und Mundspülungen für schmerzempfindliche Zähne können zusammen mit einer schonenden Putztechnik dazu beitragen, dass die Überempfindlichkeit abklingt. Häufig enthalten diese Produkte Mineralien wie Kalzium oder Strontium, die freiliegende Dentin-Tubuli verschließen und dadurch die Reizweiterleitung unterbinden. Auch Fluoride stärken und schützen den Zahnschmelz und tragen so dazu bei, dass sich die natürliche Schutzschicht des Zahnes regeneriert.

5. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten

Temperaturempfindliche Zähne müssen Sie nicht hinnehmen. Ihr Zahnarzt kann nach den genauen Ursachen forschen und diese gezielt behandeln. Freiliegende Zahnhälse lassen sich beispielsweise mit speziellen Kunststoffen oder Lacken versiegeln. Oft führt schon eine einmalige Behandlung zu einem deutlichen Rückgang der Beschwerden!

Größere Defekte in der Zahnsubstanz verschließt der Zahnarzt häufig mit sogenannten Komposit-Materialien. Diese Füllmaterialien schützen schmerzempfindliche Bereiche und stellen das ursprüngliche Erscheinungsbild des Zahnes wieder her.

Bei starkem Zahnfleischschwund sind auch chirurgische Eingriffe möglich. Dabei werden die freiliegenden Zahnhälse mit körpereigenem oder künstlichem Zahnfleisch überzogen, die Zähne erhalten so Ihren natürlichen Schutz zurück. Auch das ästhetische Erscheinungsbild verbessert sich, denn viele Betroffene stören die optisch „langen Zähne“, die mit einem Zahnfleischschwund einhergehen.

Fast immer findet sich eine geeignete Lösung, damit Sie als Betroffener wieder schmerzfrei essen und trinken können. Zögern Sie daher nicht, das Problem „temperaturempfindliche Zähne“ beim nächsten Zahnarzt-Besuch anzusprechen!

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Pochender Zahn © g-stockstudio/shutterstock.com

Pochender Zahn – mögliche Ursachen und Maßnahmen

Pochender Zahn: Wie es dazu kommt, was gegen den Schmerz hilft

Er raubt uns buchstäblich den letzten Nerv: Ein pochender Zahn zählt zu den quälendsten Schmerzarten, die wir empfinden können. Und oft trifft es einen ausgerechnet nachts, am Wochenende oder im Urlaub, wenn weit und breit kein Zahnarzt verfügbar ist. Lesen Sie hier, was dahinter steckt und wie man den Schmerz möglichst rasch wieder los wird.

Pochender Zahn kann auf Entzündung hindeuten

Jeder Zahnschmerz ist ein Warnsignal: Er weist uns darauf hin, dass etwas mit den Zähnen nicht stimmt. Oft gibt die Schmerzqualität bereits erste Hinweise auf mögliche Ursachen. Wenn ein Zahn heftig pocht, liegt das häufig an einer Entzündung. Weil das erkrankte Gewebe stärker durchblutet ist, spüren wir den Schmerz oft synchron zum eigenen Herzschlag. Typisch für eine Entzündung ist auch, dass sich der Schmerz durch Wärme und in Ruhe eher verstärkt. Deshalb treffen uns die Schmerzattacken sehr oft nachts.

Entzündungen sind eigentlich eine sinnvolle Abwehrreaktion. Der Körper versucht sich gegen Krankheitserreger oder deren schädliche Stoffwechselprodukte zu wehren. Die körpereigenen Abwehrstoffe können aber ihrerseits das Gewebe schädigen. Einen pochenden Zahn sollte man daher keinesfalls abtun. Die Entzündungsprozesse führen im schlimmsten Fall dazu, dass der Zahn abstirbt!

Pochender Zahn aufgrund einer Zahnmarkentzündung (Pulpitis)

Entzündungen können in verschiedenen Bereichen von Mund und Kiefer auftreten. Die häufigste Ursache für einen pochenden Zahn ist eine Entzündung im Bereich des Zahnmarks. Das Zahnmark ist sozusagen der „innerste Kern“ unserer Zähne. Es besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen und feinsten Nervenbahnen. Diese leiten Schmerzreize an das Gehirn weiter, und genau das ist der Grund, warum eine Entzündung im Bereich des Zahnmarks höllisch weh tun kann. Befindet sich der Entzündungsherd im Bereich der Zahnwurzeln, spricht man auch von einer Zahnwurzelentzündung.

Durch die Entzündung schwillt sehr oft das umgebende Gewebe an. Wenn ein pochender Zahn von einer „dicken Backe“ begleitet wird und die betroffene Region sehr empfindlich auf Berührung, Kälte oder Wärme reagiert, ist eine Zahnmark- bzw. Zahnwurzelentzündung naheliegend.

Am Beginn steht die Karies

Eine Zahnmarkentzündung entsteht nicht von heute auf morgen, sie hat immer eine Vorgeschichte. Ausgelöst wird sie meist von Karies-Bakterien, die Löcher in den Zahn fressen und sich so nach und nach bis ins Innere des Zahnes vorarbeiten. Das Tückische ist, dass man davon anfangs nicht viel bemerkt – eine Karies muss nicht weh tun. Erst wenn die Krankheitserreger buchstäblich den Zahn-Nerv treffen, kommt es zu plötzlichen, heftigen Schmerzattacken.

Neben einer Karies können der Zahnmarkentzündung auch andere Ursachen zugrunde liegen: beispielsweise Zahnverletzungen, schiefgewachsene Weisheitszähne oder eine unbehandelte Parodontitis.

Pochender Zahn: Weitere mögliche Ursachen

Schmerzen sind etwas sehr Individuelles. Auch zahlreiche andere Erkrankungen im Kiefer- oder Mundbereich machen sich bei einigen Menschen durch Pochen bemerkbar. Ein pochender Zahn kann beispielsweise auf folgende Erkrankungen hindeuten:

  • Karies: Gelegentlich beginnt ein Zahn zu pochen, noch bevor die Karies-Bakterien das innere Zahnmark befallen haben.
  • Zahnfleisch- oder Zahnbettentzündungen: Manchmal empfinden wir Zahnschmerzen, obwohl gar nicht die Zähne selbst, sondern das umgebende Zahnfleisch erkrankt ist. Ein pochender Zahn kann daher auch ein Hinweis auf eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) sein. Typisch ist ein heftiger Schmerz beim Aufbeißen, oft ist auch das Zahnfleisch gerötet oder blutet, wenn man es berührt.
  • Zahnverletzungen (Traumata): Durch Stürze oder heftige Schläge können Zähne innere Schäden davontragen – selbst wenn der Zahn rein äußerlich unversehrt erscheint. Wird ein Zahnnerv durch äußere Einwirkungen geschädigt, kann das ähnliche pochende Schmerzen hervorrufen wie ein Zahnmarkentzündung.
  • Probleme mit den Weisheitszähnen: Wächst ein Weisheitszahn schief, kann er großen Druck auf seine Nachbarn ausüben. Bei pochenden Schmerzen im Bereich der hinteren Backenzähne sollte man daher auch an die Weisheitszähne denken.
  • Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis):

Gelegentlich liegt einem pochenden Zahn gar keine Zahnerkrankung zugrunde, sondern eine Entzündung im Bereich der Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Weil die Zahnwurzeln und die Nasenebenhöhlen sehr nahe zueinander liegen, greift der Schmerz manchmal auf Kiefer und Zähne über.

Erste Hilfe: Was rasch gegen die Schmerzen hilft

Ein pochender Zahn kann also auf ernsthafte Zahnerkrankungen hindeuten. Sie sollten die Beschwerden daher niemals auf die leichte Schulter nehmen! Sind die Schmerzen sehr stark und werden sie vielleicht von Schwellungen begleitet, dann sollten Sie sich so rasch wie möglich um einen Notfall-Termin beim Zahnarzt kümmern.

Um die Zeit bis zu Ihrem Termin zu überbrücken, können Sie Schmerzmittel auf der Basis von Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. Falls Sie keine Tabletten schlucken möchten, helfen vielleicht kalte Umschläge: Wickeln Sie ein Coolpad oder eine Packung mit Eiswürfeln in ein Tuch ein und drücken Sie es sanft an die schmerzende Stelle. Wichtig: Das Eis niemals direkt auf die Haut legen, sonst drohen Erfrierungen! In leichteren Fällen kann auch das Kauen von Gewürznelken Linderung verschaffen. Die darin enthaltene Substanz Eugenol wirkt leicht betäubend und schmerzlindernd.

Pochender Zahn: So geht der Zahnarzt vor

Beim Zahnarzt steht zunächst einmal Ursachensuche auf dem Programm. Der Zahnarzt wird sich nach Ihren genauen Beschwerden erkundigen und die schmerzende Stelle mithilfe von Spiegeln oder Sonden in Augenschein nehmen. Zusätzlich können Röntgen-Untersuchungen Hinweise auf die Ursache liefern.

Wurzelbehandlung: Den Schmerz an der Wurzel packen

Die Therapie richtet sich anschließend nach der genauen Ursache. Liegt eine Zahnmarkentzündung dem pochenden Zahn zugrunde, dann ist eine rasche Behandlung besonders wichtig. Denn die Krankheitserreger können das Zahnmark irreversibel schädigen, in solchen Fällen muss der Zahn oft gezogen werden.

Als ersten Rettungsversuch wird der Zahnarzt wahrscheinlich eine Wurzelbehandlung vornehmen. Dabei verschafft er sich unter lokaler Betäubung Zugang zu den entzündeten Wurzelkanälen und behandelt sie mit antibakteriellen Lösungen, um die Keime abzutöten. Danach dichtet er die Wurzelkanäle mit einer speziellen Füllung ab und verschließt sie provisorisch. Nach einigen Tagen bekommt der Patient eine bleibende Füllung.

Wurzelspitzenresektion: Wenn es Keime auf die Spitze treiben

Bei besonders hartnäckigen Entzündungen ist oft eine Wurzelspitzenresektion nötig. Dabei entfernt der Zahnarzt ein Stück des entzündeten Gewebes mitsamt der Wurzelspitze. Wichtig ist, dass keine Keime zurückbleiben, denn sonst flammt die Entzündung erneut auf! Ein so behandelter Zahn ist zwar nicht mehr ganz so fest verankert, kann aber oft trotzdem erhalten bleiben.

Pochender Zahn: Ursache immer abklären lassen

Einen pochenden Zahn sollten Sie als Warnsignal des Körpers immer ernst nehmen. Keine gute Lösung ist es, den Schmerz über längere Zeit hinweg mit Tabletten zu unterdrücken oder mit Hausmitteln selbst zu behandeln. Dadurch verlieren Sie möglicherweise wertvolle Zeit. Zahnbehandlungen haben die größte Aussicht auf Erfolg, wenn Sie sich möglichst früh an Ihren Zahnarzt wenden!


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Die 10 häufigsten Zahnerkrankungen – und wie Sie ihnen vorbeugen

Oft beginnt alles ganz harmlos: Mit Zahnbelägen, Zahnstein und den „falschen“ Bakterien im Mund. Schreiten Zahnerkrankungen voran, dann rauben sie uns neben Nerven und Schlaf häufig auch unser gesundes Lächeln. Lesen Sie hier, was die 10 häufigsten Zahnkrankheiten sind und wie Sie sich vor ihnen schützen können.

Zahnerkrankungen: Nicht nur Zähne sind betroffen

Zahnerkrankungen ziehen nicht nur die Zähne selbst in Mitleidenschaft. Viele Krankheitsprozesse nehmen mit Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut ihren Anfang. Im fortschreitenden Verlauf können Zahnkrankheiten schließlich von den Zähnen auf den Kieferknochen übergreifen. Manchmal wirken sich Entzündungsprozesse im Mund sogar auf den gesamten Organismus aus, etwa wenn Krankheitserreger aus Eiterherden in die Blutbahn gelangen.

Ganz oben auf der Hitliste der häufigsten Zahnerkrankungen stehen Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Viele andere Probleme mit den Zähnen treten eigentlich erst als Folge dieser drei Krankheiten auf.

Die 10 häufigsten Zahnerkrankungen im Überblick

1. Karies

Über 90 Prozent aller Menschen sind irgendwann in ihrem Leben von Karies betroffen. Darunter versteht man eine bakteriell bedingte Zerstörung der Zahnsubstanz, die im Anfangsstadium nicht unbedingt Schmerzen verursachen muss. Seinen Ausgang nimmt Karies von Zahnbelägen, die einen idealen Nährboden für „schlechte“ Bakterien darstellen. Karies-Bakterien lieben Zucker und wandeln ihn in Säuren um, die dem Zahnschmelz wichtige Mineralien entziehen. So wird die Zahnsubstanz nach und nach zerstört, es bildet sich das landläufig bekannte „Loch im Zahn“.

Bevorzugt entsteht Karies an schwer zugänglichen Stellen wie Vertiefungen und Rillen (Fissuren) oder im Bereich der Zahnzwischenräume. Auch die Milchzähne von Kindern sind besonders gefährdet, weil ihr Zahnschmelz weniger robust ist. Karies zählt daher zu den häufigsten Zahnerkrankungen bei Kindern.

2. Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Beim Zähneputzen verfärbt sich die Zahnpasta oft rosa? Häufiges Zahnfleischbluten ist ein Warnzeichen, das auf eine Zahnfleischentzündung hindeuten kann. Verantwortlich dafür sind Bakterien, die sich gerne unter Zahnstein, am Zahnfleischrand oder in Zahnfleischtaschen ansiedeln und sich dort von Nahrungsresten und abgestorbenen Zellen ernähren. Ihre Stoffwechselprodukte lösen Abwehr- und Entzündungsreaktionen im Bereich des Zahnfleisches aus. Dabei entstehen unter anderem Stoffe, die das eigene Gewebe schädigen. Schreitet die Entzündung voran, dann zieht sich das Zahnfleisch oft zurück, wodurch die Bakterien tiefer in den Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch vorrücken können.

3. Zahnbettentzündung (Parodontitis)

Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung geht früher oder später in eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) über, eine der häufigsten Zahnerkrankungen im Erwachsenenalter. Im Krankheitsverlauf werden auch die feinen Haltefasern geschädigt, die Zahnfleisch, Zahn und Kieferknochen miteinander verbinden. Das hat fatale Folgen: Der Zahn verliert seinen festen Halt, wird zunehmend locker und kann schließlich ausfallen, selbst wenn er an sich gesund ist.

4. Zahnmarkentzündung (Pulpitis)

Werden Karies-Erreger nicht rechtzeitig gestoppt, können sie sich bis in das innere Zahnmark (Pulpa) vorarbeiten. Dort treffen sie im buchstäblichen Sinn den Nerv des Zahns: Eine Zahnmarkentzündung zählt zu den schmerzhaftesten Zahnerkrankungen überhaupt und treibt selbst Zahnarztmuffel in kürzester Zeit in die Zahnarztpraxis. Hört der Schmerz irgendwann „von selbst“ auf, kann das ein Hinweis sein, dass das Zahnmark abgestorben ist.

5. Zahnwurzelentzündung (apikale Parodontitis)

Aus einer unbehandelten Karies oder Pulpitis kann sich eine Zahnwurzelentzündung entwickeln. Dabei breiten sich Bakterien in den feinen Zahnwurzelkanälen aus und führen zu einer sehr schmerzhaften Entzündung im Bereich der Wurzelspitzen. Von dort aus können die Erreger schließlich weiter in den Kieferknochen gelangen.

6. Kieferzysten

Kieferzysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Kieferknochen, die langsam wachsen und anfangs oft kaum Beschwerden machen. Häufig entstehen sie als Folge von Entzündungen, etwa im Bereich der Zahnwurzeln. In manchen Fällen handelt es sich einfach um Fehlentwicklungen, die keine infektiösen Ursachen haben. Werden solche Zysten zu groß, können sie Schmerzen hervorrufen und den Kieferknochen von innen regelrecht aushöhlen.

7. Zahngranulome

Unter Zahngranulomen versteht man linsengroße, abgekapselte Knötchen im Kiefer- oder Zahnwurzelbereich, die mit Entzündungszellen gefüllt sind. Sie entwickeln sich häufig infolge von Zahnkrankheiten wie Karies oder Parodontitis und machen sich durch Schmerzen und Blutungen bemerkbar.

8. Schmerzempfindliche Zahnhälse

Schmerzempfindliche Zähne sind ein weit verbreitetes und sehr unangenehmes Problem: Süßes, Saures, Heißes oder Kaltes löst bei Betroffenen einen plötzlichen, intensiven Schmerz aus, was häufig die Freude am Essen nimmt. Schuld sind oft freiliegende Zahnhälse, die auf Zahnerkrankungen wie Parodontitis zurückgehen. Weil die Zahnhälse über keine schützende Schmelzschicht verfügen, können Reize dann ungehindert die Nerven im Zahn erreichen.

9. Zähneknirschen (Bruxismus)

Wer zu häufig „die Zähne zusammenbeißt“, bezahlt das oft durch irreversible Schäden an den Zähnen. Die Rede ist von nächtlichem Zähneknirschen, das Betroffene leider nicht bewusst steuern können. Oft wird dadurch der Zahnschmelz regelrecht abgeschliffen, was Zahnerkrankungen wie Karies Vorschub leisten kann.

10. Mundgeruch

Mundgeruch zählt zwar nicht zu den eigentlichen Zahnkrankheiten, kann aber eine Folge davon sein: Entzündungsherde im Mund machen sich oft auch durch unangenehme Gerüche bemerkbar. Manchmal liegt die Ursache auch in einer schlechten Mundhygiene oder einem zu trockenen Mund.

Zahnerkrankungen vorbeugen: Das können Sie tun

Ob man anfällig für Zahnkrankheiten ist oder von ihnen weitgehend verschont bleibt, hat zwar auch mit erblicher Veranlagung zu tun. Trotzdem haben Sie Ihre Zahngesundheit zu einem gewichtigen Anteil selbst in der Hand!

Folgendes können Sie tun, um Karies, Parodontitis & Co vorzubeugen:

  • Zahngesunde Ernährung: Süßes oder Saures – beides ist leider schlecht für die Zähne. Ernähren Sie sich daher möglichst zuckerarm und warten Sie eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen, nachdem Sie säurehaltige Früchte gegessen haben.
  • Korrekte Mundhygiene: Eine gründliche, regelmäßige Zahnpflege ist das Um und Auf, um Zahnerkrankungen vorzubeugen. Dabei auch auf die Zahnzwischenräume und die Reinigung der Zunge nicht vergessen!
  • Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt: Die meisten Zahnkrankheiten sind im Anfangsstadium gut behandelbar. Schreiten Sie unbemerkt voran, dann verursachen sie häufig irreversible Schäden an den Zähnen oder ziehen unangenehme Folgeerkrankungen nach sich. Aus diesem Grund sind regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt so wichtig – auch wenn Sie gerade keine akuten Beschwerden haben.
  • Professionelle Zahnreinigung: Selbst bei einer guten Mundhygiene bilden sich an schwer zugänglichen Stellen gerne feste Beläge, gegen die Sie mit Zahnbürste und Zahnseide machtlos sind. Um diesen Belägen und den darin lebenden Bakterien Herr zu werden, sollten Sie Ihren Zähnen regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung gönnen.
  • Bei Beschwerden sofort zum Zahnarzt: Auch wenn Zahnarztbesuche selten ein Vergnügen sind – warten Sie trotzdem nicht zu, wenn Sie bemerken, dass mit den Zähnen etwas nicht stimmt. Je früher Zahnerkrankungen behandelt werden, desto eher lassen sich die entstandenen Schäden in Grenzen halten.

 

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Zahnschmerzen im Urlaub © shutterstock / WAYHOME studio

Zahnschmerzen im Urlaub – was tun?

Zahnschmerzen im Urlaub sind ungefähr so verzichtbar wie verloren gegangene Koffer, verpasste Anschlussflüge oder Kakerlaken im Hotelzimmer. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass ausgerechnet in der schönsten Zeit des Jahres ein Zahn zu pochen oder zu ziehen beginnt. Was also tun, wenn es Sie erwischt hat? Lesen Sie hier, in welchen Fällen Sie Zahnschmerzen im Urlaub in Eigenregie behandeln können und wie Sie bei Zahnarztbesuchen im Ausland eine Kostenlawine vermeiden.

So beugen Sie Zahnschmerzen im Urlaub vor

Damit Sie Ihren Urlaub entspannt genießen können, treffen Sie am besten schon vor Ihrer Abreise einige Vorkehrungen. Folgendes können Sie tun, um von Zahnschmerzen im Urlaub möglichst verschont zu bleiben:

  • Falls Sie länger unterwegs sind: Gehen Sie vor Ihrem Urlaub zum Zahnarzt und lassen Sie Ihr Gebiss gründlich durchchecken. Das minimiert das Risiko, dass im Ausland ein Zahn akut wird. Legen Sie den Termin am besten 3 bis 4 Wochen vor die geplante Abreise, damit noch ausreichend Zeit für eine Behandlung bleibt.
  • Besonders wichtig ist ein Check beim Zahnarzt, falls Sie einen Tauchurlaub oder einen Aufenthalt in großer Höhe vorhaben. Denn durch die Luftdruck-Unterschiede könnten Ihnen defekte Zahnfüllungen oder Kronen plötzlich Probleme bereiten. Der Grund sind winzige Lufteinschlüsse in den Füllungen, die sich ausdehnen und höllische Schmerzen verursachen. Im schlimmsten Fall kann auch ein Stück Zahn abplatzen.
  • Verzichten Sie auch im Urlaub nicht auf Ihre tägliche Mundhygiene! Für Zahnbürste, Zahncreme und Zahnseide oder Interdentalbürstchen ist in jeder Reisetasche Platz. Für Notfälle sollten auch frei verkäufliche Schmerztabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Paracetamol mit ins Gepäck.

Wann können Sie Zahnschmerzen im Urlaub selbst behandeln?

In einem fremden Land am Zahnarztstuhl zu sitzen und sich womöglich nicht verständigen zu können ist niemals angenehm. In diesen Fällen können Sie die Zeit bis zum Zahnarztbesuch in der Heimat wahrscheinlich überbrücken:

  • Leichte Schmerzen: Falls es nur leicht pocht oder zieht, lassen sich Zahnschmerzen im Urlaub mit Hausmitteln und ein paar Verhaltenstipps unter Kontrolle halten. Falls Sie in eine warme Region gereist sind, ist es besonders wichtig, dass Sie einen kühlen Ort aufsuchen und direkte Sonne meiden. Bleiben Sie daher im klimatisierten Hotelzimmer oder zumindest im Schatten. Auch auf Alkohol, Zigaretten, heiße Getränke und körperliche Anstrengung sollten Sie jetzt besser verzichten. Schmerzlindernd wirken kühle Umschläge oder Hausmittel wie Gewürznelken, zerkleinerte Zwiebeln oder Salzlösungen.
  • Leichte Schwellungen: Eine geschwollene Backe können Sie mit einem kühl-feuchten Lappen, Kühlakkus, Coolpads oder einer Tüte mit Eiswürfeln behandeln. Wichtig: Immer zusätzlich mit einem Stofftuch umwickeln, damit Sie sich keine Erfrierungen holen. Auch bei Schwellungen sollten Sie Wärme und pralle Sonne besser meiden.
  • Zahnfleischbluten oder Zahnfleischentzündungen: Leichte Zahnfleischentzündungen oder -blutungen können Sie mit frei verkäuflichen Mundspülungen in den Griff bekommen, die den Wirkstoff Chlorhexidin enthalten. Ebenfalls entzündungshemmend wirken Salbei- oder Kamillentee.
  • Lockerer Zahnersatz: Wenn sich Zahnkronen oder Füllungen lockern oder gar herausfallen, kann das im Frontzahnbereich zwar sehr störend sein, es handelt sich aber um keinen unmittelbaren Notfall. Sie können den Zahnersatz mit Prothesen-Haftcreme oder auch mit Zahnpasta notdürftig fixieren. Falls sich trotzdem etwas löst: Passen Sie auf, dass Sie sich nicht verschlucken!

Zahnschmerzen im Urlaub: Wann Sie zum Arzt sollten

In bestimmten Notfällen ist ein Zahnarztbesuch aber auch im Ausland unumgänglich. Nicht länger zögern sollten Sie bei folgenden Problemen:

  • starken oder lang anhaltenden Zahnschmerzen
  • starken Schwellungen
  • wenn Sie zusätzlich Fieber bekommen
  • bei einem ausgeschlagenen Zahn
  • bei starken Blutungen im Mundraum

Tipp: Falls Sie im Ausland zum Zahnarzt müssen, kann Ihnen eine Übersetzungshilfe die Verständigung erheblich erleichtern. Im Internet finden Sie Sprachführer mit zahnmedizinischen Begriffen in verschiedenen Landessprachen, die Sie kostenlos herunterladen können.

Zahnbehandlung im Urlaub: Wer zahlt?

Zahnschmerzen im Urlaub können gleich doppelt weh tun – nämlich dann, wenn Sie direkt vor Ort oder nach Ihrer Rückkehr eine saftige Zahnarztrechnung erwartet! Wie ist das nun mit der Kostenübernahme, wenn Sie im Ausland zum Zahnarzt gehen?

Für gesetzlich Versicherte gilt Folgendes:

  • Ihre Krankenversicherung kommt grundsätzlich für Behandlungen im EU-Ausland sowie in Staaten auf, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Dazu zählen etwa Island, Norwegen, die Schweiz, Tunesien und die Türkei. In diesen Ländern legen Sie beim Arzt einfach Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vor, die normalerweise auf der Rückseite Ihrer elektronischen Gesundheitskarte aufgedruckt ist. Die ausländische Krankenkasse rechnet die Behandlungskosten dann mit Ihrer Krankenversicherung ab. Wichtig: Sie dürfen sich nur von Zahnärzten des öffentlichen Gesundheitssystems behandeln lassen, nicht von Privatärzten.
  • Doch leider gibt es einen Haken: Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt bei Behandlungen im Ausland nur das, worauf auch die vor Ort Versicherten Anspruch haben! Zuzahlungen und Eigenanteile, die in Ihrem Urlaubsland üblich sind, müssen Sie als Tourist also aus eigener Tasche berappen. Bei Zahnschmerzen im Urlaub kann das fatal sein. Denn in Ländern wie Spanien sind Zahnbehandlungen gar nicht Teil des gesetzlichen Leistungsspektrums, Sie bleiben also auf den Kosten sitzen.
  • Zudem funktioniert das Verfahren nicht immer reibungslos: Weil die Abrechnung sehr lang dauern kann, akzeptieren manche ausländische Ärzte die EHIC nicht. Sie bezahlen dann vor Ort in bar, können die Rechnung aber zu Hause bei Ihrer Krankenkasse einreichen, um die Kosten nachträglich erstattet zu bekommen. Vorsicht, viele Kassen verlangen eine auf Deutsch oder zumindest Englisch formulierte Rechnung!
  • Auch in den meisten Nicht-EU-Ländern gehen gesetzlich Versicherte leer aus. Reisen Sie beispielsweise in die USA, nach Thailand oder auf die Malediven, dann müssen Sie eine Zahnbehandlung im Notfall selbst bezahlen. Nur wenn Sie nachweisen können, dass Sie von mehreren privaten Krankenversicherungen abgelehnt wurden, übernimmt Ihre Krankenkasse in Ausnahmefällen die Kosten. Setzen Sie sich dazu vor Urlaubsantritt mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung.

Zahnschmerzen im Urlaub: Privat Versicherte meist besser geschützt

Sie sind privat versichert oder haben eine private Zusatzversicherung abgeschlossen? Dann studieren Sie aufmerksam das Kleingedruckte oder rufen Sie kurz bei der Hotline Ihrer Krankenkasse an, um den Versicherungsschutz in Ihrem Urlaubsland zu klären. Private Versicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für Zahnbehandlungen im EU-Ausland. In Nicht-EU-Staaten greifen sie dagegen nicht immer. Am besten lassen Sie sich Ihren Schutzstatus schriftlich bestätigen.

Reisekrankenversicherung deckt Versorgungslücken ab

Falls der Schutz in Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung lückenhaft ist, lohnt es sich eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Diese Angebote sind in der Regel nicht teuer, verschaffen Ihnen aber die Gewissheit, dass Sie bei Zahnschmerzen im Urlaub nicht auf den Behandlungskosten sitzenbleiben.

Natürlich wünschen wir Ihnen, dass Sie Ihren wohlverdienten Urlaub entspannt und vor allem schmerzfrei genießen können!

 

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Rauchen - die unterschätzte Gefahr für Ihre Zahngesundheit

Rauchen ist Gift. Auch für Ihre Zahngesundheit! Bereits 5 bis 14 Zigaretten pro Tag verdoppeln das Risiko, dass die Zähne vorzeitig ausfallen – von Zahnverfärbungen und Mundgeruch ganz zu schweigen. Erfahren Sie hier, was Tabak und Nikotin im Mund bewirken – und warum es für einen Rauchstopp nie zu spät ist.

Rauchen gefährdet Ihre Zahngesundheit gleich mehrfach

Zigarettenrauch enthält über 4.800 verschiedene Substanzen, von denen 90 sicher oder vermutlich krebsfördernd sind. Diese giftigen Inhaltsstoffe reichern sich unter anderem im Speichel von Rauchern an und sind so eine dauerhafte Gefahr für Zähne und Zahnfleisch.

Doch Rauchen beeinträchtigt die Zahngesundheit auch über Umwege. Das im Tabakrauch enthaltene Nikotin bewirkt, dass sich die Adern im Zahnfleisch und der Mundschleimhaut verengen und so weniger Blut ins Gewebe gelangt. Häufig wirkt das Zahnfleisch von Rauchern daher blass und grau. Fatal ist, dass auch unsere Immunzellen auf den Transportweg über das Blut angewiesen sind. Rauchen schwächt daher die Abwehrkräfte in der Mundhöhle – der Körper kann sich gegen Krankheitserreger weniger effektiv zur Wehr setzen. Auch die Wundheilung ist bei Rauchern häufig verzögert.

Gelbe Zähne und ein schlechter Atem

Die optischen Auswirkungen von Tabak auf die Zahngesundheit sind für Betroffene und ihr Umfeld kaum zu übersehen: Bei nahezu jedem Raucher stellen sich über kurz oder lang unschöne Zahnverfärbungen ein. Die im Tabakrauch enthaltenen Teerstoffe hinterlassen einen bräunlich-gelben Film auf den Zähnen, der sich selbst durch gründliches Zähneputzen nicht mehr so einfach entfernen lässt.

Doch leider sind diese Zahnbeläge weit mehr als ein kosmetisches Problem. Die raue Oberfläche erleichtert es Bakterien, sich an den Zahnschmelz anzulagern. Das wiederum kann Zahnkrankheiten wie Karies und Parodontitis begünstigen.

Eine unangenehme Eigenschaft dieser Bakterien ist auch, dass sie flüchtige Schwefelverbindungen erzeugen. Diese Schwefelstoffe sind eine der Hauptursachen für üblen Mundgeruch!

Glimmstängel erhöht Karies-Risiko

Karies oder Zahnfäule nennt man eine durch Bakterien verursachte Zersetzung des Zahnschmelzes. Häufig fressen die Keime regelrechte „Löcher“ in das Gewebe und zerstören den Zahn so in seinen Grundfesten. Auch hier sind Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern häufiger betroffen. Ein Grund dafür könnte die veränderte Zusammensetzung des Speichels sein, die krankheitserregende Bakterien begünstigt. Besonders alarmierend: Wissenschaftlichen Studien zufolge leiden auch Kinder häufiger unter Karies, wenn ihre Eltern rauchen. Tabakkonsum kann demnach sogar die Zahngesundheit des sozialen Umfelds gefährden.

Parodontitis tritt häufiger und aggressiver auf

Eindeutig belegt ist auch, dass Raucher ein bis zu 15 mal erhöhtes Risiko haben, an Parodontitis zu erkranken, einer entzündlichen Erkrankung von Zahnfleisch, Zahnhaltefasern und Kieferknochen. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf können die Zähne locker werden und schließlich ausfallen. Verursacht wird eine Parodontitis ähnlich wie Karies durch Bakterien im Zahnbelag.

Eine Parodontitis tritt bei Rauchern aber nicht nur häufiger auf, sie verläuft auch aggressiver: Rauchende Parodontitis-Patienten haben tiefere Zahnfleischtaschen, der Kieferknochen baut sich bei ihnen rascher ab und ihre Zähne fallen häufiger aus als bei Nichtrauchern.

Ein Grund dafür dürfte in der geschwächten Immunabwehr und der gestörten Wundheilung liegen. Bei immungesunden Menschen gelingt es dem körpereigenen Abwehrsystem oft über lange Phasen, die krankheitsverursachenden Bakterien in Schach zu halten. Die Entzündung schreitet langsamer voran oder bildet sich sogar wieder zurück. Bei Rauchern hingegen ist wegen der schlechteren Durchblutung die Immunreaktion gestört. Die Krankheitserreger im Mund haben freies Spiel – mit desaströsen Folgen für die Zahngesundheit.

Parodontitis wird oft zu spät bemerkt

Besonders tückisch ist, dass die frühen Warnzeichen einer Parodontitis bei Rauchern häufig fehlen. Normalerweise macht sich die Zahnfleischentzündung durch gerötetes Zahnfleisch und häufiges Zahnfleischbluten bemerkbar. Dieses Anfangsstadium der Parodontitis lässt sich relativ leicht in den Griff bekommen, wenn Betroffene und Zahnarzt an einem Strang ziehen. Bei Rauchern ist das Zahnfleisch aber dauerhaft schlecht durchblutet. Es erscheint daher blass und neigt weniger zum Bluten, selbst wenn es sich entzündet hat. Deshalb verstreicht oft wertvolle Zeit, bis Betroffene die Krankheit überhaupt bemerken.

Rauchen verursacht Krebs – auch im Mund

Dass Raucher häufiger unter Lungenkrebs leiden, ist spätestens durch die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen hinlänglich bekannt. Die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe schädigen aber nicht nur die Lunge, sondern auch die Schleimhäute im Mund. Zahnärzte beobachten bei Rauchern häufiger als bei Nichtrauchern Gewebeveränderungen, aus denen sich schließlich Krebs entwickeln kann. Bösartige Tumore bilden sich nicht nur in der Mundhöhle, auch Lippen, Zunge oder Speicheldrüsen sind häufig betroffen.

Potenziert wird das Krebsrisiko übrigens, wenn Raucher häufig ein Glas zu viel trinken. Die schädlichen Wirkungen von Tabak und Alkohol scheinen sich gegenseitig erheblich zu verstärken.

Implantate fallen häufiger aus

Raucher haben mit ihren Zähnen gleich doppelt Pech: Nicht nur ist ihre Zahngesundheit im Schnitt schlechter als die von Nichtrauchern, auch zahnärztliche Behandlungen schlagen bei ihnen weniger gut an. Beispielsweise baut sich bei rauchenden Parodontitis-Patienten der Kieferknochen stärker ab als bei Nichtrauchern, selbst wenn sie bereits in Behandlung sind.

Zudem heilen Wunden, wie sie durch Zahnbehandlungen oder Kieferoperationen entstehen, bei Rauchern schlechter. Problematisch ist das beispielsweise bei Implantat-Behandlungen. Ein Implantat ist ein festsitzender Zahnersatz, der ähnlich einer „künstlichen Zahnwurzel“ im Kieferknochen verankert wird und so als Basis für eine Zahnkrone dient. Bei Rauchern besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, dass Implantate nicht richtig einheilen oder zu einem späteren Zeitpunkt verloren gehen.

Rauchstopp: Die beste Investition in Ihre Zahngesundheit

Der blaue Dunst beeinträchtigt somit nicht nur Herz, Lunge und Kreislaufsystem, sondern gefährdet auch die Zahngesundheit auf vielfältige Weise. Doch die Schäden sind nicht unumkehrbar. Wer von seiner Sucht loskommt, hat nach 1 bis 2 Jahren ein immerhin nur noch dreimal so hohes Risiko im Vergleich zu Nichtrauchern, an Parodontitis zu erkranken. Nach 11 Jahren Rauchstopp gleicht sich das Parodontitis-Risiko von Nichtrauchern und Ex-Rauchern fast an.

Was Raucher für ihre Zahngesundheit tun können

Mit dem Rauchen aufzuhören ist schwer – das wissen Zahnärzte genauso wie Betroffene. Wer es (noch) nicht schafft, auf das Qualmen zu verzichten, sollte ganz besonders auf seine Zahnhygiene und die regelmäßige Vorsorge beim Zahnarzt achten. Durch eine professionelle Zahnreinigung – mindestens zweimal jährlich – lassen sich unschöne gelbliche Ablagerungen entfernen, die einen idealen Nährboden für Bakterien bilden. Der Zahnarzt wird bei diesen regelmäßigen Kontrollen nicht nur die Zähne selbst, sondern auch Zahnfleisch und Mundschleimhaut genau inspizieren, um krankhafte Veränderungen früh zu erkennen. So lassen sich die schädlichen Wirkungen von Tabak und Nikotin auf die Zahngesundheit zumindest begrenzen.

 

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Freiliegende Zahnhälse © fotolia / ryanking999

10 Tipps bei Schmerzen durch freiliegende Zahnhälse

Statt genüsslichem Schlemmen ein plötzlicher Zahnschmerz: Daran können freiliegende Zahnhälse Schuld sein. Neben Süßem und Saurem machen Betroffenen vor allem Temperaturunterschiede zu schaffen. Wie kommt es zu den Beschwerden und wie wird man sie wieder los? In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie und Ihr Zahnarzt bei Schmerzen durch freiliegende Zahnhälse tun können.

Wann spricht man von freiliegenden Zahnhälsen?

Normalerweise sind unsere Zahnhälse in das Zahnfleisch eingebettet und so vor schädlichen äußeren Einflüssen geschützt. Anders als der sichtbare Teil unserer Zähne besitzt der Zahnhals nämlich keinen Zahnschmelz, der Einwirkungen wie Temperatur oder chemische Reize abpuffert. Zieht sich das Zahnfleisch aus verschiedenen Gründen zurück, so liegt das empfindliche Zahnbein (Dentin) frei. Über winzige Kanälchen im Zahnbein können Reize wie Temperatur oder Berührung nun ungehindert den Zahnnerv erreichen und so einen ziehenden, stechenden oder pochenden Schmerz hervorrufen.

Rein optisch erkennt man freiliegende Zahnhälse daran, dass die Zähne länger wirken, was viele Betroffene als unästhetisch empfinden. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Zahnhalskaries.

Wie kommt es zum Zahnfleischrückgang? Mögliche Ursachen für freiliegende Zahnhälse

Häufig liegt ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen zugrunde, wenn die Zahnhälse frei zu liegen kommen. Viele Betroffene besitzen anlagebedingt ein dünneres Zahnfleisch, bei manchen übt der Ansatz des Lippen- und Zungenbändchens einen zu starken Zug auf das Zahnfleisch aus.

Neben anatomischen Ursachen können entzündliche Erkrankungen wie Parodontitis, aber auch nächtliches Zähneknirschen zu einem Zahnfleischrückgang führen. Manchmal liegt es schlicht an der falschen Zahnputztechnik: Wer zu fest oder zu häufig schrubbt, fügt Zahnfleisch und Zähnen laufend kleinere Verletzungen zu. Immer häufiger beobachten Zahnärzte außerdem Zahnfleischdefekte aufgrund eines Piercings.

Schmerzen durch freiliegende Zahnhälse: Was tun?

Schmerzempfindliche Zähne müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Es gibt viele Mittel und Wege, um akute Schmerzen zu lindern und die Schmerzempfindlichkeit der Zähne langfristig zu senken. Genauso wichtig ist es aber auch, die Ursachen für den Zahnfleischrückgang zu klären und nach Möglichkeit auszuschalten. Was sollten Sie nun konkret tun?

  1. Ursachen für den Zahnschmerz abklären
    Zögern Sie bei akuten oder wiederkehrenden Schmerzen nicht, einen Zahnarzttermin zu vereinbaren! Nicht immer sind freiliegende Zahnhälse an schmerzempfindlichen Zähnen Schuld. Karies und undichte Füllungen oder Kronen können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Je früher die Ursache feststeht, desto rascher lassen sich wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen.
  2. Regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt
    Ebenso wichtig sind regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt - auch dann, wenn Sie keine akuten Beschwerden haben. Manchmal verursachen freiliegende Zahnhälse, zumal im Anfangsstadium, keine Schmerzen. Trotzdem sollte der Zahnfleischrückgang gestoppt und eine mögliche Grunderkrankung behandelt werden.
  3. Schmerzauslösende Reize vermeiden
    Sind tatsächlich freiliegende Zahnhälse an dem Zahnschmerz schuld, dann hilft es in einem ersten Schritt, mögliche Auslösereize zu vermeiden. Dazu zählen vor allem heiße, kalte, saure oder süße Speisen. Säurehaltige Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte greifen außerdem den Zahnschmelz an, Zucker kann das Wachstum schädlicher Bakterien vorantreiben. Beides leistet schmerzempfindlichen Zähnen Vorschub.
  4. Die richtige Zahnbürste verwenden
    Um Schäden an Zahnschmelz oder Zahnfleisch vorzubeugen, greifen Sie am besten zu einer Zahnbürste mit weichen Borsten. Das gilt umso mehr, wenn Ihr Zahnfleisch bereits in Mitleidenschaft gezogen ist. Hilfreich können auch elektrische Zahnbürsten sein, die ein Alarmsignal abgeben, wenn Sie beim Putzen zu fest aufdrücken. Tauschen Sie Ihre Bürste außerdem in regelmäßigen Abständen aus - beschädigte Borsten können das Zahnfleisch verletzen.
  5. Zahnfreundliche Putztechnik erlernen
    Ob elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste: Schrubben Sie nur mit sanftem Druck und bewegen Sie die Bürste dabei möglichst vom Zahnfleisch in Richtung Zahn - man spricht auch von einer "fegenden Putztechnik". Auch Zahnseide sollten Sie behutsam anwenden, ohne sie auf das Zahnfleisch schnalzen zu lassen. Nach dem Essen warten Sie besser 30 Minuten, bevor Sie zur Bürste greifen. Der Grund ist, dass im Mund verbliebene Speisereste oder Säuren zusammen mit dem mechanischen Druck der Zahnbürste den Zahnschmelz stärker angreifen.
  6. Schmerzlindernde Zahnpasten verwenden
    Ergänzend zur korrekten Putztechnik haben sich spezielle Zahncremes für schmerzempfindliche Zähne bewährt. Ihre Inhaltsstoffe stärken die Zahnsubstanz und tragen dazu bei, die für die Schmerzweiterleitung verantwortlichen Kanälchen im Zahnbein zu schließen. Unbedingt vermeiden sollten Sie hingegen aufhellende Zahnpasten, sie können freiliegende Zahnhälse zusätzlich reizen.
  7. Hausmittel und Medikamente bei akutem Schmerz
    Ein wirksames Hausmittel bei akutem Zahnschmerz sind beispielsweise Gewürznelken, die Sie kauen oder auf die schmerzende Stelle auflegen können. Bei stärkeren Schmerzen helfen auch frei verkäufliche Schmerzmittel. Doch Vorsicht: Hausmittel oder Schmerzmittel ersetzen nicht den Gang zum Zahnarzt! Sie sollten nur zur Überbrückung dienen, um die Zeit bis zu Ihrem Zahnarzttermin einigermaßen schmerzfrei zu überstehen.
  8. Freiliegende Zahnhälse versiegeln lassen
    Sollte keine akute Entzündung vorliegen, dann kann der Zahnarzt den Zahnhals mit einem speziellen Fluorid-Lack versiegeln. Der Lack legt sich wie ein Schutzmantel um den Zahn und verhindert so, dass Reize an den Zahnnerv weitergeleitet werden. Dadurch lässt sich eine weitgehende Schmerzfreiheit erzielen. Zusätzlich sorgt die glattere Oberfläche dafür, dass sich schädliche Bakterien weniger leicht am Zahn anheften können.
  9. Defekte verschließen: Kunststoffe als "Lückenfüller"
    Bei manchen Patienten sind durch eine ungünstige Putztechnik regelrechte Rillen und Kerben am Zahnhals entstanden. Diese Defekte kann der Zahnarzt durch spezielle Füllmaterialien ausgleichen. Heute verwendet man dazu meist eigens entwickelte Kunststoffe, sogenannte Komposit-Materialien. Der Zahnfleischrückgang - und damit das optische Erscheinungsbild der Zähne - wird durch diese Behandlungstechnik jedoch nicht korrigiert.
  10. Mikrochirurgische Eingriffe zur Zahnfleischkorrektur
    Freiliegende Zahnhälse lassen sich auch durch ästhetisch-plastische Methoden behandeln. Diese Variante kommt vor allem dann in Frage, wenn Sie das unschöne Erscheinungsbild der "langen Zähne" stört. Es gibt verschiedene Techniken, um die Zahnhälse wieder mit Zahnfleisch zu bedecken. Der Zahnarzt kann vorhandenes Zahnfleisch verschieben, aber auch künstliche oder körpereigene Schleimhaut-Implantate einsetzen. Ziel ist es immer, die freiliegende Zahnoberfläche zu bedecken und einen weiteren Rückgang des Zahnfleisches zu stoppen.

Eine Voraussetzung für mikrochirurgische Verfahren ist es, dass keine akuten entzündlichen Erkrankungen wie Parodontitis oder Karies vorliegen. Damit der Erfolg von Dauer ist, sollten Sie nach dem Eingriff unbedingt auf eine korrekte, behutsame Mundhygiene achten. Auch regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind Pflicht, damit Ihr attraktives Lächeln möglichst lang erhalten bleibt.

Schmerzen durch freiliegende Zahnhälse sind behandelbar

Nehmen Sie schmerzempfindliche Zähne nicht auf die leichte Schulter, sondern lassen Sie die Ursache unbedingt durch Ihren Zahnarzt abklären! Egal ob freiliegende Zahnhälse oder ein anderes Krankheitsgeschehen den Beschwerden zugrunde liegt: Ihr Zahnarzt kennt wirkungsvolle Methoden, damit Sie bei Suppe, Eis oder frischen Früchten wieder unbeschwert zugreifen können.

 

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Lose Zähne © fotolia / YakobchukOlena

Lose Zähne bei Erwachsenen - wie Sie wieder zu gesunden festen Zähnen kommen

Haie haben es gut, ihre Zähne wachsen ein Leben lang nach. Beim Menschen können lose Zähne hingegen zu unwiderruflichem Zahnverlust führen. Was der Zahnarzt bei einem Wackelzahn im Erwachsenenalter tun kann und warum feste Zähne bis ins hohe Alter keine Utopie sein müssen, lesen Sie hier.

Lose Zähne: Erste Warnzeichen ernst nehmen

Der schleichende Verlauf bei der Entstehung loser Zähne kann tückisch sein: Beginnen sich im Erwachsenenalter Zähne zu lockern, dann wackeln sie meist nicht so offensichtlich wie die Milchzähne in der Kindheit. Eine veränderte Zahnstellung oder auch das Gefühl, nicht mehr so fest zubeißen zu können, sind erste Hinweise, dass ehemals feste Zähne an Halt verlieren. Nehmen Sie diese ersten Anzeichen unbedingt ernst und vereinbaren Sie umgehend einen Termin beim Zahnarzt! Wird rasch gehandelt, dann sind die losen Zähne häufig noch zu retten.

Schuld an losen Zähnen ist meist eine Parodontitis

In der Mehrzahl der Fälle haben lose Zähne im Erwachsenenalter eine klare Ursache: Die „Volkskrankheit“ Parodontitis kann Zahnfleisch, Haltefasern und zuletzt den Kieferknochen so sehr in Mitleidenschaft ziehen, dass die Zähne schließlich ausfallen. Eine Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, die sich auf dem Boden einer Zahnfleischentzündung, einer sogenannten Gingivitis, entwickelt. Spätestens ab der Lebensmitte läuft die Parodontitis als Ursache für einen Zahnverlust der Zahnfäule Karies den Rang ab.

Doch der Verlust fester Zähne durch eine Parodontitis ist kein unvermeidbares Schicksal. Erste Warnsignale für eine Zahnfleischentzündung sind Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder beim Essen, eine Rötung oder Schwellung des Zahnfleischs, häufig auch ein unangenehmer Geschmack im Mund oder übler Mundgeruch. Nehmen Sie diese Symptome nicht auf die leichte Schulter! Wird die Zahnfleischentzündung rechtzeitig behandelt, so lässt sich ein Übergreifen auf den gesamten Zahnhalteapparat verhindern.

Parodontitis – die Basisbehandlung

Selbst bei einer fortgeschrittenen Parodontitis, die bereits zu losen Zähnen geführt hat, gibt es durchaus Erfolg versprechende Therapieoptionen. Der Aufwand, um wieder zu festen Zähnen zu kommen, ist hier jedoch meist größer. Oberstes Ziel der Parodontitis-Behandlung ist es immer, das Fortschreiten der Entzündung aufzuhalten. Der Zahnarzt wird die Zähne zunächst gründlich von anhaftenden Belägen und Bakterien reinigen – auch dort, wo Sie mit Zahnbürste oder Zahnseide nicht hinkommen. Bei vielen Patienten haben sich tiefe Zahnfleischtaschen gebildet, in denen sich die Keime ungestört vermehren können. Manchmal müssen diese Taschen unter lokaler Betäubung eröffnet und gereinigt werden, um der Entzündung Einhalt zu gebieten.

In einigen Fällen ist eine zusätzliche Therapie mit Antibiotika sinnvoll. Diese werden entweder als Tabletten eingenommen, oder der Zahnarzt bringt sie in Form von Gels oder Salben direkt am Entzündungsherd ein. Gelingt es, die Parodontitis zum Abheilen zu bringen, so festigen sich lose Zähne in vielen Fällen von selbst. Eventuell wird der Zahnarzt eine Schiene verordnen, um die Zähne ruhig zu stellen. Das gilt auch, wenn sich ein Zahn durch ein Trauma, wie etwa einen Unfall oder einen Sturz, plötzlich gelockert hat.

Neuer Halt für lose Zähne – Regeneration des Zahnhalteapparats

Je weiter die parodontale Entzündung voranschreitet, desto mehr zieht sie Bindegewebe und Kieferknochen in Mitleidenschaft. Baut sich der Knochen ab, dann finden die Zähne irgendwann keinen ausreichenden Halt mehr. Teilweise lässt sich diese unerfreuliche Entwicklung rückgängig machen: Durch eine Transplantation von körpereigenem Knochenmaterial, das an anderer Stelle entnommen wurde, kann zerstörter Kieferknochen wieder aufgebaut werden. Alternativ kann der Zahnarzt auch Knochenersatzmaterial verwenden. Gute Erfolge erzielt man darüber hinaus mit speziellen Membranen, die direkt in den erkrankten Zahnhalteapparat eingebracht werden. Sie sorgen für eine gezielte, punktgenaue Gewebsregeneration und damit für den Erhalt eigener fester Zähne.

Was können Sie selbst für feste Zähne tun?

Eine Parodontitis bedeutet für das körpereigene Immunsystem Schwerstarbeit. Sie können den Heilungsprozess unterstützen, indem Sie auch zuhause eine konsequente Mundhygiene fortführen. Mindestens zweimal täglich Zähne putzen, die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen zur Reinigung der Zahnzwischenräume – das sollte von nun an zur täglichen Routine werden. Auch durch desinfizierende Mundspülungen können Sie schädlichen Bakterien das Leben schwerer machen. Da sich selbst bei bester Mundhygiene an schlecht zugänglichen Stellen Beläge bilden können, sollten Sie Ihren Zähnen in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung gönnen. Wichtig ist nicht zuletzt auch ein gesunder Lebensstil: Vor allem Rauchen und übermäßiger Stress können sich negativ auf Ihre Zahngesundheit auswirken.

Wenn übermäßiger Druck feste Zähne gefährdet

Doch nicht immer liegt losen Zähnen eine Parodontitis zugrunden. „Durchbeißen“, so lautet eine häufige Devise in Stresszeiten – was handfeste Folgen für die Zahngesundheit haben kann. Bei immer mehr Menschen manifestiert sich chronischer Stress in nächtlichem Zähneknirschen. Die Druckbelastung kann sowohl dem Zahnschmelz als auch dem Zahnhalteapparat empfindlich zusetzen und im Laufe der Zeit zu losen Zähnen führen. Leider entzieht sich die übermäßige Kautätigkeit im Schlaf der willentlichen Kontrolle, Betroffene bemerken oft allenfalls eine leichte Verspannung der Kiefermuskulatur. Meist ist es daher der Zahnarzt, der die Diagnose aufgrund der typischen Veränderungen im Gebiss stellt. Durch spezielle Kunststoffschienen, die nachts getragen werden, lässt sich die Belastung der Zähne reduzieren.

Feste Zähne statt Zahnersatz – die Möglichkeiten der Implantologie

Was auch immer zu dem Wackelzahn geführt hat: Oberstes Ziel ist immer der Erhalt eigener, fester Zähne. In manchen Fällen ist die Grunderkrankung jedoch bereits zu weit vorangeschritten, um lose Zähne zu retten. Muss ein Zahn gezogen werden, so sollte immer für einen adäquaten Zahnersatz gesorgt werden – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch um die verbleibenden Zähne zu schützen.

Die Vorstellung einer herausnehmbaren Zahnprothese im Wasserglas neben dem Bett jagt vielen Menschen Schauer über den Rücken. Zum Glück bietet die moderne Zahnmedizin überzeugende Alternativen, die wesentlich diskreter und komfortabler sind. Fehlen nur wenige Zähne und ist das restliche Gebiss in gutem Zustand, kann etwa eine festsitzende Brücke den Zahnverlust kaschieren.

Doch auch ein fortgeschrittener Zahnverlust bedeutet nicht, auf eigene, feste Zähne verzichten zu müssen: Mithilfe von Zahnimplantaten kann der Zahnarzt selbst Patienten mit zahnlosem Kiefer zu festsitzenden Zähnen verhelfen. Zahnimplantate sind Stifte aus hochreinem Titan, die im Kieferknochen verankert werden und die Rolle der Zahnwurzeln übernehmen. Sie werden anschließend durch einen künstlichen Zahnersatz überkront, der meist aus Vollkeramik angefertigt wird und echten Zähnen täuschend ähnlich sieht. Bei guter Pflege halten Zahnimplantate ein Leben lang.

Lose Zähne sind also kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Fast immer kann der Zahnarzt Lösungen finden, um Betroffenen sowohl ihre Lebensqualität als auch ihr attraktives Lächeln wieder zurückzugeben.

 

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Wenn Zähne wackeln – woran es liegt und was der Zahnarzt tun kann

Fehlt Ihren Zähnen der nötige Biss? Anders als im Kindesalter ist es für Erwachsene kein Grund zur Freude, wenn Zähne zu wackeln beginnen. Doch lockere Zähne sind kein unvermeidliches Schicksal. Der Zahnarzt kann den Schaden in vielen Fällen minimieren – doch dazu muss er erst die zugrunde liegende Ursache kennen. Warum Zähne wackeln können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Unfälle als Ursache für lockere Zähne

Manchmal liegt die Ursache für den Wackelzahn klar auf der Hand: Äußere Gewalteinwirkungen wie Stürze, Schläge oder Unfälle können dazu führen, dass sich ein Zahn aus seiner Verankerung im Kiefer löst und locker wird. Im Extremfall kann der Zahn auch ganz ausbrechen. Typische Begleitsymptome sind ein akuter Wundschmerz und eine mehr oder wenige starke Schwellung des umgebenden Gewebes. Um den Zahn zu retten, sollten Sie in solchen Fällen umgehend Ihren Zahnarzt oder eine Zahnambulanz aufsuchen.

Meist liegt eine Zahnerkrankung zugrunde

In den meisten Fällen aber passiert die Lockerung eines Zahnes schleichend. Manche Betroffene berichten, dass sie zunächst den Eindruck hatten, als würden sich die Zähne beim Zubeißen leicht gegeneinander verschieben. Erst in einem fortgeschrittenen Stadium wackeln die Zähne sichtbar und können durch Zungen- oder Lippendruck in alle Richtungen bewegt werden. Wenn vormals feste Zähne nach und nach an Halt verlieren, ist von einem chronischen Krankheitsgeschehen oder einer anhaltenden Fehlbelastung des Zahnhalteapparats auszugehen.

Die unterschätzte Gefahr: Parodontitis

Die mit Abstand häufigste Ursache für lockere Zähne ist eine unbehandelte Parodontitis, umgangssprachlich auch als Parodontose bekannt. Dabei handelt es sich um eine durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnhalteapparats, die sich ausgehend von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entwickelt.

Durch die chronische Entzündung werden zum einen die Haltefasern geschädigt, die den Zahn in seinem Zahnfach, der sogenannten Alveole, verankern. Schreitet die Erkrankung weiter voran, so zieht sich das Zahnfleisch immer weiter zurück und verliert seine stützende Funktion, wodurch die Zähne zu wackeln beginnen.

In einem späteren Stadium kann die Entzündung darüber hinaus auf den Kieferknochen übergreifen und diesen schädigen. Der Knochen kann sich regelrecht zurückbilden, wodurch die Zähne ihre Verankerung im Kiefer verlieren und schließlich ausfallen. Eine Parodontitis gilt als häufigste Ursache für einen Zahnverlust im Erwachsenenalter.

Wenn der Zahnersatz schlecht sitzt

Eine weitere mögliche Ursache sind mangelhaft angepasste Zahnkronen oder Zahnbrücken, die zu einer chronischen Fehlbelastung der Zähne führen. Dauert diese Situation über Monate oder gar Jahre an, so kommt es zu Umbauprozessen im Zahnhalteapparat - beispielsweise kann sich der Spalt zwischen Zahnwurzel und Kieferknochen verbreitern. In der Folge verliert der Zahn nach und nach an Halt. Durch moderne Diagnoseverfahren lassen sich diese Probleme bereits bei der Herstellung des Zahnersatzes vermeiden.

Stress für die Zähne: Nächtliches Zähneknirschen

Ähnliche Auswirkungen hat nächtliches Zähneknirschen oder -pressen: Durch die anhaltende Überbelastung des Zahnhalteapparats werden die Zähne in ihrer Verankerung gelockert. Da sich Zähneknirschen der bewussten Kontrolle entzieht, ist es empfehlenswert, sich vom Zahnarzt spezielle Aufbiss-Schienen anfertigen zu lassen. Diese reduzieren die Belastungen des Zahnhalteapparats auf ein erträgliches Maß und verhindern so, dass die Zähne zu wackeln beginnen.

Lockere Zähne nach kieferchirurgischen Eingriffen

Bei chronischen Entzündungen an der Wurzelspitze eines Zahnes ist es manchmal notwendig, einen Teil der Zahnwurzel zu entfernen. Man nennt dieses Verfahren auch Wurzelspitzenresektion. Oft stellt diese Behandlung die letzte Möglichkeit dar, um einen chronisch entzündeten Zahn zu erhalten.

Allerdings fehlt mit der Wurzelspitze auch ein wichtiger Teil der Verankerung des Zahnes am Kieferknochen. Je nach Ausmaß der Behandlung kann sich der Zahn in der Folge lockern. Heute ist es möglich, diesem Problem durch sogenannte intradentale Implantate vorzubeugen. Dabei handelt es sich um Stifte aus Titan, über die der gelockerte Zahn im Kieferknochen fixiert wird.

Seltene Ursachen: Tumorerkrankungen und Mangelernährung

Wenn Zähne wackeln, kann das in sehr seltenen Fällen auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Allgemeinerkrankung sein. Beispielsweise kann ein Kiefertumor einen Knochenabbau verursachen, wodurch eigentlich gesunde Zähne zu wackeln beginnen. Durch gezielte Diagnoseverfahren wie Röntgen oder MRT (Magnetresonanz-Tomographie) schließt der Zahnarzt diese Ursache sicher aus.

Mangelernährung als Ursache für lockere Zähne beobachtet man heute praktisch nur noch in Entwicklungsländern. Der Körper benötigt bestimmte Vitamine und Mineralstoffe (beispielsweise Vitamin D und Kalzium), um feste Zähne und eine gesunde Knochensubstanz aufzubauen und zu erhalten. Ein schwerwiegender Vitamin- oder Mineralstoff-Mangel kann zur Lockerung oder zum Ausfall von Zähnen führen.

Behandlung: Was tun, wenn Zähne wackeln?

Falls Sie bemerken, dass einer oder mehrere Zähne wackeln, sollten Sie umgehend einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren. Durch ausführliche Untersuchungen wird der Zahnarzt die Ursache dafür abklären, um anschließend eine gezielte Behandlung einzuleiten.

Bei der weitaus häufigsten Grunderkrankung, der Parodontitis, werden die Zahnoberflächen zunächst gründlich von anhaftenden Belägen und Zahnstein gereinigt. Besonderes Augenmerk legt der Zahnarzt auf die Säuberung von Zahnfleischtaschen, da diese eine ideale Brutstätte für Bakterien darstellen. Manchmal ist es erforderlich, die Zahnfleischtaschen unter lokaler Betäubung zu eröffnen, um die befallenen Bereiche gezielter zu behandeln. Bei schweren Verlaufsformen kommen darüber hinaus Antibiotika oder spezielle Medikamentenschienen zum Einsatz.

So werden aus Wackelzähnen feste Zähne

Heilt die Parodontitis vollständig aus, so festigen sich leicht wackelnde Zähne in vielen Fällen von selbst. Sehr lockere Zähne müssen gegebenenfalls durch eine Schienung ruhiggestellt werden, damit sie sich stabilisieren können. Ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten, kann es notwendig sein einen oder mehrere Zähne zu ziehen. Die so entstandene Lücke lässt sich durch einen Zahnersatz jedoch problemlos füllen. Um verloren gegangene Zähne zu ersetzen, eignen sich beispielsweise Brücken, die an bestehenden Zähnen fixiert werden. Dafür müssen allerdings Teile der gesunden Zahnsubstanz abgeschliffen werden.

Feste Zähne in nur 24 Stunden

Heute kommen daher häufig Zahnimplantate aus Rein-Titan zum Einsatz, die der Zahnarzt direkt in den Kieferknochen einsetzt. Diese „Pfeiler“ verwachsen mit dem Knochen und ersetzen so die natürliche Zahnwurzel. Anschließend kann daran der gewählte Zahnersatz – wie Brücken, Kronen oder Prothesen – befestigt werden. Üblicherweise sind mehrere Behandlungstermine erforderlich, bis die neuen Zähne fest im Mund sitzen. Durch die innovative „SKY fast & fixed“-Methode kann der Zahnarzt die nötigen Arbeitsschritte heute an nur einem Tag erledigen, was für den Patienten einen erheblichen Gewinn an Komfort bedeutet.

Fazit: Wenn Zähne wackeln, können diese mit gezielten, ursächlich orientierten Therapie-Maßnahmen in den meisten Fällen erhalten werden. Doch selbst ein Zahnverlust bedeutet heute nicht, auf einen festen, kraftvollen Biss künftig verzichten zu müssen.

 

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Zahnkrankheiten vorbeugen © fotolia / contrastwerkstatt

Die häufigsten Zahnkrankheiten und wie Sie sie durch gute Prophylaxe vermeiden können

Zahnkrankheiten sind ein lästiges Thema. Sie sind meist mit Schmerzen und Beeinträchtigungen beim Essen verbunden und können auch eine langwierige Behandlung erfordern. Außerdem können Zahnkrankheiten auch Auslöser bzw. Mitverursacher für Krankheiten im ganzen Körper sein, z.B. für Multiple Sklerose, Rheuma, Migräne, Diabetes oder Kreislaufbeschwerden. Umso wichtiger ist es also, genau zu wissen, welche die häufigsten Zahnkrankheiten sind und wie Sie sie durch gute Prophylaxe vermeiden können.

Karies – der Spitzenreiter unter den Zahnkrankheiten

90% aller Deutschen waren bereits von Karies betroffen. Hierbei handelt es sich um Zahnfäule, die durch Schädigung des Zahnschmelzes hervorgerufen wird. Die Zahnkrankheit wird ausgelöst durch Kariesbakterien, die Zucker aus der Nahrung in Säure umwandeln. Dadurch lösen sich wichtige zahnhärtende Mineralien (Kalzium und Phosphat) aus dem Zahnschmelz, der in Folge dessen aufweicht und poröser und empfindlicher wird.

Karies tritt vor allem in den Vertiefungen der Kauflächen, an den Zahnhälsen und in den Zahnzwischenräumen auf. Die entstandenen Risse und Löcher müssen behandelt werden, da sonst der ganze Zahn zerstört wird. Dafür wird der Zahn ausgebohrt, um die Schäden sorgfältig zu entfernen, und mittels einer Füllung erneut verschlossen, damit sich keine neuen Speisereste festsetzen können und Bakterien am Eindringen gehindert werden. Symptome bei Kariesbefall sind Zahnschmerzen, verstärkte Empfindlichkeit des Zahns sowie Flecken oder kleine Löcher im Zahnschmelz. Falls Sie direkt nachlesen möchten, wie Sie Karies optimal vorbeugen, schauen Sie doch in diesen Beitrag zum Thema Zähneputzen hinein.

Gingivitis – Entzündung des Zahnfleischs

Gingivitis ist eine Infektionskrankheit, die in Folge von Zahnbelägen auftritt. Speichel, Bakterien, Nahrungs- und Stoffwechselbestandteile lagern sich im Laufe des Tages auf den Zahnoberflächen oder in den Zahnzwischenräumen ab und verfestigen sich, wodurch sich Zahnstein bildet. Dadurch werden die Zähne aufgeraut und Bakterien angelockt, die durch ihren Stoffwechsel Giftstoffe absetzen, die ins Zahnfleisch gelangen. Zur Abwehr entzündet sich das Zahnfleisch, um die Bakterien daran zu hindern, tiefer ins Gewebe einzudringen. Symptome einer Gingivitis sind geschwollenes oder gerötetes Zahnfleisch, das nicht mehr fest zwischen den Zahnzwischenräumen sitzt.

Der Zahnarzt entfernt bei der Behandlung den Zahnbelag bzw. den Zahnstein. Zuhause verwendet man anschließend für kurze Zeit Mundspülungen mit antibakteriellen Wirkstoffen, die die Zahl der Bakterien im Mundraum verringern.

Parodontitis – Entzündung des Zahnhalteapparats

Parodontitis ist neben Karies die häufigste Zahnkrankheit. Wird eine Zahnfleischentzündung nicht richtig behandelt und die Entzündung dringt bis ins Zahnbett vor, so spricht man von Parodontitis. Bakterien von den Zahnbelägen breiten sich auf das Zahnfleisch aus, wo sich Hohlräume zwischen dem Zahnhals und dem Zahnfleisch bilden. Dadurch verlieren feste Zähne an Halt und beginnen zu wackeln, da das Zahnfleisch seine stabilisierende Funktion nicht mehr erfüllen kann. Schreitet die Parodontitis weiter fort, wird auch der Kieferknochen angegriffen und es kommt zum Abbau der Knochensubstanz. Somit verliert der Zahn nochmals an Stabilität und kann sogar ausfallen.

Unterschieden werden bei dieser Zahnkrankheit zwei Formen: die apikale Parodontitis, die von der Wurzelspitze ausgeht, und die marginale Parodontitis, die am Zahnfleischsaum beginnt. Betroffene haben zunächst keine Schmerzen, weshalb die Zahnkrankheit häufig für längere Zeit unentdeckt bleibt, wenn kein regelmäßiger Zahnarztbesuch erfolgt.

Folgende Symptome sind aber ein Warnsignal: Überempfindlichkeit des Zahnfleischs, Zahnfleischbluten, Zahnfleisch-Schwund oder lockere Zähne. Bei der Behandlung befreit der Zahnarzt die Zähne sowie die zwischen Zahnhals und Zahnfleisch entstandenen Hohlräume von Bakterien und entfernt gegebenenfalls erkranktes Gewebe.

Zahnmarkentzündung – Zahnkrankheit mit dicker Backe

Die Zahnmarkentzündung wird umgangssprachlich auch als Zahnwurzelentzündung oder Zahnnervenentzündung bezeichnet. Bei dieser Erkrankung ist das Zahnmark entzündet, das sich im Innern eines Zahns befindet. Dennoch sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen nachvollziehbar, denn die Entzündung spielt sich im Bereich der Zahnwurzel ab und das Zahnmark wiederum ist von feinen Nervenbahnen durchzogen.

Insbesondere wenn Teile des Zahns fehlen oder ein Kariesbefall vorliegt, kommt es häufiger zu Zahnmarkentzündungen, da die Bakterien leichter ins Innere des Zahns vordringen können. Symptome sind, wie bei vielen Zahnkrankheiten, Druckempfindlichkeit und starke Schmerzen, aber auch Schwellungen in Form einer „dicken Backe“ und Eiterbildung in der Umgebung des erkrankten Zahns. Eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt lindert die Entzündung und kann den Zahn vor dem Ziehen retten.

Bleibt die Therapie aus, können Bakterien in den Blutkreislauf gelangen oder sich auf andere Körperbereiche ausbreiten und somit zu chronischen Entzündungen und Folgeerkrankungen führen.

Kieferzyste – die häufig versteckte Zahnkrankheit

Entwicklungsstörungen und unbehandelte Entzündungen führen im Weichgewebe des Mundraums oder im Kieferknochen zur Zystenbildung. Es entstehen also Hohlräume, die von Bindegewebe umschlossen und mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese verursachen zu Beginn ihrer Entstehung keine Symptome, weshalb diese Zahnkrankheit häufig erst auf einem Röntgenbild beim Zahnarzt entdeckt wird.

Die Kieferzyste wächst langsam und kontinuierlich und daher kann es vorkommen, dass die Zyste nach einiger Zeit auf die Nerven benachbarter Zähne drückt und somit Schmerzen verursacht oder zu einem Druckgefühl im Kiefer führt. Sie verdrängt dabei auch gesundes Gewebe und es kann zu Zahnfehlstellungen kommen. Deshalb entfernt der Zahnarzt die Kieferzyste bei einer sogenannten Zystektomie. Unter örtlicher Betäubung wird dazu der Knochen geöffnet, die Zyste entfernt und entstandene Hohlräume werden mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt, falls sie zu groß sind, um alleine zu verknöchern.

Zahngranulome – kleine Knötchen im Zahnbereich

Diese Zahnkrankheit entsteht, wenn das Gewebe im Zahnbereich chronisch gereizt oder entzündet ist. Zahngranulome bestehen aus Entzündungszellen, die von einer Hautkapsel umgeben sind. Sie liegen entweder im Bereich der Zahnwurzelspitze, wo sie nur durch Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt entdeckt werden können, oder im sichtbaren Bereich des Zahnfleischs. Typische Symptome sind Schmerzen und leichtes Bluten. Zahngranulome werden operativ entfernt und im Rahmen der Behandlung beseitigt der Zahnarzt zudem auch noch die auslösende Entzündung.

Wie Sie Ihre Zähne durch gute Prophylaxe schützen können

Neben der richtigen Zahnpflege zuhause spielen auch regelmäßige Zahnarztbesuche und eine ausgewogene und gesunde Ernährung eine wichtige Rolle in der Prophylaxe, um Zahnkrankheiten zu vermeiden. Hier sind ein paar Aspekte, auf die Sie besonders achten sollten:

  • Putzen Sie sich mindestens zweimal täglich die Zähne, um sich festsetzenden bakteriellen Belägen vorzubeugen. Achten Sie dabei insbesondere auf eine gründliche Reinigung der Backenzähne, da sich Bakterien dort gerne ansiedeln. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln wie Äpfeln oder Softdrinks sollten Sie mindestens 30 Minuten warten, bevor Sie Ihre Zähne putzen, da Ihr Zahnschmelz sonst durch die Säure und die Putzbewegung angegriffen wird.
  • Verwenden Sie Zahnseide oder eine Zahnzwischenraumbürste, einen Zungenschaber und antibakterielles Mundwasser, um unerwünschten Bakterien keine Chance zu geben, sich in Ihrem Mundraum anzusiedeln.
  • Fluoridhaltige Zahnpasta schützt den Zahnschmelz, fördert die Remineralisierung der Zähne und hemmt die Ausbreitung von Bakterien. Außerdem sollten Sie spätestens alle drei Monate Ihre Zahnbürste bzw. den Bürstenaufsatz wechseln.
  • Nehmen Sie eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch, bei der sowohl Beläge entfernt als auch Stellen geputzt werden, an die Sie selbst nicht mit der Zahnbürste herankommen. Die Zähne werden zusätzlich noch poliert und mit Fluorid behandelt, um raue Stellen und Unebenheiten zu entfernen und vor der Neubildung von Belägen und der Ansiedlung von Bakterien zu schützen.
  • Besuchen Sie zweimal jährlich Ihren Zahnarzt, da dieser Zahnkrankheiten häufig schon erkennen kann, bevor Sie die ersten Symptome verspüren, und somit bereits im frühen Stadium eine optimale Behandlung gewährleistet wird.
  • Nehmen Sie zucker- und säurehaltige Lebensmittel und Getränke nur in Maßen zu sich, da sie Nahrungsquelle für Bakterien sind und die Zähne somit angreifen. Achten Sie auf eine Ernährung reich an den Vitaminen A, C, D und E und an Mineralstoffen, da diese das Immunsystem unterstützen und für starke Zähne und Knochen verantwortlich sind.

Durch gute Prophylaxe schützen Sie Ihre Zähne vor den oben beschriebenen Zahnkrankheiten. Treten aber doch einmal Symptome auf, scheuen Sie sich nicht, unmittelbar einen Termin bei Ihrem Zahnarzt zu vereinbaren. Er wird Ihnen eine zuverlässige Diagnose stellen und Ihnen die Behandlung so angenehm wie möglich machen, damit Sie bald wieder Ihr gesundes Lächeln zeigen können.

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Die Weisheitszähne brechen durch – Ursache und Therapiemöglichkeiten

Als Weisheitszähne werden die vier hinteren Backenzähne bezeichnet, die sich auf jeder Seite des Ober- und Unterkiefers befinden. Allerdings sind diese nicht bei jedem Menschen angelegt, denn 20-23% der Bevölkerung haben keine Weisheitszähne. Selbst wenn Weisheitszähne vorhanden sind, müssen diese nicht unbedingt entfernt werden. Zudem verläuft der Durchbruch der Weisheitszähne nicht bei jedem gleich. Lesen Sie hier, auf welche Symptome Sie achten müssen und wie Sie darauf am besten reagieren.

Wieso haben wir überhaupt noch Weisheitszähne?

Weisheitszähne waren bis in die mittlere Altsteinzeit, also bis vor ca. 150.000 Jahren, noch notwendig, um die Nahrung in Form von Nüssen, Kernen, Rohkost und rohem Fleisch zu zerkleinern. Unsere Mahlzeiten wurden seitdem aber deutlich weicher, da wir Lebensmittel inzwischen anders zubereiten und sie beispielsweise durchs Kochen leichter zu kauen sind. Der moderne Mensch benötigt die Weisheitszähne also nicht mehr. Die Evolution passte sich diesem Zustand an und verkleinerte den Kiefer, weshalb häufig kein Platz für die Weisheitszähne vorhanden ist. Das erklärt auch, warum die Anzahl der Weisheitszähne nicht mehr bei jedem Menschen gleich ist: möglich sind vier Weisheitszähne, manche haben weniger oder sogar gar keine angelegt. Weitere Gründe dafür sind die erblich bedingte Zahnentwicklung, hormonelle Störungen, degeneratives Knochenwachstum und nicht bekannte Faktoren in der Zahnkeimbildung, also dem Prozess, bei dem neue Zähne entstehen.

In der Regel brechen die Weisheitszähne zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch, aber sie können sich auch schon früher oder erst wesentlich später bemerkbar machen. Es empfiehlt sich, die Zähne im Teenager-Alter begutachten zu lassen, um eine erste Diagnose zu erhalten, wie viele Weisheitszähne überhaupt angelegt sind und wie und ob diese durchbrechen könnten. Schon einmal vorab: Nicht alle Weisheitszähne müssen gezogen werden. Es kann auch sein, dass die Weisheitszähne das komplette Leben unter dem Zahnfleisch verborgen bleiben oder Platz in Ihrem Kiefer finden, ohne dabei Probleme zu bereiten. Sollten die Weisheitszähne in fortgeschrittenem Alter noch gezogen werden, so kann dies mit Schwierigkeiten verbunden sein. Je länger der Zahn nämlich im Mund bleibt, desto besser ist die Wurzel entwickelt, was die Entfernung erschwert.

Anzeichen für das Durchbrechen der Weisheitszähne

Selbst gesunde Weisheitszähne verursachen Schmerzen, wenn sie durchbrechen. Das ist nicht anders, wie bei all unseren anderen Zähnen auch, nur dass wir uns an diese Schmerzen nicht mehr erinnern können. Sie äußern sich in Form eines Druckgefühls oder dumpfen Klopfens des Zahnfleischs in der Nähe des Rachens oder dem angrenzenden Knochen. Auch Rötungen und Schwellungen sind normal, solange diese innerhalb einer Woche wieder abklingen. Kauen kann ebenfalls schmerzhaft sein und es können Schwierigkeiten beim Öffnen des Munds oder beim Schlucken auftreten. Da die unteren Weisheitszähne in der Nähe der Mandeln liegen, kann es sein, dass diese anschwellen und man ein erkältungsähnliches Gefühl hat. Weisheitszähne brechen nicht kontinuierlich und auch nicht alle gleichzeitig durch. Das heißt, die Schmerzen können immer wieder für ein paar Tage auftreten, im Abstand von circa drei bis fünf Monaten.

Therapiemöglichkeiten für Weisheitszähne, die bleiben dürfen

Treten die Symptome erstmals auf, empfiehlt es sich zum Zahnarzt zu gehen. Dieser kann anhand eines Röntgenbilds feststellen, ob die Weisheitszähne problemlos durchbrechen können oder entfernt werden müssen. Sind die Weisheitszähne im Verhältnis zu den anderen Zähnen richtig positioniert, haben einen guten Abstand und brechen vollständig durch das Zahnfleisch, können sie im Kiefer bleiben. In der Regel treten dann auch nur geringe Schmerzen beim Durchbrechen und keine Entzündungen auf.

Um die Schmerzen zu lindern, können Sie das Zahnfleisch sanft massieren oder kühlen. Ihr Zahnarzt kann Ihnen auch eine desensibilisierende Salbe oder Creme verschreiben. Sie sollten auch keinen Kaugummi kauen, da das die Schmerzen verstärken kann. Eine antiseptische oder antibakterielle Mundspülung beugt zusätzlich Infektionen und Schmerzen am Zahnfleisch und den Zähnen vor. Bei starken Schmerzen können auch entzündungshemmende oder schmerzstillende Medikamente eingenommen werden. Sind die Weisheitszähne vollständig durchgebrochen, kann es passieren, dass Sie sich häufiger auf die Zunge oder in die Wange beißen, da der Mund nun voller ist und Sie sich erst daran gewöhnen müssen.

Wann müssen Weisheitszähne entfernt werden?

Chronische, langfristige Schmerzen und Schwellungen deuten darauf hin, dass Weisheitszähne nicht optimal durchbrechen. Diese Empfindlichkeiten treten in der Regel auf, wenn zu wenig Platz im Kiefer vorhanden ist oder die Zähne in einem merkwürdigen Winkel wachsen. Weisheitszähne können im Zuge des Durchbrechens andere Zähne verschieben, sodass diese dann schief stehen. Dies kann auch vorkommen, wenn man zuvor in kieferorthopädischer Behandlung war. Außerdem erhöhen teilweise durchgebrochene Weisheitszähne das Infektionsrisiko, da durch das offene Zahnfleisch Bakterien leichter eindringen können. Deutliches Anschwellen des Zahnfleischs, starke und langfristige Schmerzen, mildes Fieber, geschwollene Lymphknoten im Nacken und entlang des Kiefers, Eiter, schlechter Atem und ein unangenehmer Geschmack im Mund deuten auf eine Infektion hin und sollten von Ihrem Zahnarzt untersucht werden.

Weisheitszähne müssen entfernt werden, wenn sie nur teilweise durchbrechen, kaputt sind, nicht genügend Platz haben oder schief bzw. verdreht wachsen. Auch wenn sie entzündet sind, müssen die Weisheitszähne raus. Allerdings muss in diesem Fall zuerst die Entzündung des Zahnfleischs komplett abheilen, da es sonst zu starken Blutungen oder gestörter Wundheilung kommen kann.

Vorgehen beim Entfernen von Weisheitszähnen

Prinzipiell können Weisheitszähne, wie andere Zähne auch, normal gezogen werden. Allerdings liegen sie meistens schief, verdreht oder verkantet und sind somit nur schwer zu erreichen, was eine Operation notwendig macht. Diese ist unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose und ambulant möglich. Insbesondere bei schwierigen Fällen, sehr ängstlichen Patienten oder wenn mehr als zwei Weisheitszähne entfernt werden sollen, empfiehlt sich eine Vollnarkose. Sie können selbst entscheiden, ob Sie alle vier Weisheitszähne gleichzeitig entfernen lassen möchten oder lieber jeweils zwei Zähne im Abstand von einigen Wochen.

Die Operation dauert in der Regel 20-60 Minuten. Nach der Betäubung wird der betroffene Weisheitszahn freigelegt, indem das darüber liegende Zahnfleisch durch einen Schleimhautschnitt geöffnet und vom Knochen gelöst wird. Dabei wird auf den Schutz der umliegenden Nerven und der Nachbarzähne geachtet. Der Weisheitszahn kann ganz oder gegebenenfalls in mehreren Teilen entfernt werden, bevor die Wunden vernäht werden. Während der Operation spüren Sie dank der Betäubung nichts. Danach treten Schmerzen und Schwellungen auf, die aber gut mit Ibuprofen oder Paracetamol behandelbar sind und nach circa drei Tagen abklingen. Die ersten Tage nach der Operation sollten Sie sich körperlich schonen, weiche Nahrung zu sich nehmen und insbesondere am Operationstag die betroffenen Stellen von außen kühlen. Ungefähr nach einer Woche werden die Fäden gezogen, falls kein selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet wurde.

Von Generation zu Generation verringert sich der Anteil an Menschen, die alle vier Weisheitszähne angelegt haben. Die beste Möglichkeit herauszufinden, wie viele Weisheitszähne bei Ihnen vorhanden sind, ist die Anfertigung eines Röntgenbilds bei Ihrem Zahnarzt. Dieser berät Sie nach der Diagnose gerne, welche Therapiemöglichkeit für Sie die beste ist.

 

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